Donnerstag, 18.12.2014

Der LandesprimusBester Jurastudent Baden-Württembergs

von Constantin Baron van LijndenVistenkarteProfil bei Google+

26.03.2013

Stadtbild Freiburg

Freuen Sie sich über Ihre Leistungen im Studium? Sind Sie zufrieden mit Ihren akademischen Erfolgen? Dann sollten Sie diesen Artikel vielleicht besser überspringen, denn neben dem Staatsexamen von Stefan Thönissen sieht Ihr hart erkämpftes vollbefriedigend auf einmal erschreckend unspektakulär aus. Ein Gespräch mit Baden-Württembergs bestem Juristen.

Wenn ein geschickter Betrüger einen gefälschten Lebenslauf entwerfen würde, sähe er bestimmt nicht so aus wie der von Stefan Thönissen. "Viel zu unrealistisch" würde der Befund lauten, mit dem die Meriten nach unten hin angepasst würden. Tatsächlich liest sich das Curriculum Vitae von Thönissen wie der auf ewig unerfüllte feuchte Traum eines jeden Personalers: Der Sohn einer Apothekerin und eines Theologie-Professors überspringt zunächst leichtfüßig gleich zwei gymnasiale Schuljahre, zieht dann zwecks Jurastudium in die notorisch anspruchsvolle Universitätsstadt Freiburg, wo er – selbstverständlich in der Regelstudienzeit – im zarten Alter von 21 Jahren sein Staatsexamen mit 15,66 Punkten und damit der besten Note, die in Baden-Württemberg je vergeben wurde, ablegt. Ach ja, haben wir eigentlich erwähnt, dass er sich nebenbei ehrenamtlich für alte Menschen einsetzt?

Die Reaktion im Angesicht von so viel akademischer Exzellenz fällt natürlich denkbar einfach aus: "Der muss doch gleich einen Haufen Leichen im Keller haben!". Thönissen selbst gibt sich darüber amüsiert. Ja, solche Reaktionen kenne er wohl, aber nein, leider könne er die Vorurteile nicht mit dunklen Geständnissen aus seinem Privatleben bestätigen. "Es stimmt aber, dass ich mich an einem Ziel ziemlich festbeißen und bis zur Lösung ein wenig einen Tunnelblick entwickeln kann." Also auch noch eine "Schwäche" wie aus dem Bewerbungs-Bilderbuch – ist ja furchtbar!

Ein Drittel Sachverstand, ein Drittel Disziplin, ein Drittel Glück

Insgeheim weiß natürlich jeder, dass diese Suche nach Flecken auf der weißen Weste des anderen etwas Gehässiges hat, zumal die eigene davon auch nicht sauberer wird. Deshalb wollen wir viel lieber von Herrn Thönissen wissen, wie man es denn anstellt, in solch luftige Höhen der Punktevergabe aufzusteigen. Da gibt der Landesprimus sich bodenständig und bescheiden: "Ich denke schon, dass ich einen gewissen juristischen Sachverstand habe. Die Disziplin in der Vorbereitung und eine gute Portion Glück bei der Themenwahl in den Klausuren haben aber jeweils genau so stark zum Erfolg beigetragen."

"Disziplin in der Vorbereitung", das heißt im Falle von Thönissen: Fünf Tage die Woche jeweils etwa zehn Stunden lang lernen, am Samstag dann noch eine fünfstündige Klausur hinterher schieben und den Rest des Wochenendes zum Entspannen und Erholen nutzen. Das klingt einerseits nach einem äußerst harten Pensum – andererseits sind solche und noch längere Arbeitszeiten in der juristischen Berufswelt schon lang keine Seltenheit mehr. Und wer sich bereits im Studium derart geißeln kann, der hat später eine weitaus bessere Position, um einen kürzeren Arbeitstag auszuhandeln.

