Donnerstag, 30.10.2014

OLG Koblenz zum allgemeinen LebensrisikoHotelgast haftet bei Sturz in der Dusche

21.03.2012

Ein Hotelgast ist in der Regel selbst schuld, wenn er in der Dusche ausrutscht. Darauf hat das OLG in einem am Mittwoch bekanntgewordenen Urteil hingewiesen. Darin heißt es, jeder Gast müsse selbst wissen, dass es im Bereich der Dusche rutschig sein könne. Besonders achtsam müsse man sein, wenn Haltevorrichtungen fehlten.

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) ist die Klägerin Opfer des allgemeinen Lebensrisikos und ihrer eigenen Unachtsamkeit geworden. Jeder Hotelgast wisse, dass der Fliesenboden feucht sei, wenn die Dusche benutzt wurde. Daher müsse man beim Verlassen der Duschkabine besonders vorsichtig sein (Urt. v. 07.09.2011, Az. 1 U 243/11).

Die Klägerin war beim Verlassen der Dusche gestürzt und hatte dem Hotelier deshalb vorgeworfen, er habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. Der Unfall hätte mit Sicherheit vermieden werden können, wenn sich die Frau an der Kabinenwand abgestützt und besonders langsam vorangetastet hätte, so die Richter.

dpa/tko/LTO-Redaktion

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OLG Koblenz zum allgemeinen Lebensrisiko: Hotelgast haftet bei Sturz in der Dusche. In: Legal Tribune ONLINE, 21.03.2012, http://www.lto.de/persistent/a_id/5833/ (abgerufen am 30.10.2014)

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Kommentare

26.08.2012 21:33
Da kann der Hotelier aber froh sein nicht sein Hotel nicht in den USA steht. Hier ist eine kuriose Liste von Rutschunfällen und den Ausgleichszahlungen: Rutschunfälle als Fokus von Anwaltskanzleien http://www.grip-antislip.com/referenzen/rutsch-urteile-stuerze.html
K. Schnitzler Auf diesen Kommentar antworten
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