Antibiotika in der TiermastArzneimitteländerungsgesetz muss in den Vermittlungsausschuss

22.03.2013

Das 16. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes, das den Einsatz von Antibiotika bei der Tierhaltung vermindern und für gesunde Lebensmittel sorgen soll, wird in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Dies entschied der Bundesrat am Freitag.

Ziel sei es, den sorgfältigen und verantwortungsbewussten Umgang mit Antibiotika noch weiter zu fördern und die Tiergesundheit nachhaltig zu verbessern. Hierzu unterbreiten die Länder insgesamt elf Verbesserungsvorschläge, die sie im Vermittlungsverfahren durchsetzen wollen.

Das Gesetz erlaubt den Einsatz von Antibiotika-Medikamenten in der Tiermast zukünftig nur noch, wenn er aus therapeutischer Sicht unbedingt erforderlich ist. Notwendige Kontrollen sollen verschärft werden. Zudem ist eine bundesweite Datenbank zur Überwachung der Antibiotikavergabe geplant.

tko/LTO-Redaktion

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Antibiotika in der Tiermast: Arzneimitteländerungsgesetz muss in den Vermittlungsausschuss. In: Legal Tribune ONLINE, 22.03.2013, http://www.lto.de/persistent/a_id/8399/ (abgerufen am 21.10.2014)

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Kommentare

23.03.2013 10:03
http://www.amazon.de/Antibiotika-bei-Tieren-ebook/dp/B00BUBCLCS

Das Gesetz verspricht in dieser Fassung keinen großen Erfolg.Es ist vorgesehen, dass sich der Landwirt, der statistisch bei der Antibiotikaanwendung auffällt, sich unverbindlich mit dem Tierarzt, der Ihm die Antibiotika vor Monaten verkauft hat, über eine Antibiotikaminimierung unterhalten muss.Die Frage ist, warum der betreuuende Tierarzt nicht schon beim Verkauf der Medikamente auf eine Antibiotikaminimierung hingewiesen hat. Weiß er nach Berechnung der statistischen Kennzahl mehr?
Auch bei der Berechnung des Parameters der Therapiehäufigkeit gibt es große Mängel. So muss der Tierarzt dem Landwirt mitteilen, wie lange der therapeutische Wirkstoffspiegel eines Antibiotikas andauert.Diese Information hat er selber nicht. Auf den Produktinformationen ist sie auch nicht gegeben. Übrigens ist der therapeutische Wirkstoffspiegel für für jeden Erreger einzeln zu bestimmen. Beim Algoithmus Berechnung der Bestandsgröße während eines Jahres, der im Bundesanzeiger veröffentlicht ist, gibt es einen großen Fehler. Es ist die Möglichkeit nicht einbezogen, dass es an einem Tag Zugänge und Abgänge geben kann.
Ich habe den Weg zu diesem Gesetz und die Diskussionen in einem E-Book zusammengefasst.
http://www.amazon.de/Antibiotika-bei-Tieren-ebook/dp/B00BUBCLCS
http://www.anti-biotika.de/bei-tieren/
Erich Leitgeb Auf diesen Kommentar antworten

25.03.2013 12:36
Das Problem ist doch: Die Viecher werden bis zum Rand mit Antibiotika vollgepumpt, um sie am Leben zu erhalten, denn ansonsten würden sie in ihren Lebensbedingungen rasch krepieren, weil sie den ganzen Tag in ihren eigenen Exkrementen stehen, offene, entzündete Wunden und einen massiven psychischen Knaks haben. Wer einmal so eine Anlage gesehen hat, wird nie wieder industriell angefertigtes Fleisch essen. Und die dort zuständigen Tierärzte wissen das; es schert sie nicht, sie machen guten Reibach mit der Dauermedikamentierung. Der Gesetzgeber ist ein zahnloser Tiger weil er es sein will. Nahezu alle Gesetzesrefomen in diesem Bereich waren bislang Aktionismus und Populismus, enen wirklichen Willen zur Veränderung gibt es nicht.
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