Beeinflussung von Gutachtern: "Die Strukturen sind teilweise regelrecht mafiös"

Gutachter gelten als die heimlichen Herren des Gerichtsverfahrens. Ihre Befunde sollten deshalb sachlich und unparteiisch ausfallen. Daran weckt eine Studie nun Zweifel: Viele Gutachter seien von den Aufträgen der Gerichte wirtschaftlich abhängig – und jeder Vierte erhalte gelegentlich Signale, welches Ergebnis gewünscht ist. Höchste Zeit für Reformen, meint die Medizinerin Ursula Gresser.

 

LTO: Frau Professorin Gresser, die Studie über das Gutachterwesen ist die Dissertation Ihres Doktoranden Benedikt Jordan. Inzwischen berichten zahlreiche große Medien darüber. Hatten Sie eine solche Resonanz erwartet?

Gresser: Die Resonanz war für uns nicht das Thema, uns ging es um die Ergebnisse – und die hatten wir so tatsächlich nicht erwartet. Jetzt ist uns wichtig, dass darüber diskutiert wird, und deshalb freuen wir uns über das mediale Interesse. Wie die Arbeit der Gutachter so aussieht, ist ja hochgradig relevant, auch vor dem Hintergrund von Verfahren wie denen von Gustl Mollath, Horst Arnold, Ulvi Kulac oder Jörg Kachelmann. Es gibt zum Gutachterwesen und insbesondere zur Frage der gutachterlichen Unabhängigkeit seit Jahrzehnten keine wissenschaftlichen Untersuchungen, wir mussten also Pionierarbeit leisten. Das fing schon damit an, welche Fragen wir in welcher Form in den Fragebogen aufnehmen.

LTO: Wie haben die befragten Gutachter reagiert?

Gresser: Es haben überraschend viele an der Befragung mitgewirkt. Wir haben 583 medizinische und psychologische Gutachter in Bayern ausfindig gemacht, von den 583 von Herrn Jordan versandten Briefen waren 548 zustellbar. Wir hatten auf eine Antwort- und Rücklaufquote von 10 Prozent gehofft - tatsächlich wurden es 46 Prozent. Dies ist für so eine Umfrage außerordentlich hoch und zeigt deutlich, dass das Thema den angeschriebenen Gutachtern wichtig ist, ihnen wohl auf den Nägeln brennt.

"Bei Psychologen und Psychiatern ist die Tendenzgefahr am größten"

LTO: Was wollten Sie denn von den Gutachtern wissen?

Prof. Dr. Ursula GresserGresser: Unser Fragebogen war sehr breit angelegt, wir wollten zum Beispiel wissen, wie alt die Gutachter sind, wie lange sie durchschnittlich für die Erstellung ihrer Gutachten brauchen, welchen Anteil ihres Einkommens sie aus Gutachten erzielen, wie umfangreich sie sich mit etwaigen Pannen in Begutachtungsverfahren befassen und vieles mehr. Dass eine nennenswerte Zahl der befragten Gutachter angeben, dass sie schon einmal von einem Gericht ein Tendenzsignal erhalten haben, hatten wir nicht erwartet. Wenn  überhaupt, dann 1 oder 2 Einzelne, aber nicht 25 Prozent.

Dabei gab es erhebliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen. So bekamen die Human- oder Zahnmediziner selten Tendenzen signalisiert. Bei den psychiatrischen Gutachtern hingegen haben 28 Prozent angegeben, dass ihnen schon einmal oder öfter von einem Gericht eine Tendenz für das Gutachten signalisiert wurde, bei den Psychologen sind es 45 Prozent – von diesen 45 Prozent der Psychologen gaben wiederum 61,1 Prozent an, über die Hälfte ihrer Einnahmen aus Gutachten zu erzielen. Die Zahl derer, die aus dem Kollegenkreis schon einmal von Tendenzsignalen gehört haben, liegt bei den Psychiatern sogar bei 34 Prozent, bei den Psychologen bei 57,5 Prozent. Und diese Zahlen betreffen nur Gutachten, die von einem Gericht in Auftrag gegeben wurden.

LTO: Wie erklären Sie sich den Unterschied zwischen den Berufsgruppen?

Gresser: Die Beurteilung der Persönlichkeit, um die es in psychologischen und psychiatrischen Gutachten ja im Kern geht, ist viel weniger wissenschaftlich belegt, als zum Beispiel die Diagnostik eines organisch fassbaren Leidens. Ein Knochen ist entweder gebrochen, oder er ist es nicht, aber ob jemand eine die Entwicklung beeinträchtigende Störung hat oder ob er nach seiner Entlassung eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen würde, das ist viel schwerer festzustellen. Dementsprechend sind die Möglichkeiten, ein Gutachten in die eine oder die andere Richtung zu lenken, viel größer als bei anderen Fachgebieten.

"Richter geben Tendenzen aus dem gleichen Grund vor, aus dem sie Deals schließen"

LTO: Und leisten die Gutachter den richterlichen Andeutungen auch Folge?

Gresser: Die Angabe "Ich habe von einem beauftragenden Gericht schon einmal eine Tendenz signalisiert bekommen" heißt nicht, dass der Gutachter diesem Signal auch gefolgt ist. Aber ihm nicht zu folgen, ist oft nicht einfach. Wie erwähnt, beziehen viele Gutachter einen wesentlichen Teil ihrer Einnahmen aus den Aufträgen der Gerichte. Natürlich wollen sie dann dort nicht in Ungnade fallen.

LTO: Aber warum sollte ein Richter dem Gutachter Vorgaben machen? Er hat in dem Prozess doch nichts zu gewinnen oder zu verlieren, es kann ihm eigentlich egal sein.

Gresser: Aus dem gleichen Grund, aus dem Richter im Strafrecht gerne sogenannte Deals schließen oder die Parteien im Zivilrecht zum Vergleich drängen: Es spart ihnen oftmals Zeit. Außerdem entschließen sich manche Richter schon sehr früh, wer denn nun Recht und wer Unrecht hat und wie das Verfahren ausgehen sollte – dann suchen sie einfach einen Gutachter, der ihnen zu dieser vorgefassten Meinung, im Volksmund als Vorverurteilung bekannt, die gutachterliche Begründung und Rückendeckung liefert.

