Thomas Fischer: Deut­sch­lands bekann­tester BGH-Richter hört auf

von Pia Lorenz

10.03.2017

Der Vorsitz des 2. Strafsenats am BGH wird wieder vakant. Nach nicht einmal vier Jahren auf diesem Posten geht Thomas Fischer Ende April vorzeitig in den Ruhestand.

 

Prof. Dr. Thomas Fischer, streitbarer Bundesrichter und umstrittener Kolumnist bei Zeit Online, hat einen Antrag auf Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand gestellt. Mit seinem 64. Geburtstag am 29. April will der einzige Autor eines der bekanntesten deutschen Strafrechtskommentare und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit der Bundesrichter, der nach Angaben der Bundesregierung im Jahr 2016 275.400 Euro mit Nebentätigkeiten verdiente, aus dem Amt scheiden.*

Nach LTO-Informationen ist Fischer bereits seit Wochen krankgeschrieben. Es ist kein Geheimnis, dass der 63-Jährige immer wieder gesundheitliche Probleme hat. Der Grund für sein vorzeitiges Ausscheiden müssen sie aber nicht sein.

Er sei amtsmüde, heißt es aus dem Karlsruher Umfeld vorsichtig. In einer E-Mail an Vertraute soll Fischer seinen verfrühten Abgang auch mit seinem schwierigen Verhältnis zu anderen Richtern begründet haben.

Update, 14:27 Uhr (daher auch Teaser angepasst): Fischer selbst teilte zwischenzeitlich mit, er "bestimme den Zeitpunkt des Ausscheidens lieber selbst als ihn vom Zeitablauf bestimmen zu lassen, und ich möchte Menschen, denen dies Anlass zum Herunterzählen der Tage meines letzten Dienstjahrs wäre, diese Freude nicht machen".

Die fachlichen Qualifikationen des Ausnahmejuristen bezweifelt niemand. In BGH-Kreisen wirft man Fischer, der Strafrichter im Allgemeinen sowie andere BGH-Senate im Besonderen öffentlich kritisiert, aber seit Jahren vor allem mangelnde Teamfähigkeit vor. Damit, dass er nicht integrativ genug sei, hatte auch der ehemalige BGH-Präsident Klaus Tolksdorf im Jahr 2011 seine Empfehlung begründet, nicht dem damaligen stellvertretenden Vorsitzenden Fischer den Vorsitz des 2. Senats zu übertragen, nachdem Ruth Rissing van Saan in den Ruhestand gegangen war. Mit seinem über zwei Jahre dauernden Kampf gegen die Bewertung Tolksdorfs wurde Fischer auch über Juristenkreise hinaus bekannt. Im Sommer 2013 wurde Fischer zum Senatsvorsitzenden ernannt, Tolksdorf ging im Sommer 2014 plangemäß in Ruhestand. Nach dem öffentlich ausgetragenen Machtkampf fiel sein Abschied damals verhalten aus.

Dass Thomas Fischer vor seinem Eintritt in den Ruhestand noch einmal beim BGH erscheinen wird, erwarten Amtskollegen nicht.

Mit Materialien von dpa

*Satz kurz nach Veröffentlichung geändert, 10.03.2017, 10:56h.

Zitiervorschlag

Pia Lorenz, Thomas Fischer: Deutschlands bekanntester BGH-Richter hört auf. In: Legal Tribune Online, 10.03.2017, http://www.lto.de/persistent/a_id/22335/ (abgerufen am: 23.07.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 10.03.2017 10:52, DerJurist

    Vielleicht schreibt er endlich eine Habilitation, um Strafrecht AT Vorlesungen halten zu dürfen.

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    • 11.03.2017 00:08, Joe Cool

      @DerJurist: Darf er als Honorarprofessor in Würzburg. Durch die Berufung wurden ihm habilitationsgleiche Leistungen bescheinigt.

  • 10.03.2017 11:40, Michael

    Warum sollte Herr Fischer sich noch habilitieren? Den Titel hat er ja schon (Honorarprofessor der Uni Würzburg). Und da Voraussetzung für die Verleihung auch Lehre ist, wird er ja in irgendeiner Form an der Uni Würzburg bereits lehrend tätig sein (Vorlesungen oder Seminare).

    Ja in der Tat, dann dürfte er nun mehr Zeit für seine Veröffentlichungen haben. Ich finde seine Kolumnen in der Zeit schon nicht schlecht geschrieben. Allerdings weiß ich nicht, ob die Medienberichte aus dem letzten Jahr zutreffen, dass an seinem Senat die Arbeit ziemlich liegen bleibt. Dann fände ich das schade, wenn er so viele Nebentätigkeiten geleistet hat und vl. deswegen in seinem Hauptamt die Arbeit nicht schafft. Das darf natürlich nicht sein. Wohlgemerkt: wir wissen nicht, ob diese Medienberichte stimmen. Da kann natürlich auch der Neidfaktor, der sich übrigens auch im LTO-Beitrag im angegebenen Betragswert widerspiegelt, eine Rolle spielen.

    Jedenfalls wünsche ich ihm eine gute und gesunde Zeit als Pensionär!

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    • 10.03.2017 11:51, Fischer im+Recht

      Herr Fischer hat der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg 44 Semester lang als Lehrbeauftragter und Dozent treu gedient, Sommers und Winters mit bis zu fünf Semester-Wochenstunden. Und zusätzlich und parallel der Uni Leipzig 10 Semester lang mit drei Semesterwochenstunden. Für Honorare übrigens, die in der Regel noch nicht einmal die Fahrkosten einspielten. Das sollte reichen. Auf diesen Lorbeeren ruht sich der Teamunfähige die nächsten 43 Semester aus.
      TF

    • 10.03.2017 12:20, Joe Sixpack

      Der Typ ist seit Wochen krankgeschrieben und geht weiter gegen Entgelt einer Nebentätigkeit nach (Verfassen von Kolumnen in der "ZEIT")??? Normalerweise ist sowas ein Dienstvergehen.

    • 10.03.2017 14:35, PaU

      Wieso ist das ein Dienstvergehen? Natürlich darf ich meiner (genehmigten!) Nebentätigkeit nachgehen, wenn ich attestiert arbeitsunfähig bin, soweit ich damit nicht "genesungswidrig" handle und die Heilung meiner Krankheit verzögere. Vom heimischen Schreibtisch/Bett/Sofa eine Kolumne zu schreiben, dürfte daher kein Dienstvergehen sein.

  • 10.03.2017 11:45, Fischer im+Recht

    Am erstbesten finde ich, dass aus diesem Anlass endlich einmal wieder die rechtswdrigen Beurteilungen zitiert werden, die vor fast sechs bzw. fünf Jahren als willkürlich und sachlich haltlos von zwei verschiedenen Kammern des Verwaltungsgerichts aufgehoben wurden.
    Am zweitbesten finde ich den Satz:
    "Es ist kein Geheimnis, dass der 63-Jährige immer wieder gesundheitliche Probleme hat."
    Das stimmt wirklich! Ich hatte im in den letzten drei Jahren dreimal einen grippalen Infekt, einmal den NORO-Virus und einmal Zahnweh.
    Weitere Bulletins des betreuenden Chefarzt-Teams werden zeitnah online gestellt.
    Der drittbeste Satz ist: "Dass Thomas Fischer vor seinem Eintritt in den Ruhestand noch einmal beim BGH erscheinen wird, erwarten Amtskollegen nicht." Schön daran ist nicht allein die Darstellung des Fantasiestands von "Amtskollegen", sondern vor allem die Verbindung meiner Person mit dem Begriff "Erscheinen". Die Häufigkeit des Erscheinens während der nächsten 64 Jahre kann ich derzeit noch nicht abschätzen. Das hängt davon ab, wieviel Geister-Unterstützung die extrem integrativen Amtskollegen benötigen, denen das Erscheinen widerfährt.
    Thomas Fischer

    .

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    • 10.03.2017 11:51, Rechtsanwalt Jens+Stiehler

      Sehr geehrter Herr Prof. Fischer,
      da wir fast zeitgleich kommentierten, sah ich Ihren erst, nachdem meiner online ging. Wie gewohnt, mit spitzer Feder und auf den Punkt gebracht und mit Kritik, wo angebracht nicht gespart.
      Ich wünsche noch viel Schaffenskraft, insbesondere für DEN "Fischer" und die Kolumnen in der Zeit.

    • 10.03.2017 14:26, Kritiker

      Wer einerseits keine Gelegenheit auslässt, über andere mit ätzendem Spott herzuziehen, andererseits bei Kritik an der eigenen Person sofort wild um sich schlägt, muss sich nicht wundern, wenn er als nicht teamfähig gilt. Die offenbar mangelnde Fähigkeit, die eigene Fehlbarbeit auch nur in Betracht zu ziehen, tut ihr Übriges.

    • 10.03.2017 14:33, Sym

      Wenn wir sie denn hier direkt an der Strippe haben, werter Prof. Fischer, dann mal Butter bei die Fische, warum machen Sie das Jahr den nicht mehr mit?

    • 10.03.2017 16:30, KultUhr

      Wieso habe ich mir nur seit 3 Wochen ernsthaft Sorgen um TF gemacht , weil mir der gewohnt spritzige Ton der Kolumnen fehlte und sie immer später auf ZO erschienen? Hurra, er kann's noch!!! :) :) :) Meinen Respekt, sehr verehrter Herr Prof. Fischer, die geistermedizinischen Wadenbeißer haben Sie herrlich lächerlich gemacht! Ich wünsche Ihnen jede Menge Kraft und Gesundheit für neue Unternehmungen (vielleicht ein Justiz-Roman?). Alles Gute
      Am 3.4. im MHM in Dresden? Freue mich seit Wochen darauf!

