Insolvenzrechtrss

Kanzleien & Unternehmen

Görg / Pluta

Jörg Nerlich ist vorläufiger Sachwalter von Strenesse

Dr. Jörg Nerlich

Das Modeunternehmen Strenesse AG hat am 16. April wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Das Amtgericht Nördlingen hat Jörg Nerlich von Görg zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Schon zuvor war der renommierte Insolvenzvewalter Michael Pluta zum Chief Restructuring Officer berufen worden. mehr

Kanzleien & Unternehmen

P+P Pöllath + Partners / Eckert / Raue

Netrada verkauft Telekommunikationssparte

Katharina Reuther

Das E-Commerce-Unternehmen Netrada Holding GmbH hat im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens ihre Tochtergesellschaft DTMS Deutsche Telekom und Marketing Services GmbH an die Investmentgesellschaft Paragon Partners verkauft. Raue berät Paragon beim Zukauf; für Netrada waren Pöllath und der Insolvenzverwalter Dr. Rainer Eckert beteiligt. mehr

Nachrichten

BGH zu Lüge über vorheriges Mietverhältnis

Grund zur fristlosen Kündigung

Macht ein Mieter vor Abschluss eines Mietvertrages bewusst falsche Angaben über ein vormaliges Mietverhältnis, verletzt er damit seine vorvertraglichen Pflichten gegenüber dem neuen Vermieter grob, so dass eine fristlose Kündigung möglich ist. Ist der Mieter insolvent, ist eine Kündigung jedoch erst nach Freigabe des Mietverhältnisses durch den Insolvenzverwalter möglich. Dies entschied der BGH am Mittwoch. mehr

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Shearman & Sterling / Wellensiek

Fairfax kauft griechische Praktiker-Märkte

Shearman & Sterling berät die Fairfax Financial Holdings beim Erwerb der Praktiker Hellas AE mit Sitz in Athen. Praktiker Hellas ist die größte Auslandsgesellschaft des pleite gegangenen deutschen Baumarktkonzerns, dessen Insolvenzverwalter Christopher Seagon von der Kanzlei Wellensiek ist. mehr

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Baker & McKenzie / HWW Wienberg Wilhelm

MAT Holdings kauft Teile der insolventen Fräger-Gruppe

Dr. Thomas Gilles

MAT Holdings erwirbt mit Unterstützung von Baker & McKenzie die operativen Geschäftsbetriebe Fräger Getriebe und Motorenkomponenten und FZT Fahrzeugtechnik des insolventen Automobilzulieferers Fräger-Gruppe. Insolvenzverwalter ist Steffen Koch von HWW Wienberg Wilhelm. mehr

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Pöllath / Wellensiek / CMS / Dr. Beck & Partner / Schindele Eisele

Stargate übernimmt TV-Hersteller Loewe

Philipp von Braunschweig

Der Investor Stargate Capital übernimmt künftig den gesamten Geschäftsbetrieb von Loewe AG und Loewe Opta GmbH inklusive der internationalen Tochtergesellschaften. Pöllath berät Stargate, während CMS, Wellensiek und Dr. Beck & Partner für Loewe tätig sind.  mehr

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Görg / Freshfields Bruckhaus Deringer / Piepenburg Gerling

Insolvenzplan für IVG Immobilien AG angenommen

Dr. Martin Stockhausen

Die Gläubiger und Aktionäre der insolventen IVG Immobilien AG haben am 20. März 2014 im Erörterungs- und Abstimmungstermin den von der Schuldnerin ausgearbeiteten Insolvenzplan angenommen. Görg und Freshfields beraten die IVG bei der Restrukturierung, Horst Piepenburg ist als Sachwalter eingesetzt. mehr

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White & Case

Hamburgs Caritas-Pflegeheime melden Insolvenz an

Die Caritas Hamburg-Wohnen & Soziale Dienstleistungen GmbH hat am Dienstag Insolvenzantrag wegen Überschuldung gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der White & Case-Partner Sven-Holger Undritz bestellt.  mehr

Hintergründe

Zwei Jahre Insolvenzrechtsreform

"In weiten Teilen gelungen"

Insolventer Betrieb

Sanierung von Unternehmen, Restschuldbefreiung von Verbrauchern und Konzerninsolvenzen – der Gesetzgeber hat sich eine umfassende Reform des Insolvenzrechts vorgenommen. Die erste Stufe ist nun seit zwei Jahren in Kraft. Der Insolvenzrechtler Johan Schneider erklärt, warum die Reform zu mehr Planbarkeit für Schuldner geführt hat und er sich ein nicht-öffentliches Sanierungsverfahren wünscht. mehr

Kanzleien & Unternehmen

MHBK Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen

Münchner "Abendzeitung" stellt Insolvenzantrag

Die traditionsreiche Münchner Abendzeitung ist zahlungsunfähig. Die Eigentümer des Boulevardblatts haben beim AG München heute Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Axel W. Bierbach von MHB Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen bestellt. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Römermann

