LTO Young Professionals Survey 2017

Deine Meinung ist gefragt! Deutschlands größte Umfrage unter jungen Juristen hat wieder begonnen! Insgesamt 5.439 Referendare, Jura-Studenten und Absolventen haben sich letztes Jahr in der LTO Young Professionals Survey 2016 geäußert. Gemessen daran ist sie die größte bisher erfolgte Umfrage unter jungen Juristen. Diesen Erfolg wollen wir in diesem Jahr mit Deiner Hilfe noch einmal toppen: Mach mit!

Unter allen Teilnehmern verlosen wir 10 Amazon-Gutscheine zu je 100,00 EUR! Ach ja: Bitte nur einmal ausfüllen - mehrfache Beantwortungen werden von unserem System aussortiert.

Ein besserer Plan: Informiere alle Deine Kommilitonen/innen. Der Umfragezeitraum ist Dezember 2016 bis Mai 2017.

Hier geht es zur Umfrage!

Unterstützt von: ELSA Deutschland, clavisto, juraexamen.info, LAWYERED und TalentRocket Jura.

Die Ergebnisse der größten Umfrage unter jungen Juristen aus 2016

An dieser Stelle finden Sie die Ergebnisse aus 2016: Welche Arbeitgeber sind die attraktivsten? Wie viel möchten die Umfrageteilnehmer verdienen? Welche Werte sind ihnen wichtiger als das Gehalt? Welche Medien und Stellenmärkte nutzen die Teilnehmer? In welche Städte zieht es sie? Scrollen Sie sich durch Antworten der insgesamt 35 Fragen.

Wie wurden die Daten erhoben?

LTO hat die Beantwortungen der Umfrage im Zeitraum von Oktober 2015 bis März 2016 in einer Online-Befragung gesammelt. Die Teilnehmer wurden über LTO.de und unsere Social-Media-Seiten angesprochen, außerdem über unsere Partner ELSA Deutschland, Talent Rocket, Clavisto, Lawyered und juraexamen.info sowie direkt an den Universitäten. 

 

 

Frage 1: Beruflicher bzw. Ausbildungsstatus

Die Teilnehmer an unserer Umfrage teilten sich in gut 58 Prozent Studenten, knapp 26 Prozent Referendare und fast 13 Prozent Volljuristen auf. Nur ein Prozent der Umfrageteilnehmer hat eine Ausbildung als Wirtschaftsjurist – zwei Prozent sind Doktoranden.

Frage 2: Geschlecht

Anhaltender Trend: Aktuell drängen mehr weibliche als männliche Juristen auf den Markt. Dies spiegelt sich auch in unserer Umfrage wieder, an der rund 57% Frauen teilgenommen haben.

Frage 3: Hochschulart

Die Rechtswissenschaft bleibt eine Bastion der Universitäten - entsprechend stellt diese Hochschulform fast 99% der Umfrageteilnehmer.

Frage 4: Alter

Weniger als die Hälfte der Befragten sind unter 25 Jahre alt. Sie werden in Kürze die zukünftigen Topjuristen stellen. Über 50% sind Referendare und Absolventen, also Juristen, die aktuell oder in Kürze eine Arbeitsstelle suchen. Die Altersstruktur korreliert mit dem Ausbildungsstatus laut Frage 1.

Frage 5.1.: Note erste Staatsprüfung – Staatl. Pflichtfach

2174 Teilnehmer haben das erste Staatsexamen bereits absolviert – davon 1363 Befragte mit einer Note von 8 Punkten oder besser.

Frage 5.2.: Note erste Staatsprüfung – Schwerpunktbereich

Frage 5.3.: Note erste Staatsprüfung – Gesamtnote

Frage 6: Note zweite Staatsprüfung

744 Teilnehmer haben auch das zweite Staatsexamen bereits absolviert und sind aktuell auf dem Markt – davon 377 Befragte mit einer Note von 8 Punkten oder besser.

Frage 7: Wo würdest Du nach Deinem Referendariat gerne arbeiten?

Staatsdienst vor Großkanzlei und Konzern – das sind die Favoriten unserer Umfrageteilnehmer. Die Rangliste sieht in bestimmten Gruppen aber ganz anders aus. So ändert sich das Meinungsbild zum Beispiel mit fortlaufender Ausbildungsdauer sehr deutlich.

Frage 8: Wie wichtig sind für Dich folgende Themen bei der Auswahl einer Kanzlei oder eines Unternehmens als Arbeitgeber?