    • 11.03.2017 10:56, Maria Fuhrmann

      Es hat sich nichts geändert, es ist eher alles noch schlimmer geworden.Wir fühlen uns bestätigt. M. und F.J. Fuhrmann

    • 12.03.2017 16:03, fischer im Recht

      "11.03.2017 10:56, Maria Fuhrmann
      Es hat sich nichts geändert, es ist eher alles noch schlimmer geworden. Wir fühlen uns bestätigt. M. und F.J. Fuhrmann"

      Um Gottes Willen! Frau Maria Fuhrmann aus Wertheim am Main!
      Sie sind ja tatsächlich immer noch unterwegs! Eine Erinnye über der Mainschleife, mit Hirschkuh am Haken und Teutoniaflagge am Mast!
      Vor mehr als 25 Jahren haben Sie an dem genannten schönen Ort am Main die albernsten mir jemals bekannt gewordenen Nachbarstreitigkeiten um den Pflanzabstand von Flühblühern und allerlei anderes geführt und allesamt kläglich verloren. Sagen Sie nicht, dass ich Sie nicht vorher wahrheitsgemäß vom voraussichtlichen Desaster unterrichtet hatte!
      All die bedeutenden Bedeutungen, mit denen Sie allen mir bekannten Menschen seit jeher auf die Nerven gingen, sollen nicht erwähnen werden.
      Es ist sehr traurig, dass Sie noch immer keine Ruhe gefunden haben.
      Sie müssten doch jetzt auch schon langsam auf die 70 zugehen.
      TF

  • 10.03.2017 11:48, Rechtsanwalt Jens Stiehler

    Ein Verlust für die Rechtsprechung des BGH. Denn ein wahrlich streitbarer Jurist mit Ansichten, die nicht immer der alles erschlagenden h.M. angehören, tat und tut dem BGH gut zu Gesicht stehen. Ich bin Thomas Fischer auch dafür dankbar, dass er mir (indirekt, durch seine Ansichten) zu einer interessanten und gut bewerteten Schwerpunktprüfung im mündlichen Assessorexamen verholfen hat.

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    • 10.03.2017 14:52, Martin M.

      "Streitbar"? Na ob TF das ehrt? Der aktuellen NJW zufolge eher weniger ;)

  • 10.03.2017 11:59, Michael

    Sehr amüsant, wie pointiert Sie ihren Unmut äußern können, Herr Fischer :). Ich könnte das nicht in der Form, wenn mir Unrecht geschehen würde (würde mich viel gröber aufregen). Das ist schon eine Leistung, meinen Respekt!

    Sie kriegen halt als jemand, der stark in die Öffentlichkeit drängt, nahezu automatisch viel "Aufmerksamkeit" ab, in der eben auch viel Neid und Häme steckt. Und dazu gehört es wohl auch, wenn "Amtskollegen" oder Redakteure sich eine Menge Zeugs aus den Fingern saugen oder stark übertreiben.

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  • 10.03.2017 12:10, Vitzliputzli

    Man sollte dies zum Anlass nehmen, bei Herrn Tolksdorf Abbitte zu leisten.

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    • 10.03.2017 13:21, Stefanie

      Das werden die integrativen "Amtskollegen" sicher zeitnah tun...

  • 10.03.2017 12:27, R zu+dem+A

    Ich hoffe sehr auf weitere Veröffentlichungen von Thomas Fischer.
    Auch mein Berufsumfeld "Compliance" hat schon den Segen von Fischer/Koster Kamp erteilt bekommen.
    Was mich daran vor allem störte: Er hatte Recht.
    Viele Grüße!

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  • 10.03.2017 13:08, Michael

    Und vielleicht auch noch zu der Replik zur Honorarprofessur (mir war der Umfang der erbrachten Leistungen v.a. an der Uni Würzburg nicht bekannt):

    Dann haben Sie sich den Titel auch mehr als verdient und können sich so oder so (gleich, wie lange Sie die Lehre noch machen) mit Recht auf diesen Lorbeeren ausruhen.

    Alleine die 44! Semester mit 5 SWS! sind echt eine Hausnummer und aller Ehren wert. Das kontrastiert extrem zu den hinterhergeworfenen Honorarprofessor-Titeln anderer Fakultäten etwa an Bundesrichter, Politiker oder auch an Großkanzlei-Partner!

    Übel finde ich es (das wäre auch mal eine Kolumne in "Fischer im Recht" wert) wie die Vergabepraxis manchmal ausschaut, im Übrigen oftmals sogar auf den Uni-Homepages nachvollziehbar:
    - z.B. Bundesrichter, der nach ca. drei Jahren als Lehrbeauftragter den Titel einstreicht, obwohl er nur jedes Semester ein Luschi-Seminar an einem Samstag im Semester angeboten hat, wo er unter Aufsicht des jeweiligen Uniprofessors einfach nur die Rspr. seines Senats vorträgt (von Folien abliest, die er auch noch anderweitig in der Privatwirtschaft versilbert hat). Danach steht er natürlich immer für keinerlei Fragen zur Verfügung und düst davon. Diese "Doppelverwertung" von Wissen hält natürlich keinerlei Compliance-Grundsätzen stand, es sagt aber niemand was.
    - Politiker, der ebenfalls nach recht kurzer Zeit als Lehrbeauftragter den Titel bekommt (alleine im Bundeskabinett gibt es etwa den Innenminister und den Entwicklungshilfeminister; in Landeskabinetten sieht es nicht anders aus): Vergabepraxis scheint einfach nicht die gute Lehre zu sein (quantitativ und qualitativ), sondern es geht alleine darum, gut vernetzt zu sein und sich mit einem Promi schmücken zu können.
    - ärgerlich schließlich auch der Großkanzlei-Partei, dessen Kanzlei aufgrund Bücherspenden/Moot Court-Unterstützung etc. Slots für Lehrbeauftragte zugewiesen bekommt und dann nach vier/fünf Jahren Honorarprofessor wird.

    Ganz ehrlich: dagegen heben Sie sich dann mit ihren Lehr- und Veröffentlichungsleistungen deutlich ab und haben sich den Titel ganz offensichtlich echt verdient!

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  • 10.03.2017 13:18, B.

    Legal Tribune Celebrity News.

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    • 10.03.2017 15:08, Toubib

      Aber dafür sind wir doch hier! Würde mir wünschen, dass das Sturmgeschütz der Jurisprudenz in die Politik geht aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. Möge er uns mit seiner Ausdauer als Kolumnist und Kommentarverfasser lange erhalten bleiben. Glück auf!

  • 10.03.2017 13:31, Stefanie

    Alles Gute für den Ruhestand, Professor!
    Gesetzeskommentare retten mir regelmäßig den Referendarshintern. Danke dafür ein Mal ausdrücklich an Sie und stellvertretend alle Autoren!

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  • 10.03.2017 13:41, Eric

    Über die Gründe können wir also nur spekulieren, letztlich ist es auch seine persönliche Angelegenheit.

    Aber die deutsche Rechtsprechung wird ohne ihn nicht mehr die selbe sein, das kann man sicherlich nicht über jeden scheidenden Richter sagen. Wenn ich nur als Einzelbeispiel an seinen Kampf gegen die "Wahlfeststellung" denke, die es rechtsdogmatisch und grundgesetzlich eigentlich gar nicht in dieser Form geben dürfte. Das hat vor ihm keiner beim BGH "angefasst" und wird wohl nach ihm auch niemand mehr "anfassen". Nach dem Lieblingsmotto deutscher Juristen: "das haben wir schon immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen".

    Auch kann ich mir gut vorstellen, dass man bei diesem ständigen Kampf gegen die enormen Beharrungskräfte, so fachlich fundiert und ethisch geboten dieser Kampf auch in der Sache sein mag, "verschleißt" und irgendwann einfach nur noch "amtsmüde" ist.

    Herr Fischer, Sie werden fehlen und ich verneige mich vor Ihren Diensten an unserem Rechtsstaat.

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    • 10.03.2017 14:01, Ddorf-Student

      Interessanterweise war sein Kampf gegen die Wahlfeststellung auch das erste Beispiel, welches mir vorhin im Gesprch beim Mittagessen in den Sinn kam. Aber gerade an diesem Projekt konnte man auch seinen Sinn für Strafrecht, Verfassung und rechtliche Dogmatik erkennen. Es bleibt zu hoffen, dass es in Zukunft doch wieder Richter wie Herrn Fischer geben wird, denen der status quo einfach nicht genug ist.

      An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Ihnen, Herr Fischer, für die Inspiration bedanken, welche Sie mir durch Ihre Arbeit (unbeabsichtigt) geschenkt haben.

    • 10.03.2017 14:31, Rechtsanwalt Jens+Stiehler

      Ja. Genau. Insbesondere auch das Thema "Wahlfeststellung" und Herrn Fischers Meinung hierzu war es, was mir in der o.g. SP-Prüfung im Assessorexamen hilfreich zur Seite stand.

    • 10.03.2017 18:13, Wolfgang Mitsch

      Eric, ich kann mich nur anschließen. Ein großer Verlust für die Strafrechtspflege. Ich fürchte, ohne sein Amt und die daraus herleitbare Reputation wird die Stimme von Thomas Fischer bald bei weitem nicht mehr so viel Gehör finden.

    • 12.03.2017 17:44, hamiota in ius

      In der Tat; auch mir hat in meinem Leben nichts, aber auch absolut rein gar nichts, so viele schlaflose Nächte bereitet wie die (bisherige) Rechtsprechung des BGH zur Wahlfeststellung!

  • 10.03.2017 13:55, HvD

    Unabhängig von Herrn Fischers Leistungen: Was befähigt Sie dazu, über die Vergabepraxis des Titels "Hororarprofessor" anderer Fakultäten zu urteilen? Welches Insiderwissen können Sie dazu vorweisen? Das genaue Procedere und die jeweiligen Gründe für die Verleihung dürften Ihnen nur dann bekannt sein, wenn Sie Teil eines Gremiums sind, das darüber zu entscheiden hat - und in diesem Fall hätte es Ihnen freigestanden, eine entsprechende Gegenstimme abzugeben. Da Sie ausweislich Ihres Kommentars offenbar über die Sachkunde verfügen, die Qualität von (Straf-)Rechtsvorlesungen zu bewerten, sollten Ihnen die Grundsätze zu Kausalität und Zurechnung bei Stimmabgaben in Gremien ja bekannt sein...

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    • 26.04.2017 10:31, Rüdiger IHLE , Dresden

      Sie scheinen sich auszukennen!
      Dann erklären Sie doch bitte mal die Gründe für die Verleihung des "Professors"
      an den Ex-SPD-Kanzlerkandidaten Steinbrück durch die Uni Leipzig ?

  • 10.03.2017 15:17, Jura

    Auch wenn ich fachlich nicht immer einer Meinung mit ihm war, so werde ich seine streitbare Art dennoch vermissen. Alles Gute!

