LG Offenburg zu Promi-News: Joa­chim Löw siegt im Streit um Gegen­dar­stel­lung

21.07.2017

Das LG Offenburg hat entschieden, dass der Burda-Verlag eine Gegendarstellung zu den vorherigen Berichten über das Liebesleben von Bundestrainer Joachim Löw abdrucken muss. Das Medienhaus hatte geschrieben, Löw führe eine neue Beziehung.

 

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw (57) hat im Streit um einen Medienbericht einen Erfolg erzielt. Das Landgericht (LG) Offenburg entschied am Freitag zugunsten Löws und verurteilte den Burda-Verlag zum Abdruck einer Gegendarstellung, wie ein Justizsprecher sagte (Urt. v. 21.07.2017, Az. 3 0 143/17).

Die bei Burda erscheinende Illustrierte Freizeit Revue hatte nach Angaben des Gerichts in einer Titelgeschichte Anfang Mai mit der Schlagzeile "Neues Glück! ...Alles über ihre Beziehung" über Löw und die Schauspielerin Dennenesch Zoudé berichtet. Löw bestreitet eine Beziehung zu Zoudé. Von dem Gericht in Offenburg hatte Löw im Zuge einer einstweiligen Anordnung bereits Ende Mai Recht bekommen, Burda hatte gegen diese Entscheidung jedoch Widerspruch eingelegt.

Der Verlag argumentierte, Löw und Zoudé würden sich nachweislich kennen. Deshalb stünden sie in einer Beziehung zueinander. Dies hieße nicht automatisch, dass sie auch ein Paar seien. Nach  allgemeinem  Verständnis   beschreibe   dieser   Begriff   nicht   nur   "sexuell-intime Beziehungen" oder  Partnerschaften  im  Sinne  einer  Liaison,  sondern  auch  freundschaftliche Beziehungen.

Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht: Das Blatt muss nun wie beantragt eine Gegendarstellung  auf der Titelseite abdrucken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es ist Berufung möglich vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe.

dpa/acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

LG Offenburg zu Promi-News: Joachim Löw siegt im Streit um Gegendarstellung. In: Legal Tribune Online, 21.07.2017, http://www.lto.de/persistent/a_id/23559/ (abgerufen am: 22.08.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 21.07.2017 20:10, Vinzent

    "Der Verlag argumentierte, Löw und Zoudé würden sich nachweislich kennen. Deshalb stünden sie in einer Beziehung zueinander. Dies hieße nicht automatisch, dass sie auch ein Paar seien. Nach allgemeinem Verständnis beschreibe dieser Begriff nicht nur "sexuell-intime Beziehungen" oder Partnerschaften im Sinne einer Liaison, sondern auch freundschaftliche Beziehungen." Selten so eine schlechte Argumentation gelesen.

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  • 22.07.2017 08:04, M.D.

    Irgendwelchen Blödsinn muss der Anwalt vortragen, denn er wird dafür bezahlt - vermutlich auf Basis einer Honorarvereinbarung. In einem Zeitalter, in dem jede vormals eindeutige Wortbedeutung für auslegungsfähig erklärt wird, verwundert das auch nicht.

    Es verwundert jedoch, dass Herr Löw so vehement gegen die Veröffentlichung seiner Damenbekanntschaften ins Feld zieht.

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    • 25.07.2017 18:49, Heinrich V.

      Mich würde es nicht wundern, wenn es sich bei dem Herrn Löw um einen Homosexuellen handeln würde. Auch wenn ich persönlich nichts von Homosexuellen und Fussball halte, würde ich mich freuen, wenn mal jemand mit seinem Bekanntheitsgrad den Mut hätte sich zu outen. In den letzten Jahren sind mir vermehrt homosexuelle juristen begegnet. Und ich muss gestehen, dass sie sich wie normale Menschen verhalten haben. Keiner wollte mir an die Wäsche oder ähnliches. Nur Mut Herr Löw!

      Mit freundlichen Grüßen

      RA Heinrich V

  • 27.07.2017 22:29, BS

    Klaus, wo bist Du? Heinrich V. wäre
    Doch jetzt genau Dein Fall....

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