Informationstechnologierecht

Hintergründe

BGH lässt Sedlmayr-Mörder abblitzen

Das portable Persönlichkeitsrecht

Das Persönlichkeitsrecht ist eine feine Sache. Bislang konnte man damit aber nicht viel anfangen, wenn es über das Netz aus dem Ausland attackiert wurde. David Ziegelmayer zeigt, warum sich das bald ändern wird und ausgerechnet der Mörder von Walter Sedlmayr den Gerichtsständen in der EU zum "Fliegen" verhilft. mehr

Nachrichten

LG Nürnberg-Fürth zu Prüfpflichten für Internetprovider

Konkrete Beanstandung muss geprüft werden

Mit Urteil vom Dienstag haben die fränkischen Richter die vom BGH für Internetprovider postulierten Prüfpflichten konkretisiert. Sie haben einem Zahnarzt einen Unterlassungsanspruch gegen den Betreiber eines Internetportals
zur Bewertung ärztlicher Leistungen zugebilligt. Der Arzt hatte sich im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes gegen die Verbreitung einer negativen Bewertung zur Wehr gesetzt. mehr

Nachrichten

EuGH zu Computerprogrammen

Funktionalität und Programmiersprache nicht urheberrechtlich geschützt

Weder die Funktionalität eines Computerprogramms noch die Programmiersprache oder das Dateiformat, die im Rahmen eines solchen Programms verwendet werden, um bestimmte Funktionen zu nutzen, genießen urheberrechtlichen Schutz. Dies hat der EuGH mit Urteil vom Mittwoch bekanntgegeben. mehr

Nachrichten

Generalanwalt zu Kopien von Computerprogrammen

Hersteller muss Lizenzveräußerung nicht hinnehmen

Die Entwickler von Computerprogrammen müssen es nicht dulden, wenn Kunden ihre Lizenzen weitergeben. Jedenfalls dann nicht, wenn hierdurch der erneute Download ermöglicht wird. Das machte der Generalanwalt des EuGH in seinem Schlussantrag vom Dienstag zum Fall UsedSoft gegen Oracle deutlich. Dies soll jedoch nicht für die Weiterveräußerung gebrauchter Softwarekopien gelten. mehr

Hintergründe

Ariane Friedrich outet Stalker auf Facebook

Wie der BGH entscheiden würde

Deutschland diskutiert, nachdem Hochspringerin Ariane Friedrich auf ihrer Facebook-Seite eine sexuelle Belästigung öffentlich machte und den Mann, der ihr ein Foto seines Geschlechtsteils zusandte, mit Namen und Anschrift nannte. Nicht nur die Medienrechtler fragen sich, ob die 28-Jährige zu weit gegangen ist. Nein, meint Niko Härting und stützt sich dabei auf die höchsten deutschen Gerichte. mehr

Hintergründe

Abmahnungen wegen Filesharing & Co.

Bei 500 Euro ist Schluss mit lustig

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung missbräuchliche Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen bekämpfen. Dazu sollen unter anderem die Streitwerte für solche Verfahren deutlich gesenkt werden. Ein wichtiger Schritt für einen verbesserten Verbraucherschutz – der unlauterem Geschäftsgebaren allerdings keinen endgültigen Riegel wird vorschieben können, kommentiert Thomas Hoeren. mehr

Nachrichten

AG Stuttgart zum Widerruf bei Internetauktionen

Erotikplattform steht nach geplatztem Sex-Date Provision zu

Er ersteigerte bei einer Online-Auktion für 86 Euro zwei Dominas, entschied sich dann aber anders. Weil er die eingeforderte Verkaufsprovision nicht zahlen wollte, ist ein Jurist aus Frankfurt vor das AG gezogen. Dieses wies das Ansinnen aber zurück, wie die Sex-Auktionsplattform am Donnerstag mitteilte. Der Kläger muss nun knapp 13 Euro bezahlen. mehr

Hintergründe

Verantwortlichkeit von WLAN-Besitzern

Karlsruhe fordert Klarheit bei Haftung für Filesharing

Bei der Frage, ob Inhaber von Internet-Anschlüssen für illegale Dateiuploads durch Familienmitglieder geradestehen müssen, drängt das BVerfG auf ein Grundsatzurteil. Insbesondere der Siegeszug von Smartphones macht das Problem virulent – ohne die Hilfe des Gesetzgebers wird die Rechtsprechung allerdings keine befriedigende Lösung liefern können, meint Rolf Schwartmann. mehr