Kanzleien stehen Schlange

Ein weiteres Mosaikstück bildet das Klima an der juristischen Fakultät. Von sechs Kandidaten, die in Baden-Württemberg im letzten Halbjahr ein "sehr gut" erzielen konnten, stammten fünf von der Universität Freiburg. "Die Fakultät ist klein und hat einen sehr guten Ruf, was wiederum besonders ambitionierte Studenten anzieht und eine Atmosphäre der positiven Konkurrenz schafft. Mit einem der Freiburger Studenten war ich zusammen in der Lerngruppe, auch die übrigen habe ich persönlich gekannt."

Auf den Besuch eines kommerziellen Repetitoriums hat Stefan Thönissen verzichtet. "Die Uni stellt ein eigenes Repetitorium und einen Klausurenkurs bereit, das fand ich ausreichend. Am wichtigsten ist ohnehin das eigenständige Lernen ohne fremde Hilfestellung. Anfangs fand ich es auch schwer, mich dazu zu motivieren, aber je mehr man in diesen Rhythmus reinkommt, desto einfacher wird es, dabei zu bleiben."

Abkürzungen in der Vorbereitung hat er keine genommen. "Ich wollte nicht das Risiko eingehen, auf Lücke zu lernen und dann möglicherweise auf dem ganz falschen Fuß erwischt zu werden. Aber ich habe, wie wohl jeder Student, Rechtsgebiete, die mir mehr beziehungsweise weniger liegen. Dass in den Klausuren praktisch nur erstere drankamen, war ein glücklicher Zufall, dem ich auch zum Teil mein gutes Abschneiden verdanke", sagt Thönissen. "Ich bin gegen eine Bachelorisierung des Jurastudiums, aber fände es schon sinnvoll, wenn sich die Examensnote aus etwas mehr Einzelleistungen zusammensetzen würde" – eine Kritik, die umso schwerer wiegt, als sie von jemandem stammt, der eindeutig zu den Profiteuren des derzeitigen Systems zählt.

Natürlich ist sein Erfolg auch an den großen Spielern im Anwaltsgewerbe nicht unbemerkt vorbeigegangen. Mittlerweile stapeln sich bei Thönissen die Anschreiben von Kanzleien, die ihn einladen möchten, einen Teil seines im April 2013 beginnenden Referendariats bei ihnen zu verbringen. "Ich bin aber noch nicht fest entschlossen, was ich später machen möchte. Ich hoffe, mir darüber während des Referendariats und meiner Promotion klar zu werden."

Ein unverbindlicher Tipp von unserer Seite: Bewerben Sie sich lieber nicht auf dieselbe Stelle wie Stefan Thönissen.

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Zitiervorschlag

Constantin Baron van LijndenProfil bei Google+, Der Landesprimus: Bester Jurastudent Baden-Württembergs. In: Legal Tribune ONLINE, 26.03.2013, http://www.lto.de/persistent/a_id/8415/ (abgerufen am 18.12.2014)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare

26.03.2013 20:50
Bravo!

Tipps braucht der Mann natürlich nicht. Statt zur Großkanzlei würde ich aber eher zur Lehre oder zum Nur-Notariat raten. Am besten ist die Lehre: Anspruchsvolles Lehren, forschen und mit Gutachten kann man in den richtigen Rechtsgebieten auch richtig Geld verdienen. Für Großkanzleien mit ihren stromlinienförmigen Langeweilern ist so ein Bringer zu schade.
Horstenberg Auf diesen Kommentar antworten
Antwort auf den Kommentar von Horstenberg 27.03.2013 14:10
Wir wollen mal hoffen, dass nicht Geld die Triebfeder für derartige Menschen und Leistungen ist ;)
Leguleius

26.03.2013 23:01
Schön dass Herr Thönissen angibt für den Erfolg hart gelernt zu haben :-) wenn ich von so guten Leuten höre frage ich mich immer wie sie gearbeitet haben
Chris Auf diesen Kommentar antworten

27.03.2013 21:28
Meine Theorie ist ja:

Über 9 Punkte kann jeder mit Fleiss und ein bisschen juristischen Sachverstand (Logik) kommen. Für mehr 11,5 Punkte braucht es zusätzlich etwas Glück ODER ein paar mehr Hirnwindungen. Für die Ergebnisse über 13 Punkte braucht es zusätzlich zum Fleiss und Sachverstand etwas Glück UND ein paar Hirnwindungen mehr.