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    • 23.03.2017 03:57, Fritz

      Das ist doch schoen gesagt. Man kann auch Recht und gleichzeitig Unrecht haben. Ueber die Wahlfeststellungen habe ich mich noch nie aufgeregt, nur ueber die Rechtsprechung zu den Zueignungsdelikten, die eigentlich ausserdem Bereicherungsdelikte sind, und die Abgrenzung beider "bei natuerlicher Betrachtungsweise des aeusseren Tatgeschehens". Tatherrschaft ist ausserdem auch bei Roxin Willensherrschaft. Den dogmatischen Unfug der kleinen rheinischen Wichte sollte man mal wieder auf seine klassischen Fuesse stellen.

      Usw. Tolksdorf is art.

  • 10.03.2017 15:28, Neid?

    So viel Missgunst von Frau Lorenz in so wenig Zeichen.

    An Herrn Fischer kann man nur richten: Nur der Spieler, der den Ball hat, wird angegriffen.

    Beste Grüße!

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  • 10.03.2017 16:09, M Klein

    Danke für Ihre großartige Arbeit, Herr Fischer. Sie sind der Grund, warum ich mein Studium noch nicht abgebrochen habe. Die Aussicht, mit einem geniale Menschen wie Ihnen den Beruf zu teilen, ist eine große Motivation. Hoffentlich liest man in Zukunft mehr von Ihnen in der Zeit. Alles Gute für den verdienten Ruhestand.

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  • 10.03.2017 16:21, PaU

    Leute! Prof. Fischer möchte sich pensionieren lassen, er ist nicht gestorben! Manche Kommentar lesen sich ja fast wie ein Nachruf! ;-)

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  • 10.03.2017 16:32, fischer im recht

    Der so genannte Herr F. meint, mit 64 Jahren sagen zu dürfen, dass er von einer gesetzlichen Regelung Gebrauch machen solle, die es vorsieht, dass man davon ab dem 63. Lebensjahr Gebrauch macht. Der Beschuldigte kriegt dafür einen erklecklichen Betrag an seiner - selbstverständlich völlig überzogenen und unverdienten - Pension abgezogen. Er wird sich ab 1. Mai 2017 in den Park setzen zu den anderen fünf Millionen Vorruheständler_innen ab 55, die auf Kosten der nicht arbeitenden Bevölkerung sich ein schönes Leben machen, nachdem sie 40 Jahre lang fast nichts geleistet haben.

    Aber das ist natürlich nur ein kleiner Scherz.
    Liebe Arbeitslose, Frührentner, Sozialhilfe-Empfänger!
    Verehrte Leistungsträger_innen!
    Wenn Sie den Eindruck gewonnen haben sollten, Herr F. sei kürzlich verstorben, so täuscht das. Wenn Sie 58 Jahre alt und davon überzeugt sein sollten, dass Sie am Beginn eines extrem endlosen Lebensjahrzehnts stehen, so täuscht das ebenfalls. Und wenn Sie der Ansicht sind, aus Anlass der Beendigung einer Ihrer sozialen Rollen sollte endlich einmal wiederholt werden, was irgendwelche Dummköpfe schon immer Schlechtes über Sie gesagt haben: Freude für Sie, Widerspruch gegen die Selbstgerechten, Verachtung für die Dreckschleudern.

    "So viel Missgunst von Frau Lorenz in so wenig Zeichen" - Ja, stimmt. Aber das ist ganz normal. Frau L. soll ja intern auch sehr umstritten sein. Aber das ist eine andere Baustelle, über die wir heute nichts sagen können. Es soll in dieser Sache EMails geben, die sehr interessant sind, aber wir behalten uns vor, sie erst demnächst zu veröffentlichen.
    Eins ist jedenfalls völlig klar: Der Rechtsstaat versagt hier einmal wieder. Wir wissen noch nicht genau, warum, wo und wie, aber dass ein Richter, der ab Vollendung des 63. Lebensjahrs unter drei Komma fünf Prozent Pensionsabschlag pro Jahr in den Ruhestand gehen darf, dies tatsächlich ein Jahr später tut, ist ein Skandal, der dem journalistischen Rechtsempfinden eine Aufklärung wert ist. Vor allem, wenn es doch "umstritten" ist"! Das nämlich ein Zustand, der auf "Legal Tribune", der berühmten Plattform des Rechts, ganz überraschend, neu und deshalb unerträglich ist.
    Es soll übrigens Informationen darüber geben, dass Redakteur_innen der genannten Plattform von Kollegen immer wieder als "anstrengend", und "schwierig" bezeichnet werden. Die Chefredakteurin gilt in uns bekannten Kreisen seit langem als kränklich. Aber das wollen wir hier selbstverständlich nicht thematisieren!
    TF

    .

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    • 10.03.2017 16:58, KultUhr

      Der typische herrliche Fischer! Ach, was hat mir dieser Ton in den letzten beiden Kolumnen gefehlt!
      Alles Gute für Sie und weiter so!

    • 10.03.2017 17:29, FinalJustice

      Wenn das Niveau in den Kommentaren höher ist, als das der Beiträge, dann weiß man, dass man auf LTO ist ;)

    • 10.03.2017 19:45, FinalJustice

      P.S.: Wenn es ihm zu verdanken ist, dass die Jurastudenten dieses Landes irgendwann diese unsinnige Wahlfeststellung lernen müssen, dann bau ich ihm eigenhändig ein Denkmal vor einem JPA seiner Wahl ;)

    • 10.03.2017 19:48, FinalJustice

      * natürlich fehlt da ein "nicht mehr" ;)

    • 12.04.2017 08:04, Leoni Rehnert

      Lieber Herr Fischer. Kurz und knapp: Ich finde Ihre Denkart großartig, erfrischend, weit, anregend und mich in Gang haltend. Ich fühle mich ausreichend stabil, um.mich nicht ùber mutmaßliche (!) arrogante etc Belehrung ihrerseits zu echauffieren.... Ich genieße die Anregungen und den manchmal ùberklugen Stil. Seit dem Kapitel Homestory bei TF denke ich erstmals, dass es mir sehr recht wàre, unsere Wege kreuzten sich mal. Alles Gute und...... Danke.

  • 10.03.2017 17:14, MD

    Herr Fischer eckt an und zwar - seiner Vita zufolge - sein ganzes Leben lang. Nach seinen letzten Auftritten im Fernsehen wächst nun auch die Kritik in der Bevölkerung und es wird deutlich, dass damit auf Dauer das Amt beschädigt wird. Ich kann seine Entscheidung verstehen. Er wird mit Sicherheit weiterhin publizistisch tätig bleiben.

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    • 10.03.2017 18:11, @MD

      Ich kenne Kritik offen gesagt bisher v. a. von Leuten, denen Herr Fischer unbequem ist. Man kann ihn eben nicht einfach "abtun", da er nun einmal eine fachliche Instanz ist; jeder, der seine fachliche Qualifikation anzweifelt macht sich lächerlich (BGH Richter, StGB Kommentar, und und und). Aber er rührte regelmäßig an empfindlichen Punkten der Jurisprudenz und Rechtspflege. Damit machte er sich keine Freunde im juristischen Establishment - aber dadurch bekam er viele stille Bewunderer, so kann man das tatsächlich ausdrücken, unter jüngeren Juristen, Jurastudenten und auch juristisch interessierten Laien. Siehe nur der Tenor der Leserkommentare hier.

      Das spricht IMHO für sein Lebenswerk. Einfach nur ein weiterer, blasser Vertreter der "h. M." war er nicht. Man muss nicht überall inhaltlich übereinstimmen, aber man muss (!) ihm Respekt dafür zollen, dass er es sich nie gemütlich in seinem Amt und in seinem erworbenen Status einrichten wollte, sondern selbstbewusster Rechtswissenschaftler war und ist. Unabhängig von möglichem Dissenz in Sachfragen, wir brauchen mehr, nicht weniger, "Thomas Fischers" in der deutschen Juristerei.

      Mich hat die Nachricht von seinem vorzeitigen Ruhestand offen gesagt fast etwas bedrückt. Aber das ist nicht die Stunde für hängende Mundwinkel,

      sehr geehrter Herr Fischer,

      ich möchte Ihnen meinen tief empfundenen Respekt aussprechen und wünsche Ihnen einen erfüllten Ruhestand!

    • 10.03.2017 18:13, @MD

      Achja, wo Sie schreiben "Herr Fischer eckt an und zwar - seiner Vita zufolge - sein ganzes Leben lang", dann meine ich, Juristen ohne Profil und Standpunkt haben wir in Deutschland zuhauf, jedoch viel zu wenige, die "anecken".

    • 23.03.2017 09:16, MD

      Ich kann ihnen bis auf zwei Punkte zustimmen:
      1. Nicht jeder, der Herrn Fischer fachlich kritisiert, macht sich lächerlich. Einige seiner Kritiker sind selbst Richter am BGH.
      2. Unbequeme Juristen sind im deutschen Rechtssystem nicht vorgesehen. Dass Herr Fischer überhaupt so weit gekommen ist, kann als Wunder gewertet werden. Normalerweise wird Querdenkern und Kritikern bereits auf einer unteren Ebene der Aufstieg verweigert. Für sie ist in einer Arbeitsumgebung, die von der sog. "herrschenden Meinung" bestimmt wird, kein Raum.

  • 10.03.2017 17:53, egal

    Ich finde diese Entwicklung schade, Thomas Fischer war einer in der Öffentlichkeit aktivsten Richter des (Straf-)BGH. Klar, er schreibt manchmal provokativ, aber das ist doch der einzige Weg, Diskussionen in diesen Bereich überhaupt zu ermöglichen. Ansonsten ähnelt ja der BGH in Strafsachen so ein bisschen dem Orakel von Delphi, hochheilig verehrt und oftmals nicht verstanden. Dass Fischer auch ein bisschen über Interna geredet hat, z.B. wie Entscheidungen der Senate allgemein zustande kommen, und einige fragwürdige Entwicklungen im Rechtswesen (man erinnere sich die Artikel in der Zeitkolumne zur gef.KV, Geldwäsche, usw. oder die Fragen, für die der große Senat angerufen wurde ) aufgezeigt hat, belegt doch die Wichtigkeit, dass sich Richter auch der Öffentlichkeit stellen und Beteiligte im Diskurs sind. Das führt auch zu einem besseren Rechtsverständnis der Bevölkerung wie auch der Richter der unteren Instanzen und Staatsanwälten sowie Anwälte.