Zitiervorschlag

Constantin Baron van Lijnden, Beeinflussung von Gutachtern: "Die Strukturen sind teilweise regelrecht mafiös". In: Legal Tribune Online, 05.04.2014, http://www.lto.de/persistent/a_id/11570/ (abgerufen am: 04.12.2016)

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Kommentare
  • 05.04.2014 11:50, Thomas Lippert

    Die Autoren der "Studie" (offenbar ohne jeglichen persönlichen Bezug zur strafrechtlichen Begutachtung) wollen offenbar § 73 StPO abschaffen und die Auswahl des Sachverständigen durch ein "Losverfahren" ersetzen.

    Die Stellung des (Vorsitzenden) Richters im Verfahren wird damit erheblich geschwächt.

    Die Beteiligung der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft auf die Auswahl der Person des Sachverständigen wird damit völlig ausgehebelt.

    Völlig unklar ist, ob haupt- oder nebenamtliche Gutachter mit gleichen "Pensen" berücksichtigt werden sollen.

    Soll der Vorschlag auch für den Rechtsmedizinischen Sachverständigen gelten? Soll zukünftig der "unabhängige Rechtsmediziner" zuerst bundesweit ausgelost werden, bevor er eine Besichtigung des Tatorts oder eine Leichenschau vornehmen kann?

    Fragen über Fragen.

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    • 05.04.2014 12:41, Ellen

      Das sehe ich genauso. Der Vorschlag mit dem Losverfahren ist allergrößter Unfug. Jeder, der in der Praxis tätig ist, muss das genauso sehen.

    • 05.04.2014 22:33, Hans Adler

      Wenn ein Berufsstand seiner Verantwortung nicht gerecht wird, dann muss man ihm einen Teil davon wegnehmen. So weit müsste es nicht kommen, wenn Richter und Staatsanwälte die Straftaten ihrer Kollegen nicht decken würden. Aber zu Verurteilungen wegen Rechtsbeugung kommt es (zumindest nach meinem Eindruck - ich lasse mir das Gegenteil gerne beweisen) fast nur dann, wenn jemand die Politiker oder seine Kollegen gegen sich aufbringt, indem er zu milde ist.

    • 28.09.2014 23:09, Herbst

      Der von Ihnen angeführte § trifft ja völlig unterschiedliche Aussagen. Aber gleich, welche Sie meinen:

      "Die Auswahl der zuzuziehenden Sachverständigen und die Bestimmung ihrer Anzahl erfolgt durch den Richter."

      Der Änderung diesen Teils ist uneingeschränkt zuzustimmen. Ein Richter hat keine med. Kenntnis, kennt aber genau die, die sie haben?

      "Er soll mit diesen eine Absprache treffen, innerhalb welcher Frist die Gutachten erstattet werden können."

      Ein regulatorischer Fauxpas, wenn man die Stellung des GA bedenkt und dann Absprachen schon im Gesetzestext vorgibt!!

      "Sind für gewisse Arten von Gutachten Sachverständige öffentlich bestellt, so sollen andere Personen nur dann gewählt werden, wenn besondere Umstände es fordern."

      Da kommt man dann wieder ins "Eingemachte". Weshalb gibt es gerade in diesem sensiblen Bereich keine öffentlich bestellten GA bzw. werden solche nicht grundsätzlich vorgeschreiben?

      Dann stellt sich mir die Frage, wie und wodurch ein Richter in seiner Stellung geschwächt werden könnte, es sei denn sie ist es nicht schon von Hause aus?

      Die Frage nach dem Rechtsmedizinischen Sachverständigen ist wohl entbehrlich. Sie ist schliesslich schon gesetzlich geregelt.

      Eine GA-Auswahl anhand von Listen wäre übrigens mit der anderweitig vielfach geübten Praxis im öffentlichen Bereich konform und gerade aus den benannten Gründen zu begrüßen. Im Bereich der öffentlichen Vergaben wird z.B. bei Polizeidienststellen (nach vorausgehenden negativen Erfahrungen) in dieser Form vergeben, etwa bei Beauftragung von Abschleppdiensten etc.

      HKH

  • 05.04.2014 12:10, Volker

    Gegen ein schlechtes Urteil kann ich mich ohne weiteres wehren und Berufung einlegen, aber sich gegen ein schlechtes Sachverständigengutachten zu wehren ist deutlich schwieriger und oft nicht hinreichend möglich.
    Der Wahrheitsfindung und dem Recht und der Gerechtigkeit stehen oft schlechte gerichtliche Sachverständigengutachten im Wege.
    Wenn der Ausgang von Gerichtsverfahren von Sachverständigengutachten abhängt, dann sollten diese Sachverständigengutachten mindestens ebensogut überprüfbar werden wie erstinstanzliche Urteile.
    Man sollte also ein zusätzliches (isoliertes) Rechtsmittel gerade eben speziell gegen (schlechte) gerichtliche Sachverständigengutachten schaffen.
    Nicht nur im Strafrecht, sondern auch im Zivilrecht und Verwaltungsrecht.
    Alternativ könnten auch von Anfang an gleich zwei verschiedene Sachverständige mit zwei verschiedenen gegensätzlichen Tendenzgutachten beauftragt werden, die sie ähnlich wie Prozessparteien erstellen und verfassen und vortragen, und über die dann ähnlich wie ein Richter anschließend ein möglichst neutraler Obergutachter entscheidet.
    So könnte man dann wohl sicherer sein das beim Sachverständigenbeweis nicht wesentliche Gesichtspunkte unrichtig aufgenommen werden oder unberücksichtigt bleiben.
    Ein Bedürfnis dafür gibt es nicht nur im Strafrecht, sondern in allen Rechtsgebieten.