Nachrichten

BVerfG zum Filesharing

BGH soll Haftung des Anschlussinhabers klären

Die obersten Verfassungsrichter wollen mehr Rechtssicherheit für die Inhaber von Internetanschlüssen in Fällen von illegalem Filesharing. Die Frage, wann der Anschlussinhaber für andere Nutzer hafte, sei nicht abschließend geklärt, so das BVerfG in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Deshalb könne es willkürlich sein, wenn ein Gericht in dieser Frage die Revision zum BGH verweigere. mehr

Nachrichten

LG Leipzig zu kino.to

Programmierer zu knapp vier Jahren Haft verurteilt

Der Chef-Programmierer des illegalen Filmportals kino.to muss für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das LG verurteilte den 29-Jährigen am Mittwoch wegen der massenhaften Verletzung des Urheberrechts zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten. mehr

IT-Recht – seine Inhalte und die gesetzlichen Grundlagen

IT-Recht wird auch Informationstechnologierecht oder Informationsrecht genannt und bezeichnet das Recht der elektronischen Datenverarbeitung. Eine einheitliche gesetzliche Definition oder eine Sammlung aller Rechtsvorschriften in einem Gesetzbuch fehlen indes. Tatsächlich ist das IT-Recht heute ein eigenständiges Rechtsgebiet, das mittlerweile eine Fachanwaltsausbildung sowie eine Vielzahl an Fachzeitschriften und Fachtiteln hervorgebracht hat. Es hat seine Anfänge im Computerrecht, das später als EDV-Recht und als Multimediarecht bezeichnet wurde und sich als solches insbesondere auf Rechtsfragen rund um das Internet konzentriert und deswegen auch Internetrecht genannt wird.

Das IT-Recht und seine Rechtsquellen

Dementsprechend vielfältig sind die Rechtsquellen des IT-Rechts. Im Bereich der Informationstechnologien werden Verträge über Hardware, Software und über Dienstleistungen geschlossen, die nach den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) behandelt werden. Dasselbe gilt für das Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs, also Rechtsfragen, die den E-Commerce betreffen. Das Informationstechnologierecht ist eng mit dem Datenschutz verbunden, wobei für den öffentlichen Bereich der Bundesländer das Bundesdatenschutzgesetz gilt und für die einzelnen Bundesländer die jeweiligen Landesschutzgesetze. Sie alle sind sogenannte Rahmengesetze, die teilweise durch spezielle Gesetze ergänzt oder auch verdrängt werden. Zum IT-Recht gehören auch Kommunikationsnetze und Kommunikationsdienste. Diesen Rechtsbereich der Telekommunikation regelt das Telekommunikationsgesetz (TKG), wobei die inhaltliche Ausgestaltung im Telemediengesetz (TMG) zu finden ist. Die öffentliche Vergabe von Leistungen im Bereich der Informationstechnologien ist im Wesentlichen im Vergaberecht und im Kartellrecht normiert. Gerade Informationstechnologien haben bisweilen grenzüberschreitenden Charakter, sodass die landesrechtlichen Rechtsgrundlagen in Frage stehen. Dieses Rechtsproblem wird durch das Internationale Privatrecht gelöst. Gerade das IT-Recht birgt Gefahren von strafrechtlich relevanten Verstößen. Straftatbestände im Bereich der Computerkriminalität finden sich hauptsächlich im Strafgesetzbuch (StGB).

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Veranstaltungen und Seminare

21.05.2012, Stuttgart1. PUBLICUS-Kongress

22.05.2012 - 23.05.2012, Leipzig13. Kongress Neue Verwaltung

25.05.2012, MainzMainz Media Forum

11.06.2012 - 13.06.2012, BerlinSummer Academy State Aid

12.06.2012 - 13.06.2012, BrüsselEnforcement of EU-Animal Welfare Legislation

LTO-Quiz

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Was die Abkürzung DAV bedeutet, weiß jeder Rechtsanwalt. Aber was ist mit dem Begriff des Vorsprekes? Und wo ist noch gleich die Vorschusspflicht geregelt?

Testen Sie hier, ob Sie nach dem Staatsexamen im Berufsleben bestehen können!

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