    Dass man bei solchen Aktivitäten natürlich auch Widerspruch in den Reihen der Kollegen ernten wird, ist völlig klar, aber will man lieber streitbare Persönlichkeiten an der Spitze des Rechtswesen haben oder irgendwelche 44-jährige Karrieristen, die sich stets angepasst und ruhig verhalten haben, um dann durchbefördert zu werden? Wenn man sich den Nachwuchs anschaut, der ja von den Ländern und Bund gewählt, hat man sowieso den Eindruck, dass nur eine gewisse Richtung an Richtern überhaupt zum BGH kommt. Insofern ist es doppelt schade, dass Fischer jetzt sogar noch früher geht. Verständlich ist es sicherlich, aber sein Ausscheiden wird sicherlich ein Verlust fürs deutsche Strafrechtswesen sein.

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  • 10.03.2017 18:01, Astrid

    Oooch, Herr Fischer, jetzt kriegen Sie sich mal wieder ein!

    Der Artikel ist doch nichts im Vergleich zu dem, was Sie jüngst in Ihrer Kolumne dem bedauernswerten Polizeigewerkschafter mit auf den Weg gegeben haben. Der soll ja Ihrer höchstrichterlichen Ansicht nach (irgendwie) verantwortlich sein für alle möglichen Äußerungen Dritter Ihnen gegenüber, zB auch für diese:
    "Du ekelerregende Mastsau, (...) Batteriesäure in die Schweinefresse spritzen kann?"

    Und womit hat sich Herr Wendt als der eigentliche Urheber von Äußerungen wie der zitierten qualifiziert? Hierdurch:
    "Wir müssen einen Zaun entlang der deutschen Grenze bauen. Ich bin dafür, dass wir das machen."
    Diese Forderung erfülle nämlich den (gesetzlich noch nicht geregelten) Tatbestand der "Stimmungsmache", und wer "Stimmung macht", so entnehme ich Ihren Ausführungen, muß sich natürlich auch alles zurechnen lassen, was Dritte so treiben, wenn sie sich nur auf den "Stimmungsmacher" berufen.

    Ich lese hier immer, Sie seien so ein "herausragender Jurist". Das sind Sie gewiß, aber das einzige, was ich an Ihnen als herausragend erkennen kann, ist Ihre Eitelkeit und ein gewisser Hang zum Autoritären. Keine besonders symphatischen Eigenschaften, die aber offenbar im sog. öffentlichen Dienst auf besonders günstige Entfaltungsmöglichkeiten treffen.

    Ihre irrste Äußerung ist übrigens nicht die über Wendt (die ist einfach nur eine Sauerei), sondern die, die Sie anläßlich einer ZEIT-Soiree von sich gaben: da behaupteten Sie allen Ernstes, die schlimmste Gefahr, die unserem Land gegenwärtig drohe, gehe von deutschen Neo-Nazis aus.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Ruhestand und gute Besserung!

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    • 10.03.2017 18:38, Fischer im+Recht

      Sie irren in fast allem, was Sie daherschwatzen.
      Aber das wissen Sie vermutlich selbst, und tun es gerade deshalb.
      Das ist Ihr Problem.
      Etwas unangenehm finde ich, dass versuchen, sich hier als beschränktes Dunmmköpfchen zu gerieren, obwohl Sie doch in Wirklichkekt ein extrem schlauer reißender Wolf sind, in Ihrem Badezimmerspiegel. Und dann sollen die anderen Glattrasierten das ja auch noch allesamt merken, verstehen und gut finden! Da muss man lange dafür duschen. Das Leben ist schwierig. Letzten Endes sogar im Internet.
      TF

    • 10.03.2017 19:29, Mdeeg

      Der "bedauernswerte Polizeigewerkschafter" Wendt ist eine Schande für die Polizei, ein rechtskonservativer Hetzer und Spalter, der - wie einst ein Richter Schill z.B. - all das nach außen projiziert, was er bei sich selbst verdrängt. Die Fallhöhe hat Wendt selbst gesetzt.

      Und Fischer hat keinesfalls die oben von Ihnen zitierte "Zuschrift" irgendwie verantwortlich gemacht - er hat nur richtigerweise festgestellt, dass Leute wie Wendt dieses Klima rechter Hetze und Menschenverachtung durch seinen verantwortungslosen Populismus mitzuverantworten hat.

      Mehr Fischer bitte! Jetzt erst recht!!

    • 10.03.2017 21:07, Astrid

      Lieber Herr Fischer, ich bin erleichtert zu erfahren, daß Sie allen "Glattrasierten" aufrecht die Stirn bieten - wo immer sie Sie auch vermuten mögen. So viel Stauffenberg war selten! Wenn nun nicht mehr am BGH, dann wenigstens in der ZEIT. Lotta continua!

      MfG Astriid Berger

    • 11.03.2017 13:30, Astrid Berger

      "Wendt ist eine Schande für die Polizei, ein rechtskonservativer Hetzer und Spalter, der - wie einst ein Richter Schill z.B. - all das nach außen projiziert, was er bei sich selbst verdrängt"

      Dies hat mit dem Vorsitzenden des 2. Strafsenats des Bundesgerichtshofs fast nichts zu tun. Vermutlich ist es ihm unangenehm, dass sich Menschen wie "Mdeeg" auf seine Stimmungsmache berufen (Fischer: "Rainer Wendt habe ich kürzlich in einer Fernseh-Talkshow vorgehalten, er sei weder Polizeiminister noch Polizeipräsident und möge sich doch bitte nicht so penetrant als offizieller Vertreter der deutschen Polizei gerieren"). Trotzdem sollte er bei Gelegenheit darüber nachdenken.

    • 11.03.2017 19:40, Mdeeg

      Wendt betreibt Stimmungsmache.

      Fischer analysiert.

      Mit der ideologischen Brille sieht freilich beides gleich aus.

  • 10.03.2017 18:34, Calla

    Thomas Fischer - der Rechthaber hat genug

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/bgh-richter-thomas-fischer-der-rechthaber-hat-genug-1.3414407

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.03.2017 19:13, Ingo

    Sehr geehrter Herr Prof. Fischer,

    es gibt kaum einen Richter wie Sie, der sich so ausdrücke kann, dass jeder, der des Deutschen mächtig ist, den Zusammenhang verstehen kann. Auch ihre direkt Art werde ich vermissen, da sie auch ohne Ansehen der Person Kritik geübt haben.
    Und das ist nötig im homogenen Raum der Richterschaft. Uns werden Sie noch über Ihre Kolumne erhalten bleiben.

    Wie gewohnt, mit spitzer Feder und auf den Punkt gebracht und mit Kritik, wo angebracht nicht gespart.
    Ich wünsche noch viel Schaffenskraft, insbesondere für DEN "Fischer" und die Kolumnen in der Zeit.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.03.2017 20:03, T. Spieler

    Welcher ist denn der Nutzername des wahrhaftigen TF ? "Fischer im+Recht" oder "fischer im recht"? Oder sind es doch beide?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 10.03.2017 20:22, Patric

      Also angesichts der zahlreichen Rechtschreibfehler in den letzten beiden vermeintlichen TF-Kommentaren lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und sage: das war nicht der echte Fischer.

    • 11.03.2017 11:27, Der echte Thomas Fischer

      Ich finde es amüsant, wie viele Personen hier alles glauben, ohne auch nur irgendetwas zu hinterfragen. Jemand behauptet in einem Internetforum, welches nicht einmal einer Registrierung als Nutzer bedarf und somit völlig anonym ist, er sei Thomas Fischer. Kann sein, kann auch nicht sein.

      Natürlich bin aber nur ich der echte Thomas Fischer (steht doch da)!

    • 11.03.2017 15:06, FinalJustice

      Der Schreibstil ist doch sehr markant - und wer die Kommentare von tf unter den Artikeln der Zeit liest, der weiß, dass sich auch da überraschend viele Rechtschreibfehler einschleichen beim echten Fischer (ich vermute allerdings, dass es dem Umstand geschuldet ist, dass sie nicht im Büro, sondern über ein mobiles Gerät ohne Tastatur verfasst werden und es sich dadurch erklärt).

    • 11.03.2017 17:37, Der wahrhaftige Thomas Fischer

      Man kann jede Ausdrucksweise bzw. jeden Schreibstil kopieren. Das ist besonders einfach, wenn es besonders markante Stilmittel gibt, die man "nachbauen" bzw, imitieren kann.

  • 10.03.2017 20:05, Aufreger

    Verehrteste Schmierfinkin dieses Artikels, rege mich seit Stunden über diesen auf. Aber jetzt erst ist mir aufgefallen, dass Sie einfach nur versucht haben, wenigstens. e i n m a l als professionelle Journalistin so fesselnd und interessant zu schreiben, wie es der journalistische Laie TF jede Woche mit links tut. Schöner, sicher für Sie sehr mühsamer Versuch - der leider schiefgegangen ist. Der Unterschied zwischen Unverschämtheit und reißerischen Behauptungen einerseits, blitzgescheiten Gedanken und brillanter Feder andererseits, ist nur ein wenig mehr geistige Beweglichkeit. Weiter üben! Und lassen Sie sich bis dahin von einem Spruch meines alten Mathematikprofessors trösten: " Ein Punkt blies sich auf - und wurde eine Null... Aber gerade die Null kann manchmal unverzichtbar sein, um das Positive vom Negativen zu trennen."