Die drei W: Die wichtigsten Kriterien, nach denen sich Juristen Ihren zukünftigen Arbeitgeber auswählen, sind Wertschätzung/Führungsstil, Work-Life-Balance und Weiterbildungsangebote.

Frage 9: In welchem Maße beeinflussen die folgenden Rankings Deine finale Entscheidung für oder gegen eine Kanzlei/ ein Unternehmen? (1 = gar nicht - 5 = wichtigster Entscheidungsgrund)

Überwiegend irrelevant für die Arbeitgeberwahl – so kann man die Meinung über die Rankings von Staufenbiel, azur und Trendence der gesamten Umfrageteilnehmer zusammenfassen.

Frage 10: Bitte wähle drei bis maximal fünf Arbeitgeber aus, bei denen Du gerne arbeiten würdest.

Auswärtiges Amt, BMW und Audi sind die Favoriten der jungen Juristen unter den Unternehmen und staatlichen Arbeitgebern in der Gesamtwertung.

Frage 11: Bitte wähle drei bis maximal fünf Großkanzleien (Im Jahr 2013 mehr als 100 Berufsträger in Deutschland) aus, bei denen Du gerne arbeiten würdest.

Nach Ernst & Young Law in 2015 wird 2016 mit großem Vorsprung Freshfields die beliebteste Kanzlei in der Kategorie mit mehr als hundert Berufsträgern. Fast 17 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dort zu arbeiten. Linklaters, Aufsteiger CMS, Baker & McKenzie, Clifford Chance und Gleiss Lutz folgen mit Werten um die 10 Prozent.

Frage 12: Bitte wähle drei bis maximal fünf mittelgroße Kanzleien aus, bei denen Du gerne arbeiten würdest.

In der Gruppe der mittelgroßen Kanzleien (Im Jahr 2013 unter 100 Berufsträger in Deutschland) gibt es eindeutige Spitzenreiter: GvW Graf von Westphalen ist der der meistgenannte Wunscharbeitgeber (8 %). Es folgen Friedrich Graf von Westphalen & Partner (FGVW), Aufsteiger Deloitte, Ashurst und Oppenhoff mit Werten um 5%. Einige der mittelgroßen Kanzleien aus dem Jahr 2013, wie z.B. GvW und Dentons sind mittlerweile auf über 100 Berufsträger angewachsen. Sie sind, im Sinne unserer Einteilung, eigentlich schon zu den Großkanzleien zu zählen.

Frage 13: Bitte nenne uns für Dich interessante Kanzleien und Boutiquen, die Du in der Auswahl nicht gefunden hast.

Hier die Liste aller zusätzlich genannten Kanzleien mit mehr als 5 Stimmen: Lindenpartners, Greenfort, Roxin, Glade Michel Wirtz, Kliemt Vollstädt, Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, Brinkmann Weinkauf, Vangard, Seitz, Wilde Beuger Solmecke, Dolde Mayen, Sullivan Chromwell, Honert & Partner, Ahlers & Vogel, Wessing, Feigen Graf, Fleet, Haver Mailänder, TDWE, Boehmert & Boehmert, Baumeister Rechtsanwälte, Aulinger, Dierks & Bohle, Dabelstein & Passehl, Streck Mack Schwedhelm, Ince, Wendelstein, Dierlamm, Morrison Foerster

Frage 14: Praktika werden in verschiedensten Ausprägungen angeboten - welche Tätigkeiten möchtest Du bevorzugt bei einem Praktikum kennenlernen bzw. hast Du kennengelernt?

Weitgehend Einigkeit herrscht unter den Umfrageteilnehmern bei den meistgenannten Tätigkeiten. Sie wollen an Gesprächen mit Mandanten und Gerichtsverhandlungen teilnehmen.

Frage 15: Meine Praktika dürfen/durften zeitlich und inhaltlich über die Grundanforderungen eines Pflichtpraktikums hinausgehen.

Erfreulich: Die Leistungsbereitschaft bei Praktika ist noch höher als im Vorjahr.

Frage 16: Meine Praktika nutze/nutzte ich gezielt, um potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen.

Über 70 Prozent der Befragten nutzen ihre Praktika, um ihren zukünftigen Arbeitgeber auszuwählen. Fast 50% gehen dabei schon sehr gezielt vor.

