LG Augsburg zu Kündigung: Rassistische Beleidigung des Nachbarn unzumutbar

25.07.2014

Ein Mietvertrag kann durch den Vermieter fristlos gekündigt werden, wenn der Mieter seinen Nachbarn mit fremdenfeindlichen Schimpftiraden beleidigt. Das LG bestätigte kürzlich die erstinztanzliche Entscheidung. Die rausgeworfene Mieterin hatte allerdings auch die Tür ihres Gegenübers beschädigt.

 

Das Landgericht (LG) Augsburg hat die Berufung einer fristlos gekündigten Mieterin zurückgewiesen. Das Gericht hatte keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der ausgesprochenen Kündigung. Die Entscheidung sei auch rechtskräftig, so das Gericht am Freitag (Beschl. v. 07.07.2014, Az. 72 S 580/14).

Die klagende Mieterin bewohnte ein Mehrfamilienhaus und hatte dort einen ausländischen Nachbarn, den sie eines Tages auf so üble fremdenfeindliche Weise beschimpft hatte, dass die Vermieterin das Mietverhältnis einseitig beendete. Hinzu kam, dass die Mieterin auch eine Glastür des Nachbarn beschädigt hatte. Alles in allem sei die Kündigung deshalb angemessen, urteilte dann das Amtsgericht (AG) Augsburg zu Beginn des Jahres (Urt. v. 09.01.2014, Az. 22c 34 29/13). Dies bestätigte nun auch das LG.

una/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

LG Augsburg zu Kündigung: Rassistische Beleidigung des Nachbarn unzumutbar. In: Legal Tribune Online, 25.07.2014, http://www.lto.de/persistent/a_id/12688/ (abgerufen am: 09.12.2016)

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Kommentare
  • 25.07.2014 21:21, Michael Görgner

    Mich würde mal interessieren, ob es auch in einem umgekehrten Fall zu einer Kündigung gekommen wär.
    Auf Beleidigungen ausländischer Mitbürger gegenüber deutschen Nachbarn oder Mitbürgern wird erfahrungsgemäß "sehr behutsam" geurteilt

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    • 17.09.2014 01:59, Inge Laukenmann

      wenn Deutsche Ausländer beleidigen bedarf es nur einer fristlosen Kündigung aber beleidigen Ausländer Deutsche als Nazi heißt es man gibt nur die politische Gesinnung weiter, höchsten bedarf einer fristgerechten Kündigung. Was mich wundert gerade Migranten aus Osteuropäer sind Deutsche aber bei Kritik der anderen Nationalität berufen diese sich auf dessen wenn ein Deutscher Kritik übt .
      Es gibt Fälle da werden die Deutschen regelrecht verunglimpft und weigern sich aufgrund dessen wegen Beleidigung einer Veranstaltung fernzubleiben , geben den Grund an Beleidung meines Verlobten als Russenhasser, Nazi dieses dann so ausgelegt wurde sie wolle nicht mit Russen zusammenarbeiten die fristlose Kündigung erhielt . In dieser Firma wurden in der Regel die Deutschen nur herausgemobbt weil man keine Deutsche in der Abteilung will und verhaltensbedingte Kündigungen wegen Arbeitsverweigerung ( mangelnder Kenntnis über die Arbeitsanweisung ) oder Rassismus häufig vorkommen.

      Die Deutschen werden dort ständig verbal verunglimpft , Worte im Mund herumgedreht und gegen die verwendet .

      Es ist echt ratsam sehr vorsichtig bei der Wortwahl zu sein , denn Aussage komm wir müssen heute noch fertig werden wird schon als Diskriminierung oder kommt man aus versehen an die Person zu nahe das man beim Arbeiten dasteht und draufrumpelt als sexuelle Belästigung ausgelegt wird.

      In Deutschland so wie es aussieht darf der Deutsche kann Nationalstolz haben.

  • 25.07.2014 21:49, Samenbank

    erfahrungsgemäß =
    ich habe keinerlei Belege oder Nachforschungen angestellt
    und auch keine Ahnung wovon ich rede

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    • 25.07.2014 23:04, dieter wendel

      .... quod erat demonstrandum, da haben Sie gleich noch eine Erfahrung, Herr Görgner ;-)

    • 26.07.2014 20:32, Michael Görgner

      Die Kommentare und Berichte der hiesigen Medien gleichen wie ein Ei das andere - darum bin ich auch nicht mehr verwundert, daß es zwischen der TAZ, der BILD und der Prantl-Prawda(SZ) keine Unterschiede mehr gibt.
      Würde allerdings noch dazu passen, daß die Mieterin bereits über 80 Jahre ist, sich bisher noch nie was zu schulden kommen ließ und nur der politischen Korrektheit weichen mußte

    • 28.07.2014 09:18, Bigotterie

      Ja, Herr Görgner, auch ich bin dafür dass weiße, deutsche Männer wie Sie endlich Minderheitenschutz genießen. Ein Rat: werden Sie Kabarettist, dann müssen Sie nicht politisch korrekt sein! Nur leider wird Ihr Material keiner hören wollen...

    • 29.07.2014 01:12, Michael Görgner

      @Bigotterie

      Sie sollten sich auf das Thema konzentrieren und kein wirres zusammenhangloses Geschwätz von sich geben.
      Zur Erinnerung: Es geht um eine Mieterin

  • 26.07.2014 05:51, Doris

    "Die rausgeworfene Mieterin hatte allerdings auch die Tür seines Gegenübers beschädigt."
    Die Mieterin ist (grammatisch) feminin, daher muss es heissen "ihres Gegenübers" und nicht "seines".
    Gruss,
    D.

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    • 09.08.2014 11:12, aha aha

      Kein Komma nach der Grußzeile. Daher muss es
      "Gruß
      D."
      heißen.
      Gruß
      M

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