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.03.2017 20:23, Joe Sixpack

    Also Fischer "möchte Menschen, denen dies Anlass zum Herunterzählen der Tage meines letzten Dienstjahrs wäre, diese Freude nicht machen". Da nimmt er es doch gerne in Kauf, dass seine Kollegen im ohnehin abgesoffenen 2. Strafsenat mal wieder längere Zeit mit einem Mann weniger auskommen müssen (weil es, selbst wenn niemand obstruiert, eben seine Zeit dauert, eine Vorsitzendenstelle neu zu besetzen). Und ernstlich krank ist er erklärtermaßen auch nicht, trotzdem muss man es offenbar hinnehmen, wenn er jetzt mal ein paar Monate krankfeiert. Na toll.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 11.03.2017 10:29, Fischer im+Recht

      o.k.., Joe.
      Spann die Bauchmuskeln an.
      Alle lieben Dich.
      Du wirst es noch weit bringen.
      tf

  • 10.03.2017 20:38, Schade

    Ich hätte mir aus rein juristischer Sicht gewünscht, dass Herr Kollege Fischer noch bis 67 verlängert. Aber er wird seine Gründe haben. Und im Gegensatz zu den vielen vielen anderen wird ER diese - sofern nützlich - sogar darlegen. Demnächst in der Zeit. Herr Kollege Fischer, Sie haben zwar sicher keine Lobhudelei meinerseits nötig, aber ich lasse sie Ihnen gleichwohl gern zuteil werden. Sie beeinflussen meine tägliche Arbeit als Richter am Amtsgericht nachhaltig. Positiv. Ich wünsche mir ebenfalls eine offene, bürgernahe, transparente, faire Justiz, die den Staub des Status quo abschüttelt und sich der Probleme unserer modernen Gesellschaft mit Tatendrang, Mut und Verstand annimmt. Gegen den Amtsmuff, hart in de Sache, fair im Umgang. Alles andere fliegt uns nämlich sonst früher oder später um die Ohren.

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    • 11.03.2017 20:11, Werner Garbers

      Willkommen

  • 10.03.2017 21:32, Erzschüler des Bundes

    Thomas Fischer, ein Jurist für Alle und Keinen.

    Es wird dringend erhofft, aber auch voller Süßigkeit erwartet, dass Thomas Fischer eine der möglichen Formen dieses Satzes, noch deutlicher, noch präziser als bisher, herauspressen (Buchpresse?), und sie mit Gestalt, Tanz und Leben erfüllen wird.

    Der Bund der Zukunftslandfahrer erwartet es zumindest innerhalb von Umständen die zu einem freiwilligen Abwurf der Fesseln des Alltagsprozesses und zu einem friedlichen Abgang geführt haben.
    Der Bund hat darüber zwar keine materielle Sicherheit, jedoch lässt ihn dennoch ein Gefühl der Gewissheit darüber, dass Thomas Fischer, seines Zeichens nun selbst Erzjurist des Bundes, zugunsten notwendigerer Tätigkeiten des Bundes freiwillig von seinem Amt als Überrichter abgedankt hat, und sich nun endlich, völlig ungestört von der scheinbaren Kontrolle der ihn umwimmelnden hündisch Ergebenen, seiner eigentlichen Aufgabe, seinem eigentlichen Prozess, dem, des Erzjuristen, widmen und stellen zu können.

    Die Kollegen des Bundes gehen zufrieden davon aus, dass ein solcher Hungerkünstler, und infolge enorm edler, ehrbarer und integrativer Thomas F. nahezu täglich bei ihnen in Erscheinung treten wird und freuen sich mit ihm auf sein zukünftiges Werk.


    Hier sei also nochmal mein Dank und Lobpreisung an Rechtperlenspielmeister Thomas F. hingereicht. Die Stärke die Sie gezeigt haben und die Inspiration, die Sie gespendet haben bleiben im Werk nicht unvergessen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.03.2017 21:39, Reinhard

    Lassen wir ihn doch in Ruhe.
    Ade Herr Thomas Fischer.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.03.2017 21:39, Erzschüler des+Bundes

    Thomas Fischer, ein Jurist für Alle und Keinen.

    Es wird dringend erhofft, aber auch voller Süßigkeit erwartet, dass Thomas Fischer eine der möglichen Formen dieses Satzes, noch deutlicher, noch präziser als bisher, herauspressen (Buchpresse?), und sie mit Gestalt, Tanz und Leben erfüllen wird.

    Der Bund der Zukunftslandfahrer erwartet es zumindest innerhalb von Umständen die zu einem freiwilligen Abwurf der Fesseln des Alltagsprozesses und zu einem friedlichen Abgang geführt haben.
    Der Bund hat darüber zwar keine materielle Sicherheit, jedoch lässt ihn dennoch ein Gefühl der Gewissheit darüber, dass Thomas Fischer, seines Zeichens nun selbst Erzjurist des Bundes, zugunsten notwendigerer Tätigkeiten des Bundes freiwillig von seinem Amt als Überrichter abgedankt hat, und sich nun endlich, völlig ungestört von der scheinbaren Kontrolle der ihn umwimmelnden hündisch Ergebenen, seiner eigentlichen Aufgabe, seinem eigentlichen Prozess, dem, des Erzjuristen, widmen und stellen zu können.

    Die Kollegen des Bundes gehen zufrieden davon aus, dass ein solcher Hungerkünstler, und infolge enorm edler, ehrbarer und integrativer Thomas F. nahezu täglich bei ihnen in Erscheinung treten wird.


    Hier sei also nochmal mein Dank und Lobpreisung an Rechtperlenspielmeister Thomas F. hingereicht. Die Stärke die Sie gezeigt haben und die Inspiration, die Sie gespendet haben bleiben im Werk nicht unvergessen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 11.03.2017 01:03, Aufreger

      Wo gibt es denn diese Pillen, verehrtester Erzschüler :) :) :) ?

    • 11.03.2017 08:09, Erzschüler des Bundes

      Um mögliche (negative) Fehlinterpretationen auszuräumen:
      Es handelt sich bei dem literarisch-fiktional gehaltenen Kommentar ausschließlich um eine Hommage auf Thomas Fischer.

  • 11.03.2017 07:05, Fischermans Friend

    Wie ist denn dieser ominöse Bund zu verstehen? Sind sie ein Geheimbund? Dienen Sie nach Art und Weise von Tempelrittern Höherem? Oder handelt es sich bei Ihnen um die "lieben Kollegen" des zukünftigen Pensionärs, die noch nicht einmal jetzt, in Anbetracht des nahenden Dienstaustritts, die Courage haben, sich zu bekennen. Sind Sie vielleicht Teil der Gründe, die in der SZ benannt werden. Hoffentlich nicht, denn dann bekäme man Beklemmungen darüber, dass Sie höchstrichterlich Recht sprechen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 11.03.2017 10:46, Fischer im+Recht

      Ich habe eine Theorie über die Richtigkeit Ihrer Mutmaßung. Aber die verrate ich jetzt natürlich noch nicht.
      Ich finde es einfach schön, dass eine Person (der Erzschüler) sich so rührend bemüht, das ganze Ausmaß destruktiver Intriganz und des neiddurchtränkten Inferioritätsgefühls in eine Form zu gießen, mit der er/sie sich in die Lüfte der Kunst zu erheben hofft, die sie doch so verachtet. Wie traurig!
      Aber sie merkt es nicht. Sie ist sich ganz sicher. Denn sie ist die Stimme eines großen Bundes. Nur wenn man sie allein trifft und etwas fragt, versagt die Kraft.
      Da könnte man glatt melancholisch werden!
      TF

  • 11.03.2017 07:40, xy

    Früher war es sicher einmal eine Auszeichnung und eine Freude, dem Richterstand anzugehören. Früher.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 17:29, Stimmt

      Da haben Sie recht. Heute fühlt es sich nicht mehr ansatzweise so an. Von allen Seiten wird - unqualifiziert - gemeckert. Das ist beim Fussball schon affig, wenn die "Profis" mit dem Bier in der Hand vom Sofa aus brüllen "Spiel doch ab, Du Lusche!"

      Sie sind herzlich eingeladen, Jura zu studieren, zwei Top-Examina hinzulegen und uns zu zeigen, wie es besser geht.

      Bis dahin gilt: An der Seitenlinie einfach mal die Fresse halten.


      Gruß,
      ein Richter

  • 11.03.2017 10:01, Enes Scholkaldetten

    Ich hoffe er wird auch weiterhin, sei es in der Zeit, sei es auf Verfassungsblog, zu den kruden Ansichten der Tatjana Hörnle Stellung nehmen und ihr die Maske der Fachkenntnis abnehmen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 11.03.2017 10:41, Selbstgerechtigkeit

    Da wirkt jemand selbstgerecht, arrogant und selbstzufrieden. Aber das ist er nicht. Die Selbstgerechtigkeit eines Thomas Fischer lässt sich mit der Selbstgerechtigkeit so vieler BGH-Entscheidungen kaum vergleichen. Wer so wie Fischer Sachverhalte und Motive sezieren kann, der seziert vermutlich auch genauso gnadenlos sich selbst. Selbstzweifel dürften Fischer deshalb nicht unbekannt sein. Und wer zwischen seinen Zeilen liest, der vermutet schnell: Fischer weiß um seine Stärken und Schwächen und ist sich selbst sein strengster Richter. Er weiß um seine Verletzlichkeit und Unsicherheit und deshalb beobachtet er genau seine Umwelt, er wägt ab, zweifelt, bohrt tiefer - bis er sein Urteil festigt und fasst. Dabei leitet ihn etwas, was es heute immer seltner gibt: Haltung. Feste Grundüberzeugungen zu Freiheit, Demokratie und Anstand, die sich im Laufe eines ereignisreichen Lebens gebildet haben. Sie sind seine Leitschnur und sollten Vorbild für jeden Richter sein.
    Das Ergebnis mag so manches Mal selbstgerecht und arrogant klingen. Aber es ist nicht Fischers Aufgabe, sich in der Öffentlichkeit selbst zu sezieren und zu entblößen. Sondern als Autor, Rechtswissenschaftler oder Richter geht es ihm um die Anderen. Die Täter, die Politiker, die Journalisten, unsere Gesellschaft und was sie zusammen hält.
    Thomas Fischer wird der Rechtsprechung fehlen. Als Denker und Wissenschaftler bleibt er uns hoffentlich noch sehr lange erhalten! Alles Gute, Herr Fischer!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 11.03.2017 11:37, Der echte Thomas Fischer

    Ein sehr guter Jurist mit einem Hauch von Anpassungsstörung eckt durch arrogant erscheinende Wortwahl an. Einige stören sich so sehr an einer so empfundenen Arroganz, dass sie dem sehr guten Juristen unbedingt dessen eigene (tatsächliche oder vermeintliche) Fehler vorhalten wollen. Jetzt geht der sehr gute Jurist in Ruhestand. Riesenthema.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 12.03.2017 09:29, Nun

    Auch - und gerade - bei Thomas Fischer bewahrheitet sich mal wieder:

    "Niveau sieht nur VON UNTEN aus wie Arroganz"

    Wirkt er manchmal in der Wortwahl herablassend? Ja. Das ist aber nicht vorwerfbar. Wo es ein echtes "herab" gibt (im Sinne eines Gefälles an - jedenfalls juristischen - Kenntnissen), da darf man sich auch so verhalten. Nicht, um den anderen kleiner zu machen, als er ist. Sondern einfach, WEIL die Verhältnisse sind, wie sie sind.

