Arbeitsrechtrss

Nachrichten

BAG zur Dauer üblicher Arbeitszeiten

Mitarbeiter muss normal verfügbar sein

Auch ohne ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbarte Zeiten müssen Mitarbeiter für ihren Arbeitgeber im betriebsüblichen Rahmen zur Verfügung stehen. Dies entschieden die Erfurter Richter am Mittwoch. Dies gelte auch für außertarifliche Angestellte. mehr

Nachrichten

BAG zu Urlaubsabgeltung

Verzicht verstößt nicht gegen Unionsrecht

Das Unionsrecht steht nicht der Möglichkeit eines Arbeitnehmers entgegen, auf eine Urlaubsabgeltung zu verzichten. Ausgeschlossen sind nur einzelvertragliche Abreden, die bereits das Entstehen des Anspruchs ausschließen. Das entschied das BAG am Dienstag. mehr

Nachrichten

Kameraüberwachung bei Penny und Rewe

"Frontal 21" deckt Bespitzelung von Mitarbeitern auf

Die Videokontrolle von Mitarbeitern der Rewe-Gruppe war umfassender als zunächst bekannt geworden ist. Nicht nur bei den konzerneigenen Penny-Märkten, sondern auch in Rewe-Filialen sollen zahlreiche Kameras angebracht worden sein. Das ergaben Recherchen des ZDF-Magazins "Frontal 21". mehr

Job & Karriere

Neuer Bundesverband Arbeitsrechtler in Unternehmen

"Das Ende der One-Man-Show"

Präsidium des BVAU

Am Montagabend gründete sich in Heidelberg der erste Bundesverband von Arbeitsrechtlern in Unternehmen. Im LTO-Interview erklärt Mitinitiator und Vorstandsmitglied Michael Hengesbach, warum es ihm und seinen Kollegen bisher am Austausch mit Gleichgesinnten gefehlt hat, wie sie ohne Politik Arbeitsrecht für die Praxis machen und was sie vom Gesetzgeber fordern wollen. mehr

Hintergründe

BAG zum Kirchenarbeitsrecht

Rausschmiss bei Austritt

Holzkreuz

Kritik an der katholischen Kirche ist erlaubt, doch sollte man sie als Sozialpädagoge bei der Caritas nicht gleich durch einen Austritt aus der Kirche manifestieren. Denn dann, so das BAG, ist die rote Linie überschritten, bis zu der man als Mitarbeiter der katholischen Kirche gehen kann, ohne sein Arbeitsverhältnis zu riskieren, erläutert Hermann Reichold. mehr

Nachrichten

BAG zur Diskriminierung bei der Jobsuche

Ohne Indizien keine Entschädigung

Das BAG wies am Donnerstag die Klage einer Bewerberin endgültig ab, die nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden war und sich deshalb diskriminiert fühlte. Der Arbeitgeber hatte der Klägerin nicht mitgeteilt, weshalb er ihr abgesagt hatte. Der EuGH hatte auf Vorlage des BAG entschieden, dass er dazu auch nicht verpflichtet sei. mehr

Nachrichten

BGH hebt Lizenzentzug auf

Boxer darf wieder kämpfen

Im Kampf um seine Profilizenz hat der 50-jährige Berufsboxer Andreas Sidon vor dem BGH einen Erfolg gegen den Bund Deutscher Berufsboxer errungen. Die Karlsruher Richter lehnten einen Lizenzentzug ab. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil hervor. mehr

Nachrichten

Hessisches LArbG bestätigt Kündigung

Fristlose Entlassung wegen unerlaubter Konkurrenz

Wer als Arbeitnehmer seinem Chef unerlaubt Konkurrenz macht, kann fristlos gekündigt werden. Das entschied das Hessische LArbG in einem am Montag bekannt gegebenem Urteil und änderte damit die Entscheidung der Vorinstanz ab. mehr

Nachrichten

Streikrecht bei Kirchen

Verdi zieht vors BVerfG

Die Gewerkschaft Verdi will das Streikrecht bei Kirchen nun mit Hilfe des BVerfG durchsetzen. Eine entsprechende Verfassungsbeschwerde gegen ein Urteil des BAG vom November sei eingereicht worden, bestätigte ein Verdi-Sprecher am Sonntag in Berlin nach einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. mehr

