OLG Köln zu Soraya-Millionen: Chauf­feur des Bru­ders erbt Nach­lass der per­si­schen Kai­serin

23.02.2016

Das OLG Köln hat den Streit um das Millionen-Erbe der einstigen persischen Kaiserin Soraya entschieden. Die Richter halten eine Notiz des Bruders, die er wenige Stunden vor seinem Tod angefertigt hatte, für ein wirksames Testament.

 

Der jahrelange Streit um das Millionen-Erbe der einstigen persischen Kaiserin Soraya ist fast 15 Jahre nach ihrem Tod abschließend geklärt. Der Nachlass steht nun dem früherem Chauffeur und Privatsekretär von Sorayas Bruder als Alleinerben zu, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Köln (Beschl. v. 22.02.2016, Az. 2 Wx 12/16 u.a.).

Prinzessin Soraya Esfandiary Bakthiary war am 25. Oktober 2001 in Paris verstorben. Alleinerbe war ihr Bruder Fürst Bijan Esfandiary, der nie geheiratet hatte. Dieser überlebte seine Schwester aber nur um wenige Tage und verstarb am 02. November 2001. Die Kölner Richter hatten zu entscheiden, ob ein auf den 01. November 2001, 23:15 Uhr, datiertes Papier als wirksames Testament zu Gunsten seines Privatsekretärs zu bewerten ist.

Bei dem kurzen Text, der in einem Notizbuch des Verstorbenen enthalten war, handele es sich nicht nur um einen Entwurf, sondern um ein rechtlich verbindliches, mit Testierwillen verfasstes Dokument, was auch tatsächlich vom Verstorbenen stamme. Unter anderem aus der Wortwahl sowie aus dem Umstand, dass der Text eigenhändig unterschrieben worden sei, ergebe sich, dass der Erblasser nicht nur etwas notieren, sondern eine verbindliche Erklärung abgeben wollte. Vermerke in einem privaten Notizbuch würden nämlich üblicherweise gerade nicht mit einer Unterschrift versehen. Dies gelte gerade vor dem Hintergrund, dass der Erblasser sonst grundsätzlich nicht selbst geschrieben, sondern sich für seinen Schriftverkehr dritter Personen bedient habe, befand das OLG.

Letzter Wohnsitz des Bruders war in Köln

Als 18-Jährige mit deutsch-persischen Wurzeln hatte Soraya in den 1950er Jahren den damaligen Schah Mohammed Reza Pahlavi geheiratet. Sie wurde weltweit als "Märchenkaiserin" berühmt. Doch schon nach einigen Jahren verstieß er die junge Frau , die kinderlose Ehe wurde geschieden. Soraya bekam viele Millionen und eine Leibrente. Sie starb im Oktober 2001 einsam in Paris. Die Ex-Kaiserin hatte kurz vor ihrem Tod die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen und liegt in München begraben.

Um einen Teil des Erbes hatten der Ex-Chauffeur und Privatsekretär von Sorayas Bruder, Hassan F., auf der einen Seite und mehrere andere Verwandte der Ex-Kaiserin auf der anderen Seite gestritten. Ein zweites Verfahren war 2014 ebenfalls in Köln abgeschlossen worden. Drei gemeinnützigen Organisationen in Frankreich waren rund 4,5 Millionen Euro aus dem Soraya-Erbe zugesprochen worden.

Die Kölner Gerichte waren für das Verfahren zuständig, weil der verstorbene Bruder seinen letzten Wohnsitz in Köln hatte. Das nun zum Abschluss gekommene Verfahren über die Erteilung eines Erbscheins war außerordentlich aufwändig. Die Gerichtsakte umfasst rund 30 Bände. Allein die Hauptakte enthält über 4.500 Blatt. Im Laufe des Verfahrens mussten zahlreiche Sachverständigengutachten eingeholt werden, wie z.B. Schriftgutachten und medizinische Gutachten zur Frage der Testierfähigkeit. Außerdem waren Ermittlungen im Ausland erforderlich.

dpa/acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

OLG Köln zu Soraya-Millionen: Chauffeur des Bruders erbt Nachlass der persischen Kaiserin. In: Legal Tribune Online, 23.02.2016, http://www.lto.de/persistent/a_id/18558/ (abgerufen am: 01.07.2016)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 28.02.2016 01:25, S. C.

    Das Urteil des Oberlandesgericht Köln vom 22.02.2016, Aktenzeichen Az 2 Wx 12/16 ist nach meiner Meinung nicht rechtskräftig. Denn ich bin die leibliche Tochter von Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary und Franco Indovina. Und damit nach Paragraph 1924 Absatz 2 BGB bin ich Erbin erster Ordnung! Und damit ist das Testament meines Onkels Bijan Esfandiary Bakhtiary nicht rechtskräftig, nicht gültig.
    Seit 2004 habe Ich und mein Anwalt Widersprüche eingelegt, warum wurde ich nicht eingeladen, warum werde ich vor der Öffentlichkeit geheimgehalten!?! Alle anderen Erbanspruchsteller wurden eingeladen und in der Presse genannt. Warum hat das Kölner Gericht mein Namen geheimgehalten!?! Ich bin die leibliche Tochter von Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary und habe damit Anspruch auf ihr Erbe.
    Auch zu dem Urteil des Oberlandesgericht Köln vom 22.02.2016, Urteil über die Erbangelegenheit meiner Mutter Soraya habe ich schriftlich und per E-Mail Widerspruch eingelegt, am 24.02.2016. Ich erwarte vom Oberlandesgericht Köln vorgeladen zu werden. Dies ist mein Recht!!! Oder sind die deutschen Gesetze nicht mehr gültig!?! Meine Staatsangehörigkeit ist deutsch. Zur einer Anhörung und zu einem DNA Test bin ich jederzeit bereit.
    Mein Aufenthaltsort ist in Niedersachsen.