    Ich kenne wenige, die Fischer auf seinem Feld (Strafrecht) juristisch das Wasser reichen können. Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass ich eigentlich NIEMANDEN kenne, der das könnte. Roxin und Satzger kommen einem in den Sinn, auch wenn das natürlich wissenschaftliche Theoretiker sind. Satzger war (könnte mich aber auch irren) mal kurz in Diensten der (Straf-)Justiz, bevor er Professor wurde. Bei Roxin weiß ich es nicht.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 18:08, hamiota in+ius

      Diese Schmähung hat Klaus Roxin nicht verdient

  • 12.03.2017 10:52, Otis

    Fachliches Wissen ist eben nicht alles, wenn man ein solches Amt bekleidet. Wer Vorsitzender bei einem Bundesgericht sein will, der sollte diesem herausragenden Amt auch Respekt zollen und das in ihn gesetzte Vertrauen seines Dienstherrn rechtfertigen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 12:25, fischer im Recht

      Schön gesagt!
      (Sie müssen es ja wissen.)
      Die Frage ist allerdings: Vertrauen in was?
      Auf was vertraut die Bundesrepublik Deutschland?
      Und was ist Respekt, und wie "zollt" man ihn einem Amt?
      Ich persönlich finde, dass ein Richter den meisten Respekt denjenigen schuldet, über die er richtet, und dass dies das beste ist, was er für sein Amt tun kann.
      Dann klappt's auch mit dem Dienstherrn.
      Die netten Nachbarn sind gelegentlich anderer Ansicht. Aber da muss man durch.
      TF

    • 12.03.2017 16:17, Schade

      Respekt? Dem Dienstherrn? Hä? Wollten wir nicht eine starke unabhängige neutrale Justiz? Ist das nicht auch die Lehre aus den Jahrhunderten der Aufklärung und spätestens aus 33-45?

      Respektieren sollte man den Fall, die Beteiligten, das Recht. Keine Kollegen. Keine Chefs. Keine Minister. Jedenfalls nicht um derer bloßer Selbst und Amts Willen.

      Ehrlich, aufrecht, klar. Und zwar auch und gerade in den Fällen, in denen das ungemütlich sein kann. Man kann es sich auch einfach machen, den Weg des geringsten Widerstandes gehen und ein "netter Kollege" sein. Dann schläft man vielleicht besser. Und hat weniger grade Haare. Aber was nützt einem die dichtesten Frisur ohne Rückgrat..?

      Fazit: Schade, dass Fischer geht (aus intrinsischen Gründen gehen muss?) bevor er die Strukturen weiter aufbrechen konnte. Sein Kampf wird jetzt hoffentlich von den Kollegen (auch der unteren Instanzen ) weiter ausgefochten.

      "Sein Kampf"... Herr Fischer.. Wäre das nicht ein Titel für die Memoiren? Dann gibt es endlich mal ein lesenswertes Buch mit diesem Titel.

    • 13.03.2017 10:42, Werner Garbers

      Trump erhielt eine richterliche STOP-Entscheidung, beantragt durch einen Staatsanwalt und entschieden durch einen Richter, die sich beide nicht untertänig ihrem Dienstherren, dem Präsidenten der USA, unterordnenten.
      Das ist sogar im Jahre 2017 in Deutschland unter der aktuellen deutschen Richterschaft nicht Consens?
      Los, steht auf, grenzt euch ab von dieser hoffentlich unzutreffenden Frage !
      Eine Wurschtigkeit dem Recht gegenüber hatten wir schon mal...

    • 23.03.2017 20:33, Fritz

      BJM oder BMJ?

  • 12.03.2017 16:44, M.F.

    Das haben Sie leider ganz falsch in Erinnerung.
    1. Brachten Sie unseren Hund (6 Monate) vor Gericht.
    2.Stand Ihr Zaun auf unserem Grundstück , keine Frühblüher.
    3. Bombardierten Sie uns täglich mit ca.10 Seiten langen albernen Briefen. Richtig - Sie wollten ja Schriftsteller werden. Hoffe Sie konnten Ihr Klavierspiel inzwischen verbessern.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 17:30, @M.F.

      Wie bringt man einen Hund vor Gericht? Ich find das so saukomisch, ich will das gerne auch tun. Bitte erläutern.

    • 12.03.2017 18:13, hamiota in+ius

      Kann Ihnen zum Klavierspiel aus Baden - Baden berichten, dass nein.

    • 13.03.2017 00:07, Klassenausflug: Besuch im Varietee

      4. Haben sie es dann zu ihrem großen Glück nichtmal gesehen, wie ein unangenehmer Nachbar sich zwar auch an seinem eigenen Giebel, - möglicherweise auch nur an seiner Zimmerdeckenlampe, dies lässt sich nicht mehr genau sagen, dafür liegt das Geschehen schon zu lange zurück - sondern gleichsam bei Gelegenheit auch ohne das sie es bewusst merkten, an ihrem Giebel oder ihrer Zimmerdeckenlampe, nicht bloß mit einem, denn dies wäre vielleicht noch im Rahmen des möglichen gewesen um für einen angenehmen Nachbarn zu gelten, sondern gleich mit zwei Trapezen, wie es typisch für die unangenehme Manier ist, in manchmal schwingender weise, in manchmal briefschreibender weise, die so gefertigten Briefe pflegte er übrigens in langer mühsam einstudierter Art direkt vom Trapez aus in den vorgesehen Briefkasten zu schmeißen, für diesen Akt brauchte er in der Regel sogar zwingend beide Trapeze, ebenso waren beide Trapeze stets erforderlich, wenn der Trapezkünstler, einmal, ohne seine lebensnotwendigen Trapeze verlassen zu wollen, das Piano spielen wollte, um die Töne in den luftigen Höhen der Kunst genießen zu können, die er so liebte.

      Wie könnte auch jemand die Kunst verachten? Das wäre nicht bloß für den nur repräsentativ geltenden Trapezkünstler Nachbarn wohl kaum zu verstehen. Vielleicht verachtet man die Kunst, wenn man die Form verehrt? Und wenn ja gilt das selbst im Janusköpfigen Dualismus?

  • 12.03.2017 18:02, M.F.

    Da fragen Sie am besten Prof. Dr. Thomas Fischer. Aber glauben Sie, es wurde selten in einer Gerichtsverhandlung so gelacht. Übrigens so einen Nachbarn wünsche ich niemandem.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 18:25, Fischer im+Recht

      Ja, Frau Maria F., Sie sind es ersichtlich wirklich!
      An das lustige Gerichtsverfahren gegen einen Hund erinnere ich mich nicht.
      Der Zaun steht, soweit ich weiß, nach 26 Jahren noch immer da, wo er schon immer stand. Der Frühblüher auch. Die Pianisten werden täglich besser. Entspannen Sie sich doch einfach mal, jetzt auf die alten Tage! Es ist Ihnen doch gar nichts Schlimmes geschehen außer dem Hinweis, dass Ihre unangenehme Wichtigtuerei weder Ihre Gläubiger noch Ihre Nachbarn überzeugt.
      tf

  • 12.03.2017 18:31, hamiota in+ius

    Als Arzt darf man sagen, dass Herr Fischer alles verkörpert, was ein metabolisches Syndrom besorgen lässt. Daher ist es eher erstaunlich, dass er erst jetzt in den vorzeitigen Ruhestand geht.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 22:52, Anne Waffel

      Wären Sie ein (seriöser) Arzt, wüssten Sie, dass Ferndiagnosen sich prinzipiell verbieten. Und man würde auch erwarten, dass Sie wüssten, wo die Grenzen dessen liegen, was Diskussion ist und wo persönliche Diffamierung anfängt.

      Thomas Fischer ist blitzgescheit, fachlich über jeden Zweifel erhaben und hat alles erreicht, was der Karriereweg bietet. Trotzdem, oder gerade deswegen, geht er immer wieder dahin, wo es wehtut und schottet sich nicht ab, wie so viele Richterkollegen, pustet immer wieder die dicke, Jahrzehntealte Staubschicht, unter der die Justiz sich versteckt, hoch. Das kann ihm gar nicht hoch genug angerechnet werden

    • 12.03.2017 23:41, hamiota in+ius

      Sofern ein R 8 Posten beim BGH für ein Gehalt, das jeden Leiter einer mittelgroßen Sparkasse nur mileidvoll schmunzeln lässt, für Sie

      "alles erreicht, was der Karriereweg bietet"

      ist, kann und will ich Ihnen das nicht ausreden,

      zumal es in der Sache ja häufig um äußerst bedeutsame dogmatische Glasperlenspiele ging wie die Frage der Wahlfeststellung zwischen Diebstahl und Hehlerei, ein Problem das bekanntlich nahezu der gesamten Bevölkerung Deutschlands unter den Nägeln brennt.

  • 12.03.2017 20:08, Fischermans Friend

    Zum Glück haben nicht alle Ärzte Ihr beklagenswertes Niveau!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 20:29, hamiota in+ius

      Gegen vermeintlichen, aber auch gegen tatsächlichen Mangel an Niveau kann man selbst in Deutschland noch nicht klagen. Sie sollten daher "beklagenswert" in "kläglich" ändern; denn das ist es doch wohl, was Sie sagen wollten.

    • 13.03.2017 00:11, Anne Waffel

      Wenn Geld für Sie der Maßstab von Erfolg ist, bietet sich nicht die Sparkasse, sondern der Drogenhandel an. Die mickrige Bezahlung von Richtern ist ja auch nichts, was im Einflussbereich des einzelnen läge. Ich denke aber, der Kommentar bringt auch den einen oder anderen Euro ein, insofern müssen wir uns wohl keine Sorgen.

