Insolvenzrechtrss

Hintergründe

Hinterlegung des Schmerzensgelds richtig

Justitia ist auch im Fall Gäfgen blind

Magnus Gäfgen

Das Recht gilt auch für den Rechtsbrecher. Der Fall des Kindsmörders zeigt, wie schwierig es ist, diese Säule des Rechtsstaats zu akzeptieren. Über zehn Jahre nach dem Mord an dem Bankierssohn Jakob von Metzler schlägt die Justiz nun das letzte Kapitel auf: Wem steht die Entschädigung zu, die das Land Hessen zahlen muss? Eindeutig Gäfgen, nicht dem Insolvenzverwalter, meint Franz Zilkens. mehr

Hintergründe

Zweite Stufe der Reform des Insolvenzrechts

Bundestag winkt Gesetzentwurf nicht einfach durch

Leere Hosentaschen

Insolvente Verbraucher sollen schneller als bisher eine zweite Chance bekommen, wenn sie einen Teil ihrer Schulden beglichen haben. So will es die Bundesregierung. Am Mittwoch wird der Rechtsausschuss wohl eine öffentliche Anhörung beschließen. In welcher Form diese zweite Stufe der Reform des Insolvenzrechts am Ende in Kraft treten wird, ist dabei noch alles andere als klar, meint Heinz Vallender. mehr

Nachrichten

ArbG Stuttgart zur Insolvenz der Drogeriemarktkette

Kündigungen von Schlecker-Mitarbeitern unwirksam

Das ArbG Stuttgart erklärte am Dienstag in drei Fällen Kündigungen gegen Schlecker-Mitarbeiter für unwirksam. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz habe keine hinreichende Auskunft über die getroffene Sozialauswahl gegeben. mehr

Nachrichten

BAG zur Massenentlassung

Bescheid der Arbeitsagentur heilt keine Fehler des Arbeitgebers

Begeht der Arbeitgeber bei Erstattung einer Massenentlassungsanzeige Fehler, werden diese auch nicht durch einen bestandskräftigen Bescheid der Agentur für Arbeit geheilt. Die Arbeitsgerichte können demnach trotz des Bescheides die Unwirksamkeit der Anzeige feststellen. mehr

Job & Karriere

Kanzleisterben 2.0

Anatomie eines Zerfalls: Das Ende von Dewey & LeBoeuf

Leere Taschen

Die renommierte, weltweit tätige Kanzlei Dewey & LeBoeuf hat am Montag in New York Gläubigerschutz beantragt. Was bei vielen Unternehmen mit der Hoffnung auf Restrukturierung verbunden ist, bedeutet für eine von Partnern getragene LLP faktisch das Ende. Die Top-Partner haben die Kanzlei schon verlassen, gegen den Ex-Vorsitzenden der Geschäftsführung Steven Davis laufen Ermittlungen wegen finanziellen Fehlverhaltens. mehr

Nachrichten

LG Düsseldorf zu Transfergeldern

Rot-Weiss Essen darf Özil-Beteiligung behalten

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen darf seinen Anteil am Millionentransfer von Nationalspieler Mesut Özil von Werder Bremen zu Real Madrid behalten. Das hat am Dienstag das LG Düsseldorf entschieden und die Klage des Insolvenzverwalters des früheren RWE-Vorstands Stefan Meutsch als unbegründet abgewiesen. mehr

Hintergründe

OLG Frankfurt zu Altanleihen ausländischer Emittenten

Viel mehr als nur die Pfleiderer- und Q-Cells-Sanierung verhindert

Firmenlogo des Holzverarbeiters Pfleiderer AG

Pfleiderer und Q-Cells mussten Insolvenz anmelden, nachdem das OLG Frankfurt beschloss, dass die nachträgliche Einführung von Mehrheitsklauseln für Altanleihen ausländischer Emittenten nicht möglich ist. Über diese populären Einzelfälle aber geht die Entscheidung weit hinaus: Unternehmenssanierungen können scheitern, wenn einzelne Anleihegläubiger Rettungsmaßnahmen blockieren, kommentieren Uwe Goetker und Felix Keinath. mehr

Nachrichten

Vergleichsvorschlag vor dem LG Wuppertal

Lothar Matthäus soll 140.000 Euro zahlen

Lothar Matthäus soll als ehemaliger Besitzer des Rathauses im nordrhein-westfälischen Velbert 140.000 Euro zahlen. Diesen Vergleichsvorschlag hat das LG Wuppertal am Donnerstag angeregt und damit den Rechtsstreit zwischen einem Insolvenzverwalter und dem Rekord-Nationalspieler zu schlichten versucht. mehr

Nachrichten

OLG Köln

Vermögen von Ex-Arcandor-Chef Middelhoff bleibt eingefroren

Der ehemalige Vorstandvorsitzende der Arcandor AG hat im Streit mit der Bank Sal. Oppenheim um eingefrorene Millionensummen eine Niederlage erlitten. Das OLG Köln wies eine Beschwerde des 58-Jährigen ab, der über eine einstweilige Verfügung 23 Millionen Euro Festgeld freiklagen wollte. mehr

