Handels- und Gesellschaftsrechtrss

Kanzleien & Unternehmen

Allen & Overy

Neue Leitung für deutsche Corporate-Praxis

Hans Schoneweg leitet ab 1. Mai die Corporate- und M&A-Praxis von Allen & Overy. Er folgt auf Helge Schäfer an, der dieses Amt zwölf Jahre lang inne hatte. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Morrison & Foerster

BMG übernimmt Musikkatalog von Montana

Die Bertelsmann-Tochter BMG Rights Management Germany übernimmt den Musikkatalog von Montana, einem der letzten unabhängigen deutschen Musikverlage. Morrison & Foerster begleitet den Deal für Montana. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Clifford Chance / Hengeler Mueller

Symrise will französischen Wettbewerber Diana übernehmen

Dr. Christof-Ulrich Goldschmidt

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat mit Unterstützng von Clifford Chance ein Angebot für den Erwerb sämtlicher Aktien der Kerisper abgegeben. Kerisper ist die Holdinggesellschaft der Diana-Gruppe. Symrise würde annähernd 1,3 Milliarden Euro in diese Transaktion investieren. Hengeler Mueller berät die finanzierende Bank J.P. Morgan. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Gleiss Lutz / Norton Rose Fulbright / Wellensiek / White & Case / Dentons

Toyota Tsusho steigt bei Scholz AG ein

Dr. Jan Bauer

Der japanische Handelskonzern Toyota Tsusho Corporation (TTC) steigt mit 40 Prozent bei der angeschlagenen Scholz AG ein. Gleiss Lutz hat das Recyclingunternehmen bei Auswahl und Einstieg des neuen Anteilseigners beraten, Norton Rose Fulbright war für TTC tätig. White & Case berät die Gläubigerbanken der Scholz AG. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Watson Farley & Williams / Montanios & Montanios

Deutsch-zypriotischer Cross Border Downstream Merger

Dr. Sebastian Baum

Das Hamburger Büro von Watson Farley & Williams und die Kanzlei Montanios & Montanios aus Nikosia haben für die SHH GmbH einen Cross Border Downstream Merger begleitet. Es handelt sich dabei soweit bekannt um die erste grenzüberschreitende Verschmelzung einer zypriotischen auf eine deutsche Kapitalgesellschaft. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Watson Farley & Williams

Erster Vertrag über Flüssigerdgas als Schiffstreibstoff

Erstmals in Deutschland wird ein Schiff mit Flüssigerdgas betrieben. Watson Farley & Williams hat die Bomin Linde LNG GmbH & Co. KG beim Abschluss einer entsprechenden Liefervereinbarung mit der Aktien-Gesellschaft EMS beraten, die damit eine Borkumfähre betanken wird. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Hengeler Mueller

Atlas Mara übernimmt ADC

Hengeler Mueller berät den Investor Atlas Mara bei einem freiwilligen Übernahmeangebot für die ADC African Development Corporation AG im Wege eines Tauschangebots für alle ADC-Aktien. Die Gegenleistung von Atlas Mara besteht in der Zahlung von 265 Millionen US-Dollar in bar sowie in Aktien des Unternehmens. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Freshfields Bruckhaus Deringer

Amadeus will i:FAO übernehmen

Die Amadeus-Gruppe, ein Anbieter von IT-Lösungen für die Reisebranche, hat ein öffentliches Übernahmeangebot für die i:FAO Aktiengesellschaft unterbreitet. Dabei lässt sich Amadeus von Freshfields Bruckhaus Deringer beraten. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Baker & McKenzie

Umstrukturierung bei Hochtief Solutions AG

Dr. Barbara Deilmann

Baker & McKenzie hat den Baukonzern Hochtief AG bei der komplexen Umstrukturierung der Hochtief Solutions AG beraten. In der Hochtief Solutions ist das Kerngeschäft des Konzerns in Europa und ausgewählten Regionen weltweit gebündelt. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Bird & Bird

Peter Veranneman verstärkt Corporate-Praxis

Dr. Peter Veranneman

Der bekannte Corporate-Anwalt Peter Veranneman steigt zum April als Partner bei Bird & Bird ein. Der langjährige Skadden-Anwalt wird sowohl von Frankfurt als auch von Düsseldorf aus tätig sein. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Dentons

Ehemaliger Partner kehrt von Orrick zurück

Philipp Windemuth

Dentons holt ihren ehemaligen Partner Philipp Windemuth zum 1. April 2014 von Orrick zurück. Mit ihm kommen Sozia Olga Sandler, Sozius Joachim Homeister und Associate Elena Homeister. Alle vier werden sowohl in der deutschen als auch in der russischen und US-amerikanischen Gesellschaftsrechts/M&A-Praxis jeweils in Berlin und Moskau tätig sein. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Luther

Uniklinik Essen übernimmt Protonentherapiezentrum

Das millionenschwere und problembelastete Public-Private-Partnership-Projekt Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen (WPE) ist nun komplett in öffentlicher Hand. Das Universitätsklinikum Essen hat das WPE mit Beratung durch Luther Ende vergangener Woche übernommen. Die privaten Partner IBA und Strabag trennen sich von ihren Anteilen, die IBA bleibt Betriebspartner. mehr

Kanzleien & Unternehmen

DLA Piper

Catlin strukturiert europäisches Versicherungsgeschäft um

DLA Piper hat das Versicherungsunternehmen Catlin Europe bei einer umfangreichen Umstrukturierung und SE-Umwandlung gesellschafts- und vermittlerrechtlich beraten. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Hoffmann Liebs Fritsch & Partner