      Ich empfinde Ihre öffentliche Gehässigkeit hier als sehr unangenehm. Aber Sie werden Ihre Gründe haben, und sei es nur verletzte Eitelkeit. Fat shaming ist jedenfalls dümmlich und infantil. Am Ende sagen Ihre Beleidigungen jedoch mehr über Sie aus, als Sie möchten.

    • 13.03.2017 00:55, hamiota in+ius

      Okay, ich gebe mich geschlagen und gelobe Besserung:

      Die Diagnose "metabolisches Syndrom" kommt künftig in keinen meiner Arztbriefe, weil diese beiden bösen Worte "fat shamming" sind.

      Bereichern Sie doch bitte den Pschyrembel um einen weniger diskriminierenden Fachausdruck, den ich dann künftig am Schreibtisch meiner kargen Behausung im Krippenhof in Baden - Baden in mein Diktiergerät hauchen werde.

    • 13.03.2017 07:28, Fischer im+Recht

      Keine Angst!
      "Hamiota in ius" ist alles mögliche, aber kein Arzt.
      Er möchte nur gern lateinisch mit uns sprechen und uns sagen, dass sein wahres Selbst etwas nicht im, sondern ins Wasserrecht hinein tut.
      Auch sonst ist er extrem gebildet und verschönt seit Jahr und Tag das Forum zur Kolumne mit hämischem Kleingebäck, über dessen "Syndrom"-Charakter man nicht spekulieren muss. Manche Menschen freuen sich halt, wenn sie anderen heimlich etwas von ihrer exkrementellen Produktion an den Schuh schmieren können. Wahrscheinlich hat er sonst nicht viel Freude mit sich und dem Leben.
      TF

    • 13.03.2017 22:27, hamiota in+ius

      Der Satz mit der

      "exkrementellen Produktion an den Schuh schmieren"

      hat was ...

      ... insbesondere aus der glühenden Tastatur eines Zeitgenossen, der das Leben seiner Nachbarn mit den Hinterlassenschaften seines Mastiffs nicht nur olfaktorisch bereichert.

  • 12.03.2017 21:32, M.F.

    Viele Nachbarn haben wir gehabt.Nur einen unangenehmen. Wünsche Ihnen einen friedlichen Ruhestand.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2017 23:02, @M.F.

      Sie sind aber ein falscher Fuffziger, da Sie sich hier ausjammern. Sie verstecken sich hinter den vielen Nachbarn.

    • 13.03.2017 00:12, Liegekur

      Es klingt ja fast so, als messen sie seitdem stets und immer noch 37,7°.

  • 13.03.2017 09:36, StrahlenderSternvomBergPaektu

    Tja, so schlimm scheint die Krankheit des Bekanntesten Richters, der, um einen gebührenden Titel aus Fernost zu verwenden, die perfekte Verkörperung des Erscheinungsbildes ist, die ein Bekanntester Richter haben muss, nicht zu sein, wenn er sich bei LTO und ZEIT von früh bis spät täglich mit den Kommentaren auseinandersetzen kann und sich auf Diskussionen mit ehemaligen Nachbarinnen (?) wegen irgendwelcher Anno Tobak geführter Grenzstreitigkeiten einlässt.
    In der Tat fehlen Richterstellen am BGH für eine sorgfältige zehnäugige Beäugung aller Revisionen. Wenn einige der vorhandenen Richter sich weniger um ihre eitle mediale Selbstdarstellung als um das kümmern würden, wofür sie bezahlt werden, wäre vielleicht schon ein bisschen geholfen. Am Lesen und Denken sowie der Bildschirmarbeit scheint die Krankheit erkennbar nicht zu hindern, aber vielleicht findet sich ja demnächst Genaueres in den Verhinderungsvermerken bei den Entscheidungen des 2. Senats (ist wegen Krankheit zwar nicht am permanenten Online-Kommentieren, wohl aber am Mitentscheiden und Unterzeichnen verhindert).

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.03.2017 10:35, Fischer im+Recht

      HInter dieser Verlautbarung der steckt gewiss ein Kopf mit mindestens einem Prädikatsexamen. Anders wäre die grammatikalische Struktur des ersten Satzes ja gar nicht zu schaffen. Der Stil mit dem nachgeschobenen "Nicht zu sein" ist mir wohlvertraut und immer wieder eine Freude:
      Also etwa: "Der Richter legte, nachdem er die Akte, die er geöffnet, wenn auch nicht gelesen, sondern nur in sie hineingehört hatte, seine Gedanken über die Goldrichtigkeit des Urteils des Landgerichts , dessen Inhalt sich ihm nicht gänzlich erschlossen hatte, gleichwohl mit Beharrlichkeit, die, da sie über Jahre geübt war, auch vor stundenlangem Nichts nicht zurückschreckte, dar."
      Also immer schön alles der Reihe nach!
      Und dann noch diese unglaubliche Leichtigkeit des gutmütigen Humors!
      09.36 Uhr: Hoffentlich musste das nicht vom Dienstrechner aus geschrieben werden!
      tf

    • 13.03.2017 10:36, Metallkopf

      Da die bramarbasierende Ungefährheit, mit der im Artikel über den angeblichen Gesundheitszustand spekuliert, bzw. mit der Gerüchten über denselben Raum gegeben wird, offenbar dazu führt, dass hier als Fakt für bare Münze genommen wird, was eigentlich im tiefsten Nebel liegt; nämlich, wie es Herrn Richter am Bundesgerichtshof Thomas F. tatsächlich derzeit geht, sei Ihnen ins ansonsten offenbar zu schonend beschriftete Stammbuch folgendes geschrieben:

      Es geht weder Sie noch mich etwas an, ob ein Dritter - und sei er womöglich der Frühlingsfürst der Volksmusik, der Nabob von Bhandipur oder meinethalben auch BGH-Richter und Vorsitzender eines Strafsenats - an irgendwelchen Krankheiten oder Gebrechen leidet.

      Alles andere lesen Sie künftig in den überwiegend in Gelb gehaltenen, günstigen Zeitschriften, mit denen man im Supermarkt unmittelbar vor der Kasse gutes Geld in schlecht recherchierte Informationen tauschen kann.

  • 13.03.2017 11:17, StrahlenderSternvomBergPaektu

    @Fi+R
    Natürlich nicht vom Dienstrechner, ich habe mir gerade meine Anschluss-AU-Bescheinigung geholt und schreibe von meiner Dachterrasse aus, während mir die Sonne auf die Nase scheint und ich mich für meine nächste Kolumne inspirieren lasse.

    @Metallkopf
    Jawollja, zu Befehl Herr Oberkommentarwachtmeister! Werde künftig meine Gebrechensneugier zügeln und Zeitschriften wie befohlen kaufen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 16.03.2017 18:16, Fischer im+Recht

      Ach, gerade eben erst sehe ich, dass Sie doch tatsächlich noch einmal auf demselben sagenhaften Humor-Niveau nachlegen konnten!
      Jetzt sind wir natürlich schon sehr gespannt, auf/in/an/unter/bei welchem Qualitätsmedium Ihre "nächste Kolumne" wohl erscheinen mag.
      Beinahe noch mehr würde interessieren, wo man Ihre LETZTE Kolumne nachlesen kann!
      Ich will doch hoffen, dass Sie nicht etwa einräumen müssen, dass Sie weder jemals eine solche verfasst haben oder verfassen oder jemals von irgendeinem selbstmörderischen Medienunternehmen gefragt werden könnten, ob Sie willens und in der Lage dazu seien!
      Mein Ratschlag für diesen Fall: Enttäuschen Sie die Rechtsfreunde nicht! Wenn man einmal angefangen hat mit der Wichtigtuerei, sagt der Revisionsrichter, muss man das Ding durchziehen.
      Schreiben Sie also einfach: "Ich habe nun wahrlich etwas Wichtigeres zu tun!"
      Das glauben Ihnen dann alle.
      TF

  • 13.03.2017 11:22, Michael

    Mein Fazit bislang zu den Kommentaren hier:

    1.) es geht doch stark polarisierend zu.

    a.) Da ist die Gruppe der Heldenverehrer. Ja, Herr Fischer hat wohl bislang als
    Jurist einiges geleistet und ist offenbar ein schlauer Kopf. Indes: er ist trotzdem nicht der liebe Gott. Es gibt daher auch keinen Grund, völlig kritiklos mit ihm umzugehen und alles hochzujazzen, was er je gesagt oder gemacht hat.

    b.) Da ist die Gruppe der Rächer (offenbar Kollegen, Ex-Kollegen, Nachbarn etc.). Die wiederum verteufeln Herrn Fischer aus allerlei Gründen. Hörner auf dem Kopf hat bislang aber auch niemand bei ihm gesehen :).

    c.) Und da gibt es offenbar Thomas Fischer selbst (wenn er es hier wirklich ist). Ehrlich gesagt, die Selbstdarstellung vermittels seiner zahlreichen Aussagen legt aus meiner Sicht offen, dass er nicht gerade ein Philantrop oder ein selbstkritischer Charakter ist. Wahrhaft große Menschen (durfte ich schon kennen lernen) zeigen oft auch Demut und Bescheidenheit - trotz aller Erfolge, die sie hatten und haben. Das wiederum ist beim Thomas Fischer hier nicht wirklich erkennbar. Im Übrigen - dies kann man aus der Ferne schlecht abschließend beurteilen - habe auch ich mich gefragt, ob man bei den vielen Kommentaren inkl. Denkleistungen hier nicht auch alternativ an einem Urteil sitzen kann. Allerdings weiß ich schlicht nicht, ob er sich nicht vl. einfach ein Bein gebrochen und im Gips hat und vielleicht deshalb nicht zum BGH fahren kann. Vieles bleibt ohne klare Einlassung ein bloßes Stochern im Nebel, deswegen gilt erst mal die Unschuldsvermutung, auch für Herrn Fischer.

    2.) Es bleibt dabei: Herr Fischer hat eine ganz normale und legitime Entscheidung getroffen, etwas früher in Pension zu gehen. Ich wünsche ihm, dass er (ohne Groll) in dieser Zeit das tun kann, was ihm aus seiner Sicht einen schönen Lebensabend bereitet. Sei es, dass er mit den Enkelkindern spielt, im Park den Sonnenschein genießt oder doch noch ein paar Kolumnen schreibt (die ich unterhaltsam und kurzweilig finde). Es sei ihm gegönnt. Causa finita!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.03.2017 12:28, Werner Garbers

      Also, kritiklos ist diffamierend, weil hier unzutreffend.