Frage 17: Welche Karriereveranstaltungen und Maßnahmen zur Talentförderung sind aus Deiner Sicht sinnvoll?

Dem allgemeinen Trend folgend werden Karrieremessen auch in diesem Jahr noch unwichtiger. Mentorenprogramme liegen voll im Trend – ebenso wie kanzleiinterne Veranstaltungen und Einzelgesprächsevents. Jedoch kann die Attraktivität bestimmter Maßnahmen stark von Geschlecht, Ausbildungstand oder Notenniveau abhängen.

Frage 18: Wie wichtig sind Dir berufseinstiegsbegleitende Programme von Kanzleien, die Dich auf die verschiedenen Aspekte des Tagesgeschäfts in den Kanzleien vorbereiten?

Diese Programme sind überwiegend ein gewichtiges Argument bei der Arbeitgeberwahl. Bestimmte besonders attraktive Kandidatengruppen legen sogar extrem hohen Wert auf diese Angebote.

Frage 19: Mit welchen Medien informierst Du Dich in welcher Häufigkeit über Themen zu Studium und Referendariat? (1 = gar nicht - 5 = wichtigste Informationsquelle)

Wichtigste Medien in der Gesamtauswertung sind LTO, Uniseiten, juraexamen.info und JUS. Am unwichtigsten sind azur/azur100, Staufenbiel, Stud.jur KiR und Justament. Einzelne Fachmedien werden im Laufe der Ausbildung oder mit steigendem Notenniveau wichtiger oder weniger wichtig.

Frage 20: Welche Medien/Kanäle nutzt Du, um Dich über aktuelle Rechtsthemen zu informieren?

Führungswechsel - LTO hängt Beck ab. Überraschend weit oben in der Rangliste liegt die gute alte Tageszeitung.

Frage 21: Welche Social-Media-Kanäle nutzt Du in welcher Regelmäßigkeit? (1 = nie - 5 = sehr regelmäßig)

Facebook, Facebook, Facebook und ein wenig Youtube: Über 90 % aller Umfrageteilnehmer nutzen das größte soziale Netzwerk. Die weiteren Social-Media-Angebote mit Ausnahme von Youtube sind nur für eine Minderheit relevant.

Frage 22: Wie aktiv nutzt Du Social-Media-Kanäle von Kanzleien und Unternehmen? (1 = nie - 5 = regelmäßig)

Das Angebot der Kanzleien in den sozialen Netzen ist noch übersichtlich. Liegt es an der fehlenden Nutzung durch die Young Professionals oder ist die Nutzung so gering weil die Inhalte fehlen? Das Gesamtergebnis der Umfrage zeigt jedenfalls ein ernüchterndes Bild.

Frage 23: Würdest Du Dir mehr Social-Media-Aktivitäten von Kanzleien und Unternehmen wünschen?

Ein klares Jein. In sozialen Netzen haben Arbeitgeber ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Knapp die Hälfte der Befragten wünschen sich mehr Aktivitäten von Kanzleien und Unternehmen.

Frage 24: In welchen Stellenmärkten suchst Du nach Stellenageboten?

70% der Teilnehmer beschäftigen sich aktuell noch nicht mit Stellenmärkten. Bei den aktiv Suchenden liegt die LTO vor den Kanzlei- oder Unternehmenswebseiten ganz oben in der Gunst, gefolgt von Beck Online. Etwas abgeschlagen die Generalisten Stepstone, Xing und monster.

Frage 24.2: Mit welchen Endgeräten suchst Du nach Jobs?

Ist Ihr Karrierebereich schon responsiv? 75% der Teilnehmer suchen mit Tablet und Smartphone nach Jobs. Selbstverständlich auch 85 % mit dem Desktop Computer & Notebook.

Frage 24.3: Auf welchen Seiten hast Du ein Bewerberprofil/einen Lebenslauf hinterlegt?

61 % der Teilnehmer haben keine Lebensläufe bei Karriereseiten hinterlegt – Xing, E-Fellows und LinkedIn sind die ersten Anlaufstellen für den Rest der Befragten.

Frage 25: In welchen Medien informierst Du Dich über künftige Arbeitgeber?

Ein klarer Sieg für die Homepage der Arbeitgeber – das Mittel der Wahl für alle Kandidaten, die schon wissen, wo sie arbeiten möchten. Karriere-Webseiten, Online-Magazine/ Blogs sowie Facebook folgen auf den Plätzen und bieten denjenigen Young Professionals Orientierung, die noch