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    • 13.06.2014 14:46, Repp Thomas

      Genau getroffen, 2 Gutachter pro und contra, habe ich auch schon vorgeschlagen, um die sache fair zu bewerten können. Und bei Gericht sollten Geschworene aus dem Volk mit entscheiden, die das laienhaft und simpel nachvollziehen können, wie der Sachverhalt ist, war. manchmal führen Gutachten spekulativ schon nur in die Verwirrung was , die Absicht von Betrügern auf beiden Seiten manchmal wohl ist. Nicht alle Gutachter sind schecht und nicht alle klagenden Opfer auch nicht. Das ist aber wie mit dem Unkraut im Garten , wenn man den Auswuchs nicht angeht, überwuchert der das Gute. So scheint mir das nun im Gutachterwesen in Verbindung zur Geldmafia und Abhängigkeiten leider stark zu sein.

  • 05.04.2014 18:12, Wilhelm Tophinke

    Psychiater sind Humanmediziner, nach der Logik der Autorin sind sie dann unbeeinflussbar. Wer schon mal mit Pharmakologen ("Humanmediziner") in einem Prozess gesessen hat, weiß was hier für ein lebensferner Unsinn verbreitet wird. Wer den Irrglauben verbreitet, dass Wissenschaftler unfehlbar sein können, hat die Thematik nicht verstanden.
    Hier wird von einer bayrischen Studie geredet- dort mag ja manches anders sein- aber ich durfte als Nordlicht auch teilnehmen. Wie viele andere, habe ich den Fragebogen mit etlichen Hinweisen versehen. Leider habe ich diese Informationen bisher nirgends gelesen. Jetzt zu behaupten, die Gutachter hätten die Ergebnisse der "Studie" selbst geliefert ist ein weiterer Hinweis auf die katastrophale Methodik. Auch sagt es viel über den Horizont der Verfasser aus, wenn sie meinen Gutachter würden Ansagen folgen- dafür ist die Auftragslage auf dem freien Markt zu gut. Insofern möchte ich niemanden zugelost werden, mit dem ich nicht zusammen arbeiten möchte. Man kann das Problem auch einfacher lösen: der Gutachter muss auf Zustimmung aller Verfahrensbeteiligter bestimmt werden- wie es vielerorts schon jetzt zum guten Ton gehört.

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  • 05.04.2014 18:46, Volker

    Und wenn sich kein Gutachter findet, dem alle Beteiligten zustimmen?
    Oder wenn der Sachverständige einem Beteiligten unbekannt ist, und der Beteiligte nicht weiß wem oder was er seine Zustimmung gibt?
    Soll der Sachverständige also bereits vor Erstellung seines Gutachtens von allen Beteiligten eine Blanko-Vollmacht bekommen, unabhängig davon, welches Ergebnis und welche Qualität das spätere Gutachten hat?
    Kann es sein, daß manche Gutachter eitel (eitler als Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Richter) sind, und sich nicht kritisieren lassen wollen?

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  • 05.04.2014 19:51, LTO-Leser

    Die Art und Weise, wie die Ergebnisse der Studie von den Autoren dargestellt werden, ist hochgradig unseriös.

    Von 548 befragten Gutachtern haben genau drei - je ein Humanmediziner, Zahnmediziner und Psychologe, keiner der Psychiater - erklärt, ihnen sei "häufig" eine Tendenz "signalisiert" worden, also nicht einmal ein Prozent der Befragten. 99% erklären also, ihnen werde nicht häufig eine Tendenz signalisiert (sondern allenfalls - so 50 Befragte - in Einzelfällen oder eben nie). Und wie lautet die Überschrift im Ärzteblatt: "Gerichtsgutachten: Oft (!) wird die Tendenz vorgegeben". Offenbar nehmen die Autoren nicht zur Kenntnis, dass 99% ihrer Befragten genau das Gegenteil bekundet haben.

    Abgesehen davon ist mit dem Begriff "eine Tendenz signalisiert" doch überhaupt nichts anzufangen. Es ist doch nicht so, dass Sachverständigengutachten nicht in einem beträchtlichen Teil der Fälle genau das bestätigen würden, was jedem Betrachter schon der gesunde Menschenverstand gesagt hat. Und wenn es sich dann "in Einzelfällen" so verhalten sollte, dass Gericht erkennen lässt, was ihm im Moment sein gesunder Menschenverstand sagt, dann ist das sicher nicht ganz kunstgerecht, aber doch keine "Beeinflussung von Gutachtern".

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    • 05.04.2014 20:47, Volker

      Ob ein Sachverständiger aus eigenem Antrieb dem Gericht mit seinem Gutachten "gefallen" will, und somit defacto eher ein Parteigutachten oder Tendenzgutachten anstatt eines 100% neutralen und mangelfreien Gutachtens fabriziert, oder ob der Gutachter vom Gericht signalisiert bekommt, sein Gutachten möge wunschgemäß (im Interesse des Gerichts) ausfallen, macht im Ergebnis (was das Gutachten angeht) letztendlich doch wohl keinen großen Unterschied.
      Fakt ist, das Gerichte sich oft auf Gutachten stützen, die nicht unvoreingenommen und nicht ausgewogen und nicht neutral und nicht wissenschaftlich genug sind, und das es angesichts der gegenwärtigen Gesetzeslage oft zu schwierig bzw. nicht hinreichend möglich ist, sich gegen solche Gutachten zu wehren.
      So, wie beim Gesetzgeber im Straßenverkehrsrecht nun endlich bei der bisher weitgehenden Unangreifbarkeit von MPU-Gutachten umgedacht wird (der bertoffene Bürger bzw. Führerscheininhaber soll sich künftig gegen MPU-Gutachten besser wehren können), so sollte auch bei der Behandlung sonstiger Gutachten umgedacht werden.
      Jemand, dessen Arbeit kaum überprüfbar ist, und der scheinbar weitgehend unangreifbar ist, wird eher zu Eitelkeit und zu Selbstherrlichkeit und zu Selbstgefälligkeit und zu daraus resultierender Nachlässigkeit oder gar Gewissenlosigkeit neigen, als jemand, der seine Arbeitsergebnisse überprüfen lassen und gegebenfalls rechtfertigen muss.
      Lenin lag nicht in jeder Hinsicht falsch, als er sagte "Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser!".