Verstärkung durch KPMG-Partner Holger Stabenau

Holger Stabenau

Holger Stabenau, Partner und Standortleiter der Essener Niederlassung der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft, schließt sich zum 1. April 2014 der Düsseldorfer Kanzlei Hoffmann Liebs Fritsch & Partner an. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Allen & Overy / CHSH / Freshfields

Old Mutual verkauft den Versicherer Skandia

Dr. Jan Schröder

Old Mutual plc verkauft die Versicherer Skandia Deutschland und Skandia Österreich, Teile des Old Mutual Wealth Konzerns, an eine Erwerbsgesellschaft der Cinven und Hannover Re. Allen & Overy und CHSH beraten Old Mutual bei der Transaktion, die ein Volumen von 220 Millionen Euro zuzüglich Zinsen bis zum Vollzug hat. Freshfields ist für die Erwerber tätig. mehr

Das Handelsrecht – seine Rechtsquellen und historischen Wurzeln

Das Handelsrecht definiert das Sonderprivatrecht der Kaufleute. Normadressaten des Handelsrechts sind ausschließlich Kaufleute, wozu bestimmte Handelsgesellschaften gehören, beispielsweise die Aktiengesellschaft (AG), die Kommanditgesellschaft auf Aktienbasis (KGaA), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die eingetragene Genossenschaft (eG). Die Notwendigkeit eines Sonderprivatrechts für Kaufleute resultiert aus der Tatsache, dass die Normen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) nicht immer den Bedürfnissen des Wirtschaftsverkehrs ausreichend Rechnung tragen. Die wichtigsten Rechtsquellen des Handelsrechts sind das erste Buch des Handelsgesetzbuches (HGB), das sich mit dem Recht des Handelsstands befasst, sowie das vierte Buch des HGB, das Recht und die Regeln von Handelsgeschäften. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Rechtsgebieten, in denen das Handelsrecht eine Rolle spielt, nämlich das Bank- und Börsenrecht, das Gesellschaftsrecht, der gewerbliche Rechtsschutz, das Urheberrecht, das Seehandelsrecht, das Versicherungsvertragsgesetz, das Wertpapierrecht und das Wettbewerbsrecht.

Im Mittelpunkt des Handelsrechts: Der Kaufmann

Das Handelsrecht befasst sich also nicht unmittelbar mit dem Unternehmen, sondern mit dem Träger des Unternehmens, dem Kaufmann. Grundvoraussetzung für die Kaufmannseigenschaft ist das Betreiben eines Gewerbes. Das Handelsrecht unterscheidet verschiedene Arten von Kaufleuten, unter anderem sogenannte Musskaufleute, Sollkaufleute und Kannkaufleute, die hinsichtlich der daraus resultierenden Rechte und Pflichten variieren.

Historische Wurzeln

In seiner historischen Entwicklung reicht das geschriebene Handelsrecht bis in die Blütezeit der Hansestädte zurück und hat seine Wurzeln im Stadtrecht. Seit 1861 gab es das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch, das auf Beschluss des Deutschen Bundes in Kraft trat und 1871 durch Reichsgesetz für das gesamte Deutsche Reich galt. Am 10. Mai 1897 wurde das Handelsgesetzbuch verabschiedet, das gleichzeitig mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch am 1. Januar 1900 in Kraft trat und mit dem Handelsrechtsreformgesetz und dem Transportrechtsreformgesetz grundlegende Änderungen erfuhr.

Gesellschaftsrecht oder das Recht der Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften und Körperschaften

Gesellschaftsrecht ist das Rechtsgebiet, das sich mit privatrechtlichen Personenvereinigungen beschäftigt, die durch Rechtsgeschäft begründet werden, also regelmäßig durch einen Vertragsschluss. Um Gesellschaftsrecht anwenden zu können, muss es sich um eine Gesellschaft im weiteren Sinne handeln. Sie ist in § 705 BGB definiert und setzt den Zusammenschluss von mehreren Personen zur Förderung eines erlaubten und gemeinsamen Zwecks voraus.

Die unterschiedlichen Gesellschaftsformen des Gesellschaftsrechts

Das Gesellschaftsrecht kennt unterschiedliche Gesellschaftsformen, die sich hinsichtlich der Unternehmensform, des Grundkapitals und der Haftung unterscheiden. Gemeint sind unter anderem Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften und Körperschaften. Der Vielzahl der Gesellschaften entsprechend gibt es mehrere Rechtsquellen. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Vereine sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt und Personengesellschaften im Handelsgesetzbuch (HGB). Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Spezialgesetzen, nämlich das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz (PartGG), das Aktiengesetz (AktG), für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) das GmbH-Gesetz und das Genossenschaftsgesetz (GenG). Sekundäre Rechtsquelle ist außerdem das gemeinsame Gesellschaftsrecht der EU-Mitgliedstaaten. In verfassungsrechtlicher Hinsicht sind insbesondere Art. 9 und Art. 14 des Grundgesetzes (GG) von besonderer Relevanz. Während Art. 9 GG das Recht garantiert, Vereine und Gesellschaften zu bilden, schützt Art. 14 GG das Eigentum.

Die Anfänge des Gesellschaftsrechts

Erste gesellschaftsrechtliche Regelungen finden sich im Preußischen Allgemeinen Landrecht von 1794. Erwähnt wird unter anderem die societas, ein Vorläufer der heutigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Eine erste gesamtdeutsche Regelung gibt es im Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuch (ADHGB) von 1861. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) wird 1892 mit dem GmbH-Gesetz geboren. Seine Systematik verdankt das heutige Gesellschaftsrecht dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), das am 1. Januar 1900 in Kraft trat, und dem Handelsgesetzbuch (HGB) von 1897.

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