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    • 28.02.2016 01:43, S. C.

      Warum will mir die Presse nicht helfen!?! Ich habe sehr oft Kontakt aufgenommen. Oder dürfen die mir nicht helfen???
      Ich habe sogar eine Tonaufzeichnung von einem Gespräch zwischen mir und einer Journalistin (dauert ca.37 min.).
      Welche Macht hat Angst vor der Wahrheit!?!

  • 17.04.2016 21:46, S. C. (Wohnort in Niedersachsen)

    Ist das die Gerechtigkeit!?!

    Die ganze Welt schläft und ich muss in Angst leben! Weil man mich, die ihren Weg in Akte Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary, meine Mutter & Bijan Esfandiary Bakhtiary, mein Onkel, nicht aufgibt, versucht man jetzt mich durch meine Familie, in der ich groß geworden bin einzuschüchtern. In dem man sie in Gefahr bringt, durch eine Vergiftung. Auch dadurch lasse ich mich nicht von meinem Weg abbringen!
    Ich lebe in Deutschland und in Deutschland existieren Gesetze und ich bestehe auf mein Recht!!!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 29.04.2016 00:25, S. C. ( Wohnort Niedersachsen)

    Heute habe ich ein Beschluss des Oberlandesgerichts Köln bekommen.

    Auch gegen diesen Beschluss werde ich rechtlich vorgehen! Da ich noch nicht einmal vorgeladen wurde bzw. ein DNA TEST WURDE!!!

    Warum werde ich nicht vom Gericht vorgeladen??? Nach deutschem Recht habe ich ein Rechtsanspruch darauf vorgeladen werden, zur Feststellung meiner Identität!!!

    Ich werde mich nicht von meinem Weg abbringen lassen!

    Meine Frage an die Welt; Schläft die ganze Presse!?!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 01.05.2016 01:02, S. Ç. ( Niedersachsen)

    Ich habe am 30.04.2016 ein schreiben vom Oberlandesgericht Köln bekommen. Ein Verfahren über die Rüge wegen Verletzung des Anspruches auf rechtl. Gehör. Ich soll an das deswegen einen bestimmten Betrag überweisen.
    Meine Frage ist; Ich habe Widerspruch eingelegt und wurde nicht vorgeladen und angehört, ich habe ein RECHT darauf !!'

    Warum werde ich als widersprechende nicht vorgeladen und alle 16 Personen die mit meiner Mutter Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary und mit mein Onkel Bijan Esfandiary Bakhtiary verwandt sind, wurden alle vorgeladen. Warum nicht ich als ihre leibliche Tochter von Prinzrssin Soraya Esfandiary Bakhtiary!?! Ich stelle mir die Frage wovor hat das Oberlandesgericht Köln Angst !?!

    Bei allen schreiben an das Gericht in Köln habe ich angeboten das ich jederzeit zu einer Anhörung und einem DNA TEST bereit bin !

    Wo habe ich das Oberlandesgericht Köln verletzt auf Anhörung, ich wurde ja garnicht eingeladen !!!

    Ich werde mein Weg weitergehen und auch die Rüge anfechten!

    Denn eine echte Bakhtiary hat mut und Ausdauer zu beweisen und ich als eine echte Bakhtiary habe Ausdauer und Mut !!!

    UND KEINE MACHT KANN AUF DIESER WELT KANN MICH VON MEINEM WEG ABBRINGEN !!!

    ICH WİLL NUR GERECHTIGKEIT UND NACH DEN DEUTSCHEN GESETZEN HABE ICH EIN ANSPRUCH DARAUF !!!

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  • 11.05.2016 00:37, S. Ç. ( Niedersachsen )

    Sehr geehrter Damen und Herren!

    Am 28.04.2016 habe ich vom Oberlandesgericht Köln ein Verfahren über die Rüge wegen Verletzung des Anspruches auf rechtl. Gehör bekommen.

    Ich bin die leibliche Tochter von Prinzessin Soraya Esfandiary Bakhtiary, geboren am 23.06.1972 in Florenz Italien. Bijan Esfandiary Bakhtiary ist mein leiblicher Onkel.
    Nach "Paragraph 1924 BGB" bin ich Erbin erster Ordnung.
    Nach "Paragraph 159 des Familiengesetzes" habe ich das Recht, persönlich angehört zu werden!

    Warum werde ich nicht persönlich vorgeladen!?!

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