OLG Koblenz
Arzt muss nicht ungefragt OP-Erfolgsquote nennen
23.01.2012
Danach ist der Arzt in der Regel nur verpflichtet, über die Risiken des jeweiligen Eingriffs aufklären (Beschl. v. 29.09.2011, Az. 5 U 370/11).
Mit ihrem Beschluss gaben die Richter des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz einem Mediziner Recht, der nach einer missglückten Operation von einem Patienten verklagt worden war. Der Patient hatte dem Arzt unter anderem vorgehalten, er habe ihn nicht hinreichend aufgeklärt und die hohe Misserfolgsquote von 70 Prozent verschwiegen.
Das OLG kam jedoch nicht zu dem Schluss, dass der Arzt seine Pflichten verletzt hat. Bei einer Operation könne ein Erfolg nicht dauerhaft garantiert werden, befanden die Richter. Außerdem sei der dauerhafte Erfolg von vielen Umständen abhängig, auf die ein Arzt keinen Einfluss habe. Daher gehe eine solche generelle Aufklärungspflicht viel zu weit, heißt es in dem Beschluss.
dpa/age/LTO-Redaktion
Mehr auf LTO.de:
Gefährliche Billig-Brustimplantate: Wer zahlt für die tickenden Zeitbomben?
VG Düsseldorf: NRW-Gesundheitsministerin darf weiter vor E-Zigaretten warnen
Zitiervorschlag
, OLG Koblenz: Arzt muss nicht ungefragt OP-Erfolgsquote nennen. In: Legal Tribune ONLINE, 23.01.2012, http://www.lto.de/persistant/a_id/5370/ (abgerufen am 24.05.2012)
Infos zum ZitiervorschlagRechtsgebiete
TopJOBS der Woche
Neueste Stellenangebote
Meistgelesene Artikel
Auch vor dem Kadi vorläufig gesiegtDFB-Sportgericht bestätigt Fortuna-Aufstieg
Zur Geschichte von § 175 StGBSpäte Wiedergutmachung für Schwule
Norbert Röttgens EntlassungWie die Kanzlerin sich eines Ministers entledigt
Geplante Verschärfung der VerbandsgeldbußeDeutschlands nächster Schritt zu einem Unternehmensstrafrecht?
Verfassungsrichterin Monika Hermanns im..."Mutwillensgebühr ist beste Alternative"
Veranstaltungen und Seminare
25.05.2012, MainzMainz Media Forum
11.06.2012 - 13.06.2012, BerlinSummer Academy State Aid
12.06.2012 - 13.06.2012, BrüsselEnforcement of EU-Animal Welfare Legislation
14.06.2012 - 16.06.2012, MünchenDeutscher Anwaltstag 2012
18.06.2012, Mainz12. Mainzer Mediengespräch
Ihre Meinung
Hells Angels und Co. im Visier der LänderSollten Rockerclubs mit kriminellen Mitgliedern generell verboten werden?
Ein Vereinsverbot wäre dann angemessen.
Andere Vereine mit kriminellen Mitgliedern werden auch nicht verboten.
Dazu habe ich keine Meinung.
Artikel der Woche
Auch vor dem Kadi vorläufig gesiegt
DFB-Sportgericht bestätigt Fortuna-Aufstieg
Fortuna Düsseldorf steigt in die Bundesliga auf, Hertha BSC Berlin muss den Gang in Liga 2 antreten. Was auf dem Fußballplatz bereits vergangenen Dienstag entschieden wurde, hat am Montag auch das DFB-Sportgericht in Frankfurt bestätigt. Obwohl Hertha in Berufung gehen will, wohl eher eine endgültige Entscheidung – auch wenn sie einen Aspekt nicht berücksichtigt, kommentiert Johannes Arnhold.
mehr






Kommentare
Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel
Kommentieren