    • 05.04.2014 22:49, Hans Adler

      Wertende Wörter wie "oft" oder "viel" bemessen sich nach der Erwartung. Wenn 20% der Befragten Marmelade zum Frühstück essen, ist das eher nicht "viel". Wenn aber 5% der Befragten jemand kennen, der Schuhcreme zum Frühstück isst, dann ist das "sehr viel".

      Ihnen scheinen Vorgaben zum Ergebnis eines Gutachtens ja sehr normal vorzukommen, wenn Sie solche Maßstäbe anlegen. Was sind Sie? Richter oder Gutachter? Wenn die Frage gewesen wäre, ob Gutachter schon mal von einem Richter strafend angeschaut wurden, nachdem sie ihn mit ihrem Gutachten überrascht haben, dann würde ich Ihnen evt. Recht geben. Dann ginge es nämlich um eine unwillkürliche Handlung, durch die man nicht auf kriminelle Energie auf der Seite des Richters schließen kann.

      Hier geht es aber um eine kriminelle Handlung, die von der Öffentlichkeit bislang als praktisch unmöglich angesehen wurde. Ist in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auch nur ein Richter dafür verurteilt worden?

  • 06.04.2014 14:48, Georg Hötte

    Die Problematik der Gutachter ist aber nicht auf Straf- und vielleicht noch Zivilrecht beschränkt, ein m.E. sehr viel größerer Problemkreis liegt im Sozialrecht.

    Vor ca. 12 Jahren wurde ein "Pilot"-Seminar von der Dt. Anwaltakademie angeboten: "Datenschutzrechte der Versicherten im Bereich SGB VII". Vortragender war ein "Feierabend"-Anwalt, der "in seinem ersten Leben" beim Bundesdatenschutzbeauftragten die DS-Aufsicht über die BG-en ausgeübt hatte. Seither habe ich "den Glauben an den Weihnachtsmann verloren".
    Leider wurde das Seminar nicht wieder angeboten (jedenfalls nicht zu einem Preis, den sich auch Sozialrechtsanwälte hätten leisten können), und außerdem war die Teilnehmerresonanz nicht groß (im Gegensatz etwa zum Familienrecht gibt es aber auch nur erheblich wniger FAs für Sozialrecht, und damit ist der mögliche Interessentenkreis sehr viel kleiner). Die damalige Geschäftsführerin der DAA hatte mir gegenüber ausdrücklich erklärt, sie müsse das Geschäftsergebnis gegenüber dem Gesellschafter (Dt. Anwaltverein) verantworten, da könne sie sich Zuschussveranstaltungen nicht leisten.
    Schade, dass damit sehr vielen Anwaltskollegen die Chance genommen wurde, wie ich "geimpft" zu werden!
    Jedenfalls hatte der Dozent Vorgänge geschildert, die mir die Bewertung "Mafiotische Strukturen" nahelegen, insbesondere etwa im Bereich der BK 1317 (Lösemittelbedingte Polyneuropathien und Enzephalopathien).

    Seither gehe ich "ganz vorsichtig" an Gutachten heran, die von einem "Institut für Begutachtungen" o.ä. kommen!

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  • 08.04.2014 20:49, Arthrosehackler

    Auch bei den Ösis

    Da kommt in Sozialgerichtsverfahren die wohl weltweit einmalige Bestimmung der §42 ASGG (Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz) dazu:

    „Einem Sachverständigen steht auch dann eine höhere als die im GebAG 1975 vorgesehene Gebühr zu, wenn der Bestimmung in dieser Höhe zugestimmt habe… in sonstigen Sozialrechtssachen der Versicherungsträger.“

    Danach erhalten Sachverständige ein höheres als im GebAG (Gebührenanspruchsgesetz) vorgesehenes Honorar, wenn der Sozialversicherungsträger, also EINE Verfahrenspartei, EINSEITIG zustimmt! Die andere Verfahrenspartei, also der Bürger, der eine Sozialleistung begehrt, hat darauf keinen Einfluß

    Dies erweckt den Anschein der strukturellen Befangenheit der Sachverständigen. Und es widerspricht auch dem Gleichheitsgrundsatz und dem Recht auf ein faires Verfahren.

    Aber wen kümmert das schon? Bei Sozialleistungen für Beitragszahler kann man leichter sparen als bei Honoraren für Privilegierte…

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  • 09.04.2014 23:29, Hans

    Ein sehr interessantes, aufschlussreiches und mutiges Interview.

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  • 10.04.2014 19:08, Hans Werner Weihrauch

    Ich finde das Ergebnis des Gutachtens bestürzend aber auch sehr fraglich. Als Familienrichter bis zu meiner Pensionierung im Jahre 1997 habe ich nie versucht beim Gutachter ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. ich denke, bei den meisten Kollegen ist es ebenso.

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  • 11.04.2014 21:30, eono

    Psychiater erleben sich selbst als etwas anderes - nicht vorrangig als "Humanmediziner".
    Das ganze Psychiatriewesen ist etwas anderes - als einem "Eid" entsprechende "Helfen" wollende
    Medizin. - Es ist eher auf Bestrafung ausgerichtet - ähnlich wie die sog. "Betreuer" und Richter selbst - was besonders auffällt wenn das Ganze angeleiert worden ist von und durch einen Richter der seinerseits keine Lust hatte seine Arbeit zu erledigen - in dem Fall nur mal zuzuhören zu erfahren um wen oder was es gehen könnte wenn er denn wolle. Er brach einfach ab und trat das Perpettum mobile entsprechend seiner für ihn am bequemsten und Wort/Begriffs/Diagnosereichsten Variante los. - Ein einziger "Beschwerderichter" - ein einziger
    "Gutachter" - ein einziger auch "Betreuer" hätte genügt - um dem Ganzen eine andere Wendung zu geben. Dazu hatte niemand Lust - sie erfinden eifach Wortreich Seitenlang frei 13-16 S nach
    einmaligen 20 - 30 Minuten bis max einmaligen 60 Minuten Mitschrieb ...
    "Wir Deutschen" sind leider Abschreiberlinge ... feige "auf der richtigen/sicheren Seite" sein/bleiben wollen - alles nur keine normalen Erwachsenen mit eigener Meinung die sie auch noch vertreten können. - Das könnten sie in diesem Fall - das hätten alle "Unterzeichnet" habenden gekonnt. - D. nichts als Versager. Profilsüchtige! uva.