Nachrichten

Hessisches LArbG stellt Verfahren ein

Hollister schränkt Kontrolle von Mitarbeiter-Taschen ein

Taschen der Mitarbeiter in der Frankfurter Filiale der Modekette Hollister werden vorerst nur stichprobenartig kontrolliert. Mit dieser vorläufigen Regelung der umstrittenen Überprüfungen hat sich der bisher einzige Hollister-Betriebsrat in Deutschland mit dem Arbeitgeber geeinigt. mehr

Das deutsche Arbeitsrecht – seine Rechtsquellen und Ursprünge

Eine einheitliche Kodifikation des Arbeitsrechts in einem Arbeitsgesetzbuch fehlt bis heute, und so bedient sich das Arbeitsrecht einer Vielzahl von Rechtsquellen, deren ranghöchstes Recht die Richtlinien des Europarechts sowie das Grundgesetz (GG) sind. Zum Arbeitsrecht gehören auch Einzelarbeitsverträge, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge sowie eine Vielzahl deutscher Gesetze, zu denen das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) mit dem in den §§ 611 ff. BGB geregelten Dienstvertrag gehört, ebenso das Kündigungsschutzgesetz (KSchG), das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), das Bundesurlaubsgesetz (BurlG), das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), das Mutterschutzgesetz (MuSchG), das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG), um nur einige zu nennen.

Kollektiv- und Invidividualarbeitsrecht

Das deutsche Arbeitsrecht unterscheidet zwischen Individual- und Kollektivarbeitsrecht. Das Individualarbeitsrecht beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer, in dessen Mittelpunkt die Begründung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitsvertrag und seine Beendigung durch ordentliche oder außerordentliche Kündigung stehen. Mit Zustandekommen eines wirksamen Arbeitsvertrages entstehen auf beiden Seiten Rechte und Pflichten- die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers und die Lohnzahlungspflicht des Arbeitgebers. Das kollektive Arbeitsrecht konzentriert sich auf das rechtliche Verhältnis arbeitsrechtlicher Koalitionen. Gemeint sind Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte auf der Arbeitnehmerseite sowie Arbeitgebervertretungen auf der anderen Seite.

Das Arbeitsrecht und seine Anfänge

Die Anfänge des Arbeitsrechts reichen bis in Altertum zurück, schon das römische Recht kannte den Dienstvertrag. Die eigentliche Arbeitsrechtsgeschichte beginnt mit der Kapitalisierung von Arbeit in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Wachsende soziale Missstände als Folge der Industrialisierung verlangten nach einem Verbot von Kinderarbeit, nach Jugendarbeitsschutz und Sozialversicherungsrechten. Mit der Einführung des Arbeitsgerichtsgesetzes gab es seit 1926 die Arbeitsgerichtsbarkeit als neuen Instanzenzug. Die Weimarer Republik kannte Arbeitsschutzgesetze und Anfänge des kollektiven Arbeitsrechts fanden Eingang in die Weimarer Verfassung.

21

Veranstaltungen und Seminare

LTO-Quiz: Einstellungstests bei Journalistenschulen

© stillkost - Fotolia.com

Heribert Prantl, Claus Kleber und Ulrich Wickert sind nur drei Beispiele für Juristen, die vor allem durch ihre journalistische Tätigkeit bekannt wurden. Genau wie sie damals liebäugeln auch heute viele Rechtswissenschaftler mit einem Job im Bereich der Medien. Doch der Arbeitsmarkt in diesem Sektor ist hart umkämpft. Ohne eine journalistische Zusatzausbildung bleibt vielen der Zugang versperrt. Dementsprechend bietet sich der Besuch einer der renommierten Journalistenschulen an. Der Pferdefuß: Diese nehmen längst nicht jeden Bewerber! Prüfen Sie anhand von 15 teilweise geringfügig modifizierten Fragen aus den vergangenen Einstellungstests der Henri-Nannen-Schule und der Axel-Springer-Akademie, ob Sie wissenstechnisch mit den Nachwuchsredakteuren mithalten können. Übrigens: Einige der folgenden Fragen waren in den Originaltests reine Wissensfragen ohne Ankreuzmöglichkeit!

LTO-Newsletter
kostenlos abonnieren