Windwärts meldet Insolvenz an

Nach Prokon hat nun mit der Windwärts Energie GmbH ein weiterer Windkraftfinanzierer Insolvenz angemeldet. Das AG Hannover hat Volker Römermann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weitergeführt werden. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Jones Day / Kreplin & Partner

Liao-Gruppe kauft Hein Gericke

Die chinesische Liao-Gruppe hat mit Unterstützung von Jones Day die Motorradzubehör-Kette Hein Gericke aus der Insolvenz gekauft. Insolvenzverwalter ist Georg Kreplin von Kreplin & Partner. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Buchalik Brömmekamp / Pohlmann Hofmann

Insolvenz in Eigenverwaltung für Software-Entwickler Actano

Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren über den Software-Entwickler Actano eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Den Sanierungsplan hat Actano gemeinsam mit Buchalik Brömmekamp entwickelt. Sachwalter ist Matthias Hofmann von der Münchner Kanzlei Pohlmann Hofmann. mehr

Kanzleien & Unternehmen

White & Case

IAS stellt Insolvenzantrag

Ellen Meyer-Sommer, Local Partnerin der White & Case Insolvenz GbR, wurde zur Gutachterin und vorläufigen Insolvenzverwalterin der IAS Industrial & Airborne Systems bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens läuft unterdessen weiter. mehr

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Rödl & Partner / AC Tischendorf / Schultze & Braun

Bamberger Kaliko geht an britische KL Technologies

Rainer Schaaf

Die britische KL Technologies hat den operativen Geschäftsbetrieb der Bamberger Kaliko aus der Insolvenz erworben. Verkäufer ist der Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun. mehr

Insolvenzrecht – wenn Verbraucher und Unternehmen Insolvenz anmelden

Das Insolvenzrecht in der heutigen Form gibt es seit 1999. Es handelt sich also um ein neues Rechtsgebiet, das Teil des Zivilrechts ist und die bis dahin geltende Konkursordnung ablöste. Das Insolvenzrecht ist in der Insolvenzordnung (InsO) geregelt und beinhaltet das Gesamtvollstreckungsverfahren, in dem ein Schuldner einer Gläubigergemeinschaft gegenübersteht. Ziel des Insolvenzverfahrens ist, dass alle am Verfahren beteiligten Gläubiger gleichermaßen finanziell befriedigt werden und zwar durch Verwertung des gesamten Schuldnervermögens. Damit unterscheidet sich das Insolvenzrecht von der Zwangsvollstreckung, bei der Schuldner und Gläubiger jeweils einzeln beteiligt sind.

Das Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren findet vor einem Insolvenzgericht statt, das auf Antrag des Schuldners oder auch eines Gläubigers eröffnet wird. Das Insolvenzgericht beauftragt einen Insolvenzverwalter mit der Verwertung des noch vorhandenen Vermögens des Schuldners. Das fällt regelmäßig eher gering aus, da die meisten Gläubiger, beispielsweise Banken oder auch Lieferanten, Sicherheiten besitzen. Diese Sicherheiten sind als sogenannte Absonderungsrechte vorrangig vor der Befriedigung anderer Gläubiger, die ungesicherte Forderungen geltend machen.

Verbraucherinsolvenz und Unternehmensinsolvenz

Das Insolvenzrecht kennt mehrere Arten des Insolvenzverfahrens, deren wichtigsten die Unternehmensinsolvenz, die Verbraucherinsolvenz und die Restschuldbefreiung sind. Eine Unternehmensinsolvenz kann auch in einer Sanierung durch einen Insolvenzplan enden oder durch Eigenverwaltung des Schuldners. Die Verbraucherinsolvenz wird auch Privatinsolvenz genannt. Anders als bei der Unternehmensinsolvenz gibt es keinen Insolvenzverwalter, sondern einen Treuhänder. Mit der Einführung des neuen Insolvenzrechts im Jahr 1999 gibt es ein weiteres Verfahren, das sogenannte Restschuldbefreiungsverfahren, das sich auf Antrag des Schuldners unmittelbar an das Verbraucherinsolvenzverfahren anschließt. Die Restschuldbefreiung hat nach einer sechs Jahre dauernden Zeit des Wohlverhaltens die Entschuldung des Schuldners zum Ziel.

Rechtsquiz rund um Amtsdelikte
Bestechung

Darf man einen Polizisten spontan zum Käffchen einladen, wenn man das denn wollte? Oder ist das schon strafbare Korruption und man riskiert einen Strafprozess wie Christian Wulff? Bei dem ehemaligen Bundespräsidenten ging es um eine Einladung beim Oktoberfest. Was wissen Sie über Bestechung, Vorteilsgewährung und Rechtsbeugung? Fragen über Fragen – finden Sie jetzt die richtigen Antworten:

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