Herr Thönissen bestätigt meine Theorie...
Peter78 Auf diesen Kommentar antworten
Antwort auf den Kommentar von Peter78 18.04.2013 09:12
Ein Doppel-VB hängt von etwas mehr als nur Fleiß ab.

Dazu dieser Artikel:

http://www.lto.de/recht/studium-referendariat/s/juristenausbildung-vier-gewinnt-nicht/
Torsten Gallus

29.03.2013 12:20
Wie auch immer man 15,66 Punkte erreicht, geschenkt werden sie einem nicht! Alle Achtung, LG
stud-iur Auf diesen Kommentar antworten

29.03.2013 13:21
@Peter78: Ihr Theorie stimmt nur soweit sie im Konjunktiv steht. Die Klausurthemen sind nicht der einzige Glücksfaktor. Der größte sind die Korrektoren. Mein Ausbildungsleiterin erzählte, dass sie in einer ihrer Klausuren, 1.Korrektur: 4, 2.Korrektur 14; Stich: 12 erhielt. Es würde ein zweiter Korrektor mit vier reichen, und sie je nach Klausuranzahl, in jedem Fall aber wohl mindestens 1 Punkt schlechter im Durchschnitt rauskommen zu lassen. Passiert das bei jeder Klausur, ist sie 10 im Durschnitt schlechter. Statistisch unwahrscheinlich, aber praktisch möglich. Insbesondere, da sich die Korrektoren gerne an den Vorkorrektoren orientieren. Auch anders herum. 9 Punkte wird man wohl in der Regel nicht allein mit Glück erreichen, geschweige denn 15,66. Aber das jeder, der 9 Punkte nicht erreicht, zu faul oder ungebildet dafür war ist ein außergewöhnlich gewagter Schluss.
Xaerdys Auf diesen Kommentar antworten

02.04.2013 09:39
"Sohn eines Professors und einer Apothekerin...".

Aber von Kindern eines Arbeitslosen und einer Hausfrau, die mit Hängen und Würgen sich mal so was wie ein Studium erkämpft haben, wird nie berichtet. Und unter einem VB läuft da auch gar nichts. Diese Menschen werden schlichtweg als dumm oder faul abgestempelt. Da, wo sowieso schon genug Geld ist, geht in Zukunft noch mehr hin. Er erhält sicher noch ein Stipendium, was natürlich für seinen Lebensunterhalt unbedingt nötig ist.

Auch in den Behörden und Karrierekanzleien merkt man, dass Menschen mit Schicksalen und nicht überragenden Examensergebnissen nicht viel Wert beigemessen wird. Ist ja auch logisch, denn meist stammen die dort Tätigen ja selbst aus Akademikerfamilien. Wenn man so was nie erlebt hat, ist man kaum in der Lage, schwächere soziale Lebensumstände nachzuvollziehen.

Heutzutage geht es nur noch um perfekte, schöne und möglichst junge Menschen mit möglichst makellosen Lebensläufen.
Natalie Auf diesen Kommentar antworten
Antwort auf den Kommentar von Natalie 18.04.2013 09:18
Wenn der Nachwuchs einen Arbeitslosen und einer Hausfrau ein Examen mit 15,66 ablegt, wird er hier gewiss auch löblich erwähnt. Jedoch stellt sich in der Tat die Frage, ob Tochter oder Sohn eines Arbeitslosen und einer Hausfrau (als Äquivalent zum nicht nur vorrübergehenden Beruf der Apothekerin oder Theologie-Professors) das notwendige Lern- und Arbeitsverhalten vorgelebt bekommen. Immerhin sind beide Beruf sehr anspruchsvoll und werden nicht einfach verschenkt.
Torsten Gallus

02.04.2013 10:21
Ach so, was ich noch hinzufügen wollte:
Ich wünsche ihm natürlich trotzdem alles Gute. Er selbst kann ja nichts dafür. Sollte nichts gegen den jungen Herrn sein.

Bloß wie gesagt, ich finde die Welt halt nur ungerecht, das Geld und das Glück ungerecht verteilt. Wäre schön, wenn auch Menschen, die bedürftig sind, solches Glück mal treffen würde...
Natalie Auf diesen Kommentar antworten
Antwort auf den Kommentar von Natalie 26.06.2013 11:44
Seit es (natürlich mal wieder aus Kostengründen) kaum noch Hausarbeiten im Examen gibt, ist es schon etwas weniger ungerecht geworden. In NRW z.B. schrieb man bis 1995 im 1.Stex eine Hausarbeit, deren Punktzahl 3fach zählte. Also haben Leute mit Geld jemandem um die 10.000,00 Mark für eine gute Hausarbeit gezahlt und schon hatte man schon ohne Klausuren und mündliche Prüfung (fast) bestanden. Die erfolgreichsten Juristen sind immer ansonsten immer die angepassten Beamtenkinder gewesen.
oliver

02.04.2013 12:03
Herzlichen Glückwunsch an Herrn Thönissen und viel Erfolg UND Glück für das Referendariat.

Als nicht ganz unerfahrene Juristin mit zwar nicht ganz so brillantem aber immerhin überdurchschnittlichen Staatsexamina erlaube ich mir einen Rat: Bevor Sie in die juristische Karriere durchstarten, sollten Sie ein, vielleicht zwei Jahre Erfahrungen in der nicht-juristischen Arbeitswelt sammeln, und zwar dort, wo Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen möglichst vieler sozialer Schichten mit deren jeweiligen Problemen besteht. Der Zeit des intensiven Lernens sollte ein ebenso intensiver Blick über den Tellerrand folgen. Jung genug dafür sind Sie. Die ehrenamtliche Arbeit mit alten Menschen ist ein guter erster Schritt, dürfte allerdings angesichts des beschriebenen Lernpensums nicht ausgereicht haben, um das "richtige" Leben kennen zu lernen. Hervorragende theoretische Bildung und lebenspraktische Erfahrung sollten dann der Schlüssel für eine ganz außerordentliche Karriere sein, für die ich Ihnen alles Gute wünsche.

Gritt

PS:
Ansonsten teile ich die Meinung von Nathalie. Wer aus einem Nichtakademikerhaushalt den Schritt in die Uni wagt und dazu sein Studium komplett selbst finanzieren muss, dem ist es schlicht nicht möglich, 5 Tage je Woche á 10 Stunden am Tag störungsfrei zu lernen und am Samstag noch die Zeit für eine Klausur zu finden. Wenn aber selbst für einen hoch intelligenten Kopf mit zwei übersprungenen Gymnasialjahren eine derart hohe Punktezahl nur dann drin ist, wenn er weder nach links noch nach rechts schaut, sollte sich mancher potentielle Arbeitgeber - einschließlich der öffentlichen - fragen, ob hohe Punktzahlen wirklich gute juristische Arbeit erwarten lassen oder ob ein Kandidaten mit nicht ganz so glänzender Punktzahl dafür aber Lebens- und Arbeitserfahrung am Ende erfolgreicher ist.
Gritt Auf diesen Kommentar antworten
Antwort auf den Kommentar von Gritt 16.04.2013 11:11
Bravo!! Aus dem praktischen Leben gegriffen.... Eine Anwältin, wie ich meine, mit Bodenkontakt!
Wünsche noch viel (juristischen) Erfolg!

PEEDER58
prinz peterVistenkarte
Antwort auf den Kommentar von Gritt 26.06.2013 11:59
Hinzu kommt, dass logischerweise die Selbstverständlichkeit fehlt, mit der Leute aus Akademikerfamilien die Uni angehen können. Es ist eben kein Neuland.
oliver

02.04.2013 23:38
Obs ein guter Jurist wird - insb. falls er Richter wird - hängt nicht vom Examen ab sondern vom Karakter!!
Und by the way: in UK kann nur Richter werden, wer länger als Rechtsanwalt (Barrister) gearbeitet hat. Das ist etwas, was wir von den Kollegen dort dringend übernehmen sollten!! Till
Till Wollheim Auf diesen Kommentar antworten

03.04.2013 15:31
...und wer nimmt den Kerl ernst?
Kevin B. Vandelaar Auf diesen Kommentar antworten

09.04.2013 08:46
Ich wette, der Mann kann keinen Nagel gerade in die Wand schlagen. Und sieht man sich die Durchfall- und Selbstaufgabequoten bei Jura an, dann ist jeder, der beide Examina besteht, ein kluger Kopf.
Volljurist_Erfurt Auf diesen Kommentar antworten

26.06.2013 11:50
Altes Juristensprichwort: "Nach dem Examen ist vor dem Examen". Im meinem Jahrgang hatten an "meinem" JPA 26 Kollegen (und -innen) ein "gut" oder "sehr gut". Davon waren 24 von "meiner" Uni. Das ist für das Referendariat eher eine Bürde. Und die "Topjuristen" essen meistens hinterher in den gleichen Gerichtskantinen das gleiche Industrieschnitzel wie die Robenreptile, die "nur" ein VB hinbekommen haben.
oliver Auf diesen Kommentar antworten
Antwort auf den Kommentar von oliver 24.03.2014 10:17
Top Leistung und wirklich Hut ab!! Aber wie schon erwähnt wurde, ist es schwer nicht gut zu sein, wenn man nichts als Lernen zu tun hat! Sprich: wenn man nicht schauen muss, wie man das Semester finanziert bekommt (Semesterbeitrag) oder wie man es aushält jeden Tag 70km mit der Bahn zu fahren, weil man sich keine Studentenwohnung leisten kann und das Wichtigste: Man darf dabei nie die Motivation verlieren, auch wenn man täglich 4std Weg einplanen muss........
Sarah

10.04.2014 01:08
Ich weiß nicht, wieso alle reflexartig auf die soziale Herkunft des Kandidaten einprügeln. Seien wir doch ehrlich: Viele ertragen soviel Erfolg von anderen nicht. Mit der Keule der sozialen Herkunft wird versucht eine Erklärung für das eigene mittelmäßig (oder in diesem Fall überdurchschnittliche) Abschneiden zu finden. Ich bin ehrlich und sage, dass dieser junge Mann einen beeindruckenden Intellekt hat. Diese geistige Beweglichkeit ist veranlagt und wäre auch als Sohn einer Hausfrau und eines Arbeitslosen zustande gekommen. Es ist bitter, wenn man nicht die Größe hat einfach zuzugeben, dass es überragende Juristen gibt.
Jurist Auf diesen Kommentar antworten

16.08.2014 09:17
In der Tat sind die vielen kritischen Stimmen hier zu begrüßen: Bei dem Elternhaus hat er ein kulturelles Kapital mitbekommen, das Spitzenleistungen erleichtert. Die Erbringung solcher Leistungen setzt natürlich eine hohe Intelligenz voraus - aber die haben viele. Um solche Leistungen aus der Intelligenz zu machen, muss man sehr hart und konsequent arbeiten, was voraussetzt, möglichst Vorbilder im unmittelbarem sozialen Umfeld zu haben, die eine solche Arbeitsweise vorgelebt und auch Methoden der Effizienz praktiziert und vielfach variiert haben. Ja, das ist ein Grundproblem sozialer Gerechtigkeit, dass die, die solche Vorbilder haben, mit ihrem kulturellen Kapital viel schneller durchstarten. Umso wichtiger ist, sich möglichst für eine optimale frühkindliche Förderung aller Kinder einzusetzen; und die Qualität staatlicher Ausbildung zu erhalten, auch durch eine gerechte Besteuuerung hoher Einkommen und Vermögen. Denn der Trend zur Privatschulbildung wird die bereits bestehenden Ungleichheiten noch vertiefen.
marc-stefan Auf diesen Kommentar antworten
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