Hintergründe

Insolvenzrecht für Staaten

Resolvenzgericht und Struktur statt planlose Politik

Insolvenzrecht für Staaten

Griechenland wankt am Abgrund und die Politik ist weiterhin auf der Suche nach dem großen Befreiungsschlag in der Schuldenkrise. Eine Pleite bedrohter Euro-Staaten ist aber weiterhin tabu. Dabei taugt das Insolvenzrecht als Vorbild, um Schuldenstaaten wieder flott zu machen. Man müsste nur den Juristen das Feld überlassen, meint Christoph Paulus. mehr

Insolvenzrecht – wenn Verbraucher und Unternehmen Insolvenz anmelden

Das Insolvenzrecht in der heutigen Form gibt es seit 1999. Es handelt sich also um ein neues Rechtsgebiet, das Teil des Zivilrechts ist und die bis dahin geltende Konkursordnung ablöste. Das Insolvenzrecht ist in der Insolvenzordnung (InsO) geregelt und beinhaltet das Gesamtvollstreckungsverfahren, in dem ein Schuldner einer Gläubigergemeinschaft gegenübersteht. Ziel des Insolvenzverfahrens ist, dass alle am Verfahren beteiligten Gläubiger gleichermaßen finanziell befriedigt werden und zwar durch Verwertung des gesamten Schuldnervermögens. Damit unterscheidet sich das Insolvenzrecht von der Zwangsvollstreckung, bei der Schuldner und Gläubiger jeweils einzeln beteiligt sind.

Das Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren findet vor einem Insolvenzgericht statt, das auf Antrag des Schuldners oder auch eines Gläubigers eröffnet wird. Das Insolvenzgericht beauftragt einen Insolvenzverwalter mit der Verwertung des noch vorhandenen Vermögens des Schuldners. Das fällt regelmäßig eher gering aus, da die meisten Gläubiger, beispielsweise Banken oder auch Lieferanten, Sicherheiten besitzen. Diese Sicherheiten sind als sogenannte Absonderungsrechte vorrangig vor der Befriedigung anderer Gläubiger, die ungesicherte Forderungen geltend machen.

Verbraucherinsolvenz und Unternehmensinsolvenz

Das Insolvenzrecht kennt mehrere Arten des Insolvenzverfahrens, deren wichtigsten die Unternehmensinsolvenz, die Verbraucherinsolvenz und die Restschuldbefreiung sind. Eine Unternehmensinsolvenz kann auch in einer Sanierung durch einen Insolvenzplan enden oder durch Eigenverwaltung des Schuldners. Die Verbraucherinsolvenz wird auch Privatinsolvenz genannt. Anders als bei der Unternehmensinsolvenz gibt es keinen Insolvenzverwalter, sondern einen Treuhänder. Mit der Einführung des neuen Insolvenzrechts im Jahr 1999 gibt es ein weiteres Verfahren, das sogenannte Restschuldbefreiungsverfahren, das sich auf Antrag des Schuldners unmittelbar an das Verbraucherinsolvenzverfahren anschließt. Die Restschuldbefreiung hat nach einer sechs Jahre dauernden Zeit des Wohlverhaltens die Entschuldung des Schuldners zum Ziel.

20

Veranstaltungen und Seminare

05.09.2013 - 14.12.2013, Düsseldorf10. Fachanwaltslehrgang Transport- und Speditionsrecht

10.10.2013 - 11.10.2013, Düsseldorf6. Düsseldorfer Versicherungsrechtstag

31.10.2013 - 02.11.2013, BerlinInsolvenzverwalterkongress 2013

29.11.2013, WiesbadenEntdecke Jura in Wiesbaden

29.11.2013, MünchenMiet- & Wohnungseigentumsrecht aktuell 2013

LTO-Quiz: Einstellungstests bei Journalistenschulen

© stillkost - Fotolia.com

Heribert Prantl, Claus Kleber und Ulrich Wickert sind nur drei Beispiele für Juristen, die vor allem durch ihre journalistische Tätigkeit bekannt wurden. Genau wie sie damals liebäugeln auch heute viele Rechtswissenschaftler mit einem Job im Bereich der Medien. Doch der Arbeitsmarkt in diesem Sektor ist hart umkämpft. Ohne eine journalistische Zusatzausbildung bleibt vielen der Zugang versperrt. Dementsprechend bietet sich der Besuch einer der renommierten Journalistenschulen an. Der Pferdefuß: Diese nehmen längst nicht jeden Bewerber! Prüfen Sie anhand von 15 teilweise geringfügig modifizierten Fragen aus den vergangenen Einstellungstests der Henri-Nannen-Schule und der Axel-Springer-Akademie, ob Sie wissenstechnisch mit den Nachwuchsredakteuren mithalten können. Übrigens: Einige der folgenden Fragen waren in den Originaltests reine Wissensfragen ohne Ankreuzmöglichkeit!

LTO-Newsletter
kostenlos abonnieren