      Polarisierend ist zutreffend,
      denn es geht darum, ob kritiklos die h.M. akzeptiert wird
      oder
      im Lichte der aktuelen Gesetze kritisch zu beleuchten ist,
      bevor sie Grundlage von Entscheidungen wird !

      Da ist kein "Kommt darauf an" möglich,
      da geht es um die Grundlage des Rechts !

      Es geht damit aber auch darum, ob die kritiklosen Jünger der h.M.
      im Amt bleiben dürfen oder ob sie sogar schwedische Gardinen erhalten,
      klar, das erregt die Betroffenen sehr.

    • 13.03.2017 19:10, @Werner:

      Entertaste. Früher bekannt als "Return". Im Deutschen auch Eingabetaste.

      Use it wisely.

      Ansonsten sieht
      das Ge-
      schriebene total scheis-
      se aus!

  • 13.03.2017 12:14, M. H. Bernds

    Ach Herr Fischer! Farbe im grauen Alltag, Licht im Dunkel, Witz und Ironie in einer selten Humorbefreiten Umgebung. Ick hab Sie einfach lieb. Danke für Sie & und nur das allerbeste. Was auch immer noch kommen möge. MHB

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 13.03.2017 12:38, Fischer im+Recht

    1) Ja, damit sollte man leben können.
    2) Dass allerletzte, was der Beschuldigte tun wird, ist, mit den Freunden des überraschenden Arztbesuchs mit anschließender stets maximal zweitägiger Rekonvaleszenz-Phase über die Symptomatiken der Angina Pectoris, des mobbing-induzierten Burnouts, des paradontitischen Syndroms oder des fortgeschrittenen Zerfalls der Lendenwirbelsäule zu diskutieren. Das sind jetzt aber - vorsorglich! - alles nur Beispiele, die die Fantasie der Pflichtbewussten Hochleistungsheld_innen anregen sollen.
    3) Die BPtK-Sudie 2015 meldet: Ein psychisch kranker Arbeitnehmer fehlte 2013 rund fünf Wochen pro Krankschreibungsfall (34,5 Tage). Dies ist deutlich länger als bei körperlichen Erkrankungen. Herz-Kreislauf-Kranke fehlten 21,3 Tage, Muskel-Skelett-Kranke 18,5 und Atemwegskranke 6,6 Tage.
    4) Über die ganze Wahrheit gibt die Presssestelle des Dienstherrn gewiss die zutreffende Auskunft.
    5) Außerdem habe ich LTO gestern auf Bitte der Chefredakteurin ein schriftliches Interview gegeben, über dessen Veröffentlichungsfähigkeit derzeit in der Redaktion leider noch beraten wird. Ich bin genau so gespannt wie Sie!
    6) Zur Bescheidenheit an sich und zur Demut derjenigen, die die Foren mit Appellen an die Bescheidenheit Dritter bereichern, will ich mich an dieser Stelle nicht äußern. Die Welt ist voll von bescheidenen Revisionsrichtern, bescheidenen Journalisten, bescheidenen Philosophen, bescheidenen Rechtspolitikern und ganz besonders von bescheidenen Kommentar-Verfassern. Bald schon, wenn der vorzeitig Pensionierte den ultimativen Schlüssel-Report schreiben wird, werden sie alle mit Klarnamen enttarnt! Und dann wird sich der Richter von der Klippe stürzen, die Bestsellerliste fest ans Herz gedrückt. Und alles wird sein wie zuvor.
    5) Das soll es jetzt hier aber auch gewesen sein. Ich muss jetzt gleich zum Arzt für Naturheilverfahren. Und das Forum zur Kolumne ist sowieso weitaus interessanter.
    TF

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.03.2017 13:24, Fischer im+Recht

      Schnell noch ein letzter Nachtrag!
      Die LTO - Chefredakteurin schrieb mir soeben:
      "Nach Durchsicht Ihrer Antworten muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir das Interview nicht veröffentlichen werden. Wir wollten Ihnen mit dem Interview eine Gelegenheit zur Stellungnahme geben; zu unserem Artikel, zu Ihrem vorzeitigen Ausscheiden und zu Rechtsfragen. Eine Stellungnahme können wir jedoch auch mit viel gutem Willen nicht entdecken, stattdessen finden wir bloß Abwertendes, ersichtlich nicht ernst Gemeintes und unsere Fragen werden nicht beantwortet."
      Tja, so geht das manchmal.
      Alles gut!
      TF


      ::

    • 13.03.2017 13:31, @TF

      Von Herzen (no pun intended): Gute Besserung.

    • 13.03.2017 14:34, GB

      Lieber Herr Fischer, dann veröffentlichen Sie doch die Antworten auf die LTO-Fragen. Würde mich interessieren...

    • 16.03.2017 17:17, Ein Bewunderer Ihrer Kunst

      Herr Fischer, ihr Schreibstil ist allererste Güte! Zum Ruhestand alles Gute! ;)

  • 16.03.2017 18:24, Zeitzeuge

    Jeden Tag gehen Menschen in den Ruhestand, auch vor der Zeit.
    Ein normaler Vorgang. Also tschüss.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 16.03.2017 20:55, Günther Bauer

    Pia Lorenz schreibt im Vorspann: "Nach nicht einmal vier Jahren auf diesem Posten geht Thomas Fischer Ende April vorzeitig in den Ruhestand."
    Komisch, dass kein Kommentar hier hierauf Bezug nimmt - außer Herr Fischer selber.
    TF hätte schon vorher in den Ruhestand gehen können - völlig legal und ohne Begründung.
    Und das mit dem "nach nicht einmal vier Jahren auf diesem Posten ..." ist an Unverschämtheit ja nicht zu überbieten.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 17.03.2017 13:35, McSchreck

    Ich hatte eigentlich gezweifelt, ob der Artikel lesenwert ist, die Überschrift enthält ja die entscheidende Information bereits. Das Klicken habe ich aber nicht bereut, die Leserkommentare sind ja überaus amüsant die Gründe, warum LTO ein Interview nicht veröffentlichen will, kann man nach den Kommentaren ebenfalls sehr gut nachvollziehen, ohne einen Satz des Interviews zu kennen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 23.03.2017 06:46, Fritz

      Schreibt die Zeit:

      "Man müsse – wenn hier schon von den Errungenschaften der Autobiografen die Rede sei – auch nach deren "Interesse, Mut, Rückgrat und Aufrichtigkeit" bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Doktorvätern fragen. Darüber aber erfahre der Leser "fast nichts". Offenbar sei eine "kritische Rückschau auf die Verantwortung des eigenen Fachs" kein Schwerpunkt dieser Juristengeneration gewesen. "

      Halt ich fuer grundfalsch. Und das trifft auch vielleicht den Kern der Sache. Das Recht ist nicht logisch, sondern geschichtlich. Ein logisches Recht fuehrt nur zu so einem Quatsch wie dem Hausfriedensbruch in der eigenen Wohnung, den es in dem Nordrheinwestphalen des Polizeifunktionaers gibt. Wenn wir etwas gegen Funktionaere tun wollen, muessen wir deshalb vielleicht etwas fuer eine Rechtspraxis tun, die sich ihrer Geschichtlichkeit bewusst ist. Und der Begrenzheit des eigenen Rechtes. Wir sind als Juristen, was die Weltgeltung des eigenen Rechts angeht, wie Pegida.

  • 17.03.2017 14:10, Zeitzeuge

    VRBGH und jede Woche Zeitkolumme und Honorarprofessur und Kommentator und ...+ normales Leben: Respekt

    PS: was auffällt ist, dass der 2.Strafsenat, soweit auf BGH Online veröffentlicht, kaum ein Urteil der Tatsacheninstanz ohne Einschränkung passieren lässt.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 17.03.2017 21:04, Günther Bauer

      Zu Ihrem PS:
      Kann und will ich nicht nachprüfen.
      Unterstellt, es sei so: Au weia für die Tatsachen-Instanz.
      Liegt es wirklich am 2. Senat?

      Aber mal ganz grundsätzlich, was mit Ihrem Beitrag jetzt nichts zu tun hat, vielmehr eine allgemeine Erklärung zu LTO:

      Ich hatte mich vor ca. einem Jahr hier eingeloggt, weil ich dachte, in einem interessanten Juristen-Forum zu landen.
      Ich bin enttäuscht!
      Da hatte ja jede "Fachschafts"-Diskussion an der Uni, jede "Übung zum Großen XYZ-Schein" ein höheres Niveau - von Einzelfällen mal abgesehen.

      Mit anderen Worten: Ich bin hoch enttäuscht.

      Und dass Herr Fischer sich HIER auch noch höchstpersönlich äußert:
      Nehmen Sie (LTO) das als (unverdientes) Kompliment.
      ICH hätte Sie (LTO) an seiner Stelle möglicherweise schlicht ignoriert.
      Bevor mir jetzt der Eine oder Andere "Hybris" vorwirft:
      Meine Enttäuschung ist nun mal echt, und die ist - klar - subjektiv.
      Dennoch!

  • 17.03.2017 14:12, Mann

    Mann o Mann

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 19.03.2017 14:03, Man o to

    Ein wirklich kurzer und überraschend voreingenommener, bewertender Artikel. Das muss man erstmal schaffen! LTO ist zunehmend ein sehr sehr zweifelhaftes Medium geworden. Schade! Fing mal gut an.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 23.03.2017 04:13, Fritz

    "Wahlfeststellung zwischen Diebstahl und Hehlerei", das sag ich doch. Alles Plemplem, das Ding heisst furtum, aus dem Recht der Roemer und der Neger, auch die Affen koennen es, nur nicht die Richter am BGH.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 23.04.2017 10:02, Auf einen " Kaffee to go" Herr Fischer ....

    Triffst sich dieser Herr Fischer auch mit Menschen aus der unteren "Klasse"?
    Hier hätte eine Frau aus dem "Volk" um die 50 Jahre Redebedarf auf einen "Kaffee to Go" .....Herr Fischer wie sieht es bei Ihnen aus?

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