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  • 11.04.2014 22:44, eono

    "Mafiose Strukturen?" - hm - andere leisten sich ordentliche Kriminelle
    wir D. haben "Richter" "Gutachter" uva.
    Sagte man früher "Scheibe" verärgert ...so trifft das seit 20 Jahren nicht mehr richtig zu ...
    Es geht nur noch um UNRAT, als wäre es verboten sich zurückhaltend - sachlich richtig zu äußern und Nicht wissen zuzugeben. "o.B." Ohne Befund scheint es gar nicht mehr zu geben.
    Was ganz einfach daran liegt: Das sog. "Richter" "Gutachter" uva selber sehr gestört sehr oft sind. Man gar keine Schwierigkeiten hätte sie zu "diagnostizieren" was man schon aus Gründen der Höflichkeit unterlässt. Ist man jedoch genau auf diese die zwischen innen und außen nicht unterscheiden können - einen für ihre "gehassten" und "verwöhnten" minderjährigen Kinder zu Hause halten usw. - wird jede Kommunikation auf egal welcher Ebene sehr schwierig und "Gutachten""Beschluß""Urteil" zu einer Farce. Sie selber sind in aller Regel nicht ansprechbar - scheinen aber verpflichtet zu sein DRECK jeglicher Art von sich zu geben. Natürlich IMMER ohne jede Gegenrede. Was soviel heisst: EGAL was wer und wo in welchem Land auch immer Gegend/Landstrich - von sich gibt - die der hat recht.
    Somit sind: Alle Einheimischen fast immer richtig - und alle Fremden immer "verdächtig"
    und ideal um mit Begriffen aller Art überhäuft zu werden. - Genau das Gegentel was man als Orts-Landesfremde, Reisende, Durchreisende, nur: Befristet im Land arbeitende erwarten könnte. Schon blöd wenn niemand fähig und willens ist zwischen "wir gehen alle im Gefühl" und Wahnsinn jeglicher Art - auch einfaches Aufnehmen/"Wissen" Irrtümer und Verwechslungen/Verdrehungen unterscheiden zu können und richtig stellen zu müssen.
    Das es überhaupt möglich ist: Das einfache gar "nicht zuständige" fremde Amtsgerichte
    (nur mal einen Richter angesprochen auf Empfehlung eines Rechtspflegers)
    einen Arbeitsgerichtstermin am Wohnort seit 4 Jahren platzen lassen kann - wußte ich auch noch nicht - wie so vieles nicht.

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  • 13.04.2014 10:57, Elena Glossoti

    Es ist "nicht nur Zeit für Reformen", es ist Zeit dass "unabhängige Gutachter" und ähnliches garnichts mehr zu leisten haben, weil die schon viel zu sehr belohnt wurden und "entschädigt" wurden, auch zu Studiumzeiten zu sehr diagnostsich ausgefressen haben und stattdessen auch noch die Bonuse der Patienten abkassieren und auf die Tasche der Allgemeinheit blicken, von der Gesellschaft "auch noch gestreichelt wurden". Dass sind nicht nur "schlechte Charaktere" sondern bezahlte Besserwisser, für fiktive Diagnosen verbindlich und programmatisch für / oder gegen Mensch, Tier, Gesellschaft und Kultur in absehbarer Absicht und in Vertrag mit der Versicherung die für oder gegen einen oder eine Menschenmasse oder Person kontrahieren, also auch politisch handeln und verhandeln als Ersatz verhandeln und absolut kommerziell und bezahlbar sind also käuflich, für Aktionen und Aktivitäten und Verbildichkeiten die mit persönlich noch geschuldet werden. Ihre Aktivitäten die nichts mehr mit Verhandlung oder Bedarf sondern mit Commerz aushandeln und ausfüllen, Fachidiotie gleichzusetzen mit Praktikum oder Meta-Unversitäre Studien, immer mit den Unterlagen anderer und sich am Patient quantitativ messend,
    das Wort oder Satz im Munde oft verdrehen, dass geldlich auch somit entlohnt wird. Also auch von programmatischer Fachjargon und Allgemein Kauderwelsch oder Chemie, was für die Allgemeinheit nicht begrifflich scheint, weil das schon indutrialisiert wurde, ein endlos Kapitel ist und nur für Insider zugänglich ist, haben Gutachter und Ärzte mit 7.000 € in Durchnitt im Monat - ohne besondere Qualifikation, wie Chirurg z.B. und nur an der Patientenzahl sich messend garnichts zu tun mit Basis, Behandlung, Bedürfniss, Bedarf sondern nur mit der vorprogrammierte Aktionen zur Erweiterung und Steuerung ihres Umfeldes, Feldes und Kultrfeldes auch übertragen auf Gesellschaft, wie oder womit fülle ich diesen banalen Alltag aus, das es zur Behandlung kommt und das macht wirklich krank, weil man hat als Idiot eine Herkules Aufgabe gleichzeitig zu erfüllen und zwar mehrerer Schlangen, der Hydra den Kopf abhacken.

    Mgf

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  • 20.04.2014 20:55, chrisamar.wordpress.com

    chrisamar.wordpress.com verlinkt auf diesen Artikel mit folgendem Linktext:
    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/studie-gutachten-gericht-beeinflussung-wirtschaftliche-abhaenigigkeit/

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  • 22.05.2014 11:55, Benjamin Ehlers

    Hallo,eine Interessante Umfrage wovon mich die Ergebnisse weniger überraschten.Ich muss leider auch solche Erfahrungen erleiden,wobei ich an einer Wahnhaften Störung erkrankt sein soll."Er sieht seine Krankheit nicht"-hieß es auf einmal.Was ich nicht sehe,vermochte mir keiner so wirklich erklären wollen.Hintergrund ist eine Schwerkriminelle Privatperson,welche sich Justiz/Polizei nach belieben zu nutze macht.Da liegt das Hauptproblem,mit Rechtsmittel ist da nichts zu machen.Ich habe einige Psychologen und Psychiater kennen gelernt.Schwachstellen findet man bedeutend mehr außerhalb von Kliniken,wie zBsp.Ordnungs/Gesundheitsämter.Aber insgesamt kann man von einem System sprechen welches an jedem Amt/Behörde/Klinik/Arzt ineinander greifen muss um zu funktionieren.Einige wollen das nicht,die Angst um Jobverlusst hat eine regelrechte Menschentsorgungsmaschinerie entstehen lassen.Ich wurde Härtefall geschieden,Sorgerecht wurde mir genommen,Hilfe erhalte ich keine.Mein Leben ist total zerstört,stimmt nicht.Das Leben meines Sohnes,meiner Ex(nicht freiwillig),unsere Familien wurden durch Psychologen,Psychiater nicht nur für Krank erklärt sondern Krank innerhalb von 2Jahren gemacht.Und das alles ist letztendlich,zumindest in meinem Fall auf nur eine Person zurückzuführen.

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  • 25.05.2014 17:04, kerstin Lindau

    ich war wegen einem sorgerechtsstreits 2 mal bei gutachtern und einmal wegen dem Ziel einer zwangsunterbringung in einem psychiatrischen heim.Die Gutachter verhielten sich nie neutral und gingen gleich von anfang an von meiner letzten Diagnose aus.Dann wurden sehr einschneidene Erlebnisse im Leben (liebesentzug in der Kindheit ,stummes Mobbing ,vergewaltigungen..interruptios usw.und zuletzt auch kindesentzug.) verniedlicht dargestellt,harmlos..und alles als meine eigene Stoffwechselstörung ausgelegt.Ich fühlte mich unverstanden,mein Lebensweg wurde nicht akzeptiert in seiner Tragweite und war noch mehr verletzt danach.

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    • 25.05.2014 18:06, Benjamin Ehlers

      Ja so fühlt es sich an.Solche Leute beweisen eigentlich,das sie eine Gefahr für die eigenen Kinder darstellen und völlig ungeeignet sind Kinder zu erziehen.

  • muetterimfamiliengericht.wordpress.com verlinkt auf diesen Artikel mit folgendem Linktext:
    http://m.lto.de/recht/hintergruende/h/studie-gutachten-gericht-beeinflussung-wirtschaftliche-abhaenigigkeit/

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  • 24.07.2014 21:24, Focus Aureus

    Fern Uni Hagen: "Viele dieser familienrechtspsychologischen Gutachten weisen jedoch schwerwiegende Qualitätsmängel auf, stellten Prof. Christel Salewski und Prof. Stefan Stürmer in ihrer Studie „Psychologische Gutachten für das Familiengericht: Diagnostische und methodische Standards in der Begutachtungspraxis“ fest. Prof. Salewski (Lehrgebiet Gesundheitspsychologie) und Prof. Stürmer (Sozialpsychologie) untersuchten 116 familienrechtspsychologische Gutachten aus den Jahren 2010 und 2011 aus dem Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm. 91,4 Prozent davon wurden von Diplom- oder M.Sc.-Psychologen verfasst. Sie stellten fest, dass in 56 Prozent der Gutachten aus der gerichtlichen Fragestellung keine fachpsychologischen Arbeitshypothesen abgeleitet wurden Diese „Psychologischen Fragen“ strukturieren den Begutachtungsprozess und sind damit eine grundlegende Voraussetzung für ein aussagekräftiges Gutachten: „Der Gutachter muss die gerichtliche Fragestellung in ‚Psychologische Fragen‘ übersetzen und dann geeignete diagnostische Verfahren auswählen, um diese Fragen beantworten zu können“, erläutert Christel Salewski. In 85,5 Prozent der Gutachten wurde die Auswahl der eingesetzten diagnostischen Verfahren nicht anhand der „Psychologischen Fragen“ begründet. Bei 41 Gutachten (35 Prozent) erfolgte die Datenerhebung ausschließlich über methodisch problematische Verfahren wie unsystematische Gespräche und ungeplante Beobachtungen, keine oder psychometrisch ungenügende projektive Tests bzw. testähnliche Verfahren. Lediglich in zwei dieser Fälle wurde auf mögliche methodische Einschränkungen der Ergebnisse hingewiesen. Je nachdem, welche Kriterien zugrunde gelegt wurden, beurteilten die beiden Hagener Wissenschaftler ein Drittel bis mehr als die Hälfte der Gutachten als fehlerhaft. " http://www.fernuni-hagen.de/.../Untersuchungsbericht1...

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  • 15.12.2014 15:31, Hans Herrmann

    Psychologische und psychiatrische Gutachten unterliegen Qualitätsstandards, die jedoch ignoriert werden. An sich kann jeder Laie nachprüfen, ob ein Gutachten den Richtlinien entspricht oder nicht.
    Bei www.WikiLegia.com nachzulesen, unter Falldatenbank: Die österreichische Sachwalterschaft: ein nachweislich gesunder Mensch wird mittels einem psychiatrischen Auftragsgutachten besachwaltet. Das Gutachten wurde ohne irgendwelche Testverfahren und ohne jegliche Untersuchungen erstellt. Die Diagnose: paranoide Persönlichkeitsstörung ohne jeglichen Befund.

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  • 08.01.2015 15:58, Sich.-Ing. J.+Hensel

    https://menschenrechtsverfahren.wordpress.com/2014/07/15/%C2%A7-63-jeder-kann-der-nachste-sein/

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  • 23.01.2015 13:12, Wolfgang Müller

    Als zertifizierter Pflegesachverständiger habe ich bereits mehrfach Gutachteraufträge von Gerichten bekommen, jedoch nie mir der "Vorgabe einer Tendenz".
    Vielmehr bestand bei privat erteilten Gutachteraufträge vile mehr die Tendenz einer "Gefälligkeistbegutachtung", welche ich stets abgelehnt habe.
    Wolfgang Müller, Blaustein

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  • 16.02.2015 20:22, petra Zilka

    Wer erlebt hat wie Menschenunwürdig begutachtet wird,der hat das Vertrauen in Ärzte verloren.Erstrecht in unsere Justiz,Richter sehen weg,ich nenne die Gutachten die mein Mann hinter sich hat.Menschenunwürdig,Menschenrechtsverletzend,und wofür?damit im Gutachten gelogen und betrogen wird.Das System ist sowas von Korrupt,und alle sehen weg.Wenn man aufmuckt,dann wird dem zu begutachtenden von Seiten des Gerichts die Begleitperperson verweigert.Damit es blos keine Zeugen gibt.Ein unabhängiger Gutachter hat nichts zu verbergen,aber den zu finden,ist wie sechs richtige im Lotto.

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  • 12.06.2015 11:16, Thomas M. Müller

    Zum Thema habe ich eine Petition ins Leben gerufen:

    Richter sollen Gutachter nicht mehr selbst auswählen dürfen

    Wir fordern daher den Gesetzgeber auf durch folgende Veränderungen den Mißstand zu beheben und für die Betroffenen wieder ein faires Verfahren herzustellen:

    1.) Gerichtsgutachter werden nicht mehr vom Richter ausgewählt. Stattdessen wird ein Gutachterpool geschaffen in dem geeignete Gutachter für die jeweiligen Themenkomplexe vorhanden sind. Die Zuteilung eines Gutachtensauftrags erfolgt nach dem Zufallsprinzip durch eine unabhändige Koordinationsstelle. Richter haben vor der Fertigstellung der Gutachten keinen Kontakt zu den Gutachtern oder Kenntnis welche Gutachter im Pool vertreten sind. Der Gutachterpool wird regelmäßig neu besetzt. Für die Besetzung sind unabhängige Stellen zuständig.

    2.) Es wird für die Kläger das Recht auf ein Zweitgutachten bzw. Gegengutachten geschaffen, das im Falle von Prozesskostenhilfe für den Kläger kostenlos ist. Dieses Recht gibt es zwar theoretisch bereits, es wurde aber dadurch ausgehöhlt, dass Richter darüber entscheiden, ob aus ihrer Sicht ein solche Gutachten für das Verfahren etwas gebracht hat und nur dann werden die Kosten übernommen. Dies geschieht aber erst am Ende des Verfahrens, so dass den Kläger ein hohes Kostenrisiko trifft. Teilweise wird auch eine Sicherheitssumme von rund 1500 Euro verlangt, die Betroffene jedoch oft nicht aufbringen können.

    https://www.change.org/p/bundesregierung-bundestag-richter-sollen-gutachter-nicht-mehr-selbst-ausw%C3%A4hlen-d%C3%BCrfen

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  • 15.09.2015 10:13, Hans Pütsch

    Ich habe an meiner Person Erlebt wie Gutachten Verfälscht worden sind.
    Oder die sogenannten Gefälligkeits-Gutachen für Versicherungen gemacht werden.
    Ich habe ein Buch über diese Machenschaften Geschrieben.

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    • 16.03.2016 22:43, Petra Zilka

      Könnten Sie mir bitte schreiben wo ich dieses Buch bekommen kann. Welcher Titel? Ein Buch könnte ich mittlerweile auch schreiben.Verfälschen der Diagnosen, der Daten.Die Medezinischen Leitlinien sowie Gesetze bleiben aussen vor,die Richter sehen weg. Egal wieviel beweise man vorbringt das ein Gutachten Unseriös, Menschenverachtend und Menschenrechtsverletzend erstellt wurde,wen interessiert das? Das Justitministerium,nein Herrn Heiko Maas interessiert das in keinster weise. Man verliert die Klageverfahren weil es so gewollt ist,damit die Mächtigen Konzerne noch reicher werden.Es ist seit Jahrzehnten bekannt wie dieses System funktioniert.Eine gut geschmierte Maschinerie. Zuviele Menschen werden zerstört von einigen Ärzten die aus Habgier handeln.Es ist kaum zu ertragen wie dreist in den Gutachten gelogen wird ohne das es folgen hat für die Gutachter, denn diese sind ja Helfer der Richter und genauso Unantastbar.

  • 27.10.2015 22:30, Dieter Himmel

    Gutachter gehören abgeschafft. Diese Gutachter sind eine Farce. Als Psychologen lehnen sie die Existenz einer Realität ab. Als Psychologen sagen sie "es gibt immer mehrere Realitäten." Und dann schreiben sie Gutachten über völlig abstruse und beweisbar falsche Aussagen einer Ex-Ehefrau im Rosenkrieg. Für die Realität sei der Gutachter als Psychologin aber nicht zuständig, da solle man sich an die Richterin wenden. Und die Richterin sagt, sie macht das, was im Gutachten steht.
    So viel gesunden Menschenverstand sollte man einem Richter schon zumuten, das er Recht über die Realität spricht, als über eingebildete Traumwelten.

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  • 26.01.2016 17:02, Holger Sobek - NRW

    Das Problem ist mir als Betroffenen sehr wohl bekannt. Gutachter, die Aufträge von der DRV erhalten, werden dem dienen, der die Brötchen bezahlt! Stellt man sich im gerichtlichen Verfahren z.b. quer, weil die Klageerhebung beim SG zu lange dauert, wird dann zum gerichtlich bestellten Gutachter geschickt, der katastrophale Bewertungen hat, da fehlt ja auch dann ein gewisses Maß an Beurteilungskraft, ist aber dann auch zum scheitern verurteilt, ohne wenn und aber.
    Es kann ein Gutachter in der Nachbarschaft wohnen, trotzdem muss man dann 55 Km weiter, der - unpateiiche - ist den Störenfried dann ohne Mühe los!

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  • 27.02.2016 12:44, ehrsen58

    Ein Gutachter, von dem ein unvollständiger D-Bericht erstellt hat ist ja schon zweifelhaft. Aber das Folgegutachten sich auf dieses Gutachten berufen, ist ja schon nicht mehr "unabhängig!". Die Gerichte geben den Gutachtern mehr Aussagekraft, wie einem Zeugen. Eine praktische Beweisführung für den falschen D-Bericht muss nicht erbracht werden, da die Gutachter ja alle für jemanden zuarbeiten. Der Geschädigte bleibt eben liegen! Aber es liegt eben im System, das eben Recht nicht Recht bleibt, sondern die Gerichte da auch mitspielen. Wo ist der Rechtsstaat? Jedenfalls nicht bei uns.

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  • 27.02.2016 16:16, Sich.-Ing.Jörg Hensel

    Aufgrund einer Tatfingierung (Beleidigung etc) erhielt ich - trotz Unschuldsvermutung - einen Strafbefehl in dem ich schuldig gesprochen wurde; meine Beweisanträge wurden weder bearbeitet noch wurden beantragte Ermittlungen zu meiner Entlasung durchgeführt. Ferner ergab die zunächst verweigerte Akteneinsicht, dass ich während der Hauptverhandlung von einem SV begutachtet werden sollte; offenbar um mich auf längere Zeit hin wegzusperren. Daraufhin zog ich meinen Einspruch zurück und wurde so zu einer Geldstrafe verurteilt. - Die angebliche Beleidigung eines Richters, führte nunmehr dazu, dass ich gegenüber diesem Richter nicht mehr behaupten darf er sei korrupt; trotz 1 BvR 444/13 und 1 BvR 527/13). - Die Staatsanwaltschaft wollte auch nicht ermitteln, ob K. vorlag oder nicht. Trotz aller Beweise. - Aber das sagte ich ja schon.

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  • 01.03.2016 09:57, Janefi

    Gerade im Bereich des Familienrechts werden in meinen Augen die mafiösen Strukturen unseres Rechtssystems recht offen ausgelebt. Hier dürfen Richter ungestraft selbst Straftaten begehen und bedienen sich dabei einer regelrechten Maschinerie an Helfershelfern. Seien es die Anwälte, welche ja nun oft auf Prozesskostenhilfebassis abgerechnet werden und denen es dann folgerichtig hauptsächlich darum geht das Maximum aus so einem Fall heraus zu holen. Heißt: mit wenig Aufwand und möglichst schnell den Fall zu den Akten legen. Da wird dem Mandanten dann schnell mal zur Annahme eines Vergleiches geraten, nur unter dem Aspekt, das dann ja ganz schnell der staatliche Geldhahn aufgedreht wird. Besonders schlimm sieht es bei den s.g. Kindesumgangsbegleitpersonen aus, in einem Forum las ich, das man noch so qualifiziert für diesen Job sein kann - ohne Vitamin B zur Sorgerechtsmafia hat man da 0 Chance auf einen Job. Da wundert es mich im Nachhinein jetzt nicht mehr, das mein eigener Anwalt mit Niederlegung des Mandats drohte, wenn ich gegen die kriminelle Umgangspflegerin rechtliche Schritte einleite, wo genau Er es doch war, der diese Dame namentlich bei Gericht ins Spiel brachte. Und zum Thema Gerichtliche Gutachter: auch hier geht es doch in erster Linie darum Kasse zu machen! Und kein Gutachter dürfte so dumm sein, sich so eine lukrative Einkommensquelle durch unerwünschte Gutachten zu ruinieren. Nehmen wir mal meinen Fall: die KM (Kindesmutter) war nachweislich seit frühester Jugend in psychologischer Behandlung aus unterschiedlichsten Gründen, unter anderem Borderlinesyndrom. Ihre Aussage gegenüber dem psychologischen Gutachter: "ich habe Angst, das der Kindesvater die Kinder sexuell mißbraucht" hätte dieser von daher schon sehr kritisch betrachten müssen. Aber so etwas kostet ja extra Zeit und die wird nun mal nicht zusätzlich vergütet!^^ Das anschließend von diesem sehr schlampig erstellte Gutachten (Zeiten, Orte und Personen wurden wild ducheinander gebracht) entsprach natürlich der allgemeinen Erwartungshaltung seitens Gerichts und Jugendamts. Spätestens das OLG Oldenburg hätte jetzt in einem weiteren Verfahren unter Hinzuziehung einer weiteren s.g. Familienpsychologin vielleicht mal aufwachen können, da hier nun völlig andere Vorwürfe seitens der KM gegen den KV aufgeführt wurden. Und? Pustekuchen, die Damen und Herren spielten sprichwörtlich die drei berühmten Affen: nix sehen, nix hören und nix von der Wahrheit wissen wollen! Allein schon die Aussage eines Kindes bei einem Umgangskontakt mit dem KV: "die Mama sagt, du wirst ganz böse zu uns sein, wenn wir wieder bei dir schlafen kommen", welcher Wort für Wort von der gerichtlich bestellten Umgangspflegerin aus Kindesmund vernommen wurde hätte bei einem anständig funktionierendem Rechtsstaat niemals zu einer Entmündigung des KV führen dürfen. Und dies war nur die krasseste Aussage bei den auf Sparflamme stattgefundenen Kindeskontakten, bis es die kriminelle KM mit Hilfe der Sorgerechtsmafia auch schaffte diese gänzlich zu unterbinden!
    Und da äußern sich Justiz und Politik, wenn wieder mal ein Familienvater in Deutschland rot sieht? Ich kann, nach den selbst gemachten Erfahrungen, dies zumindest ansatzweise ein klein wenig verstehen!
    Nur wie ändern? Justizia ist ja bekanntlich unabhängig in Deutschland, das zeigt ja schon die Nichtreformierung bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Und eine Krähe hackt ja bekanntlich einer anderen Krähe kein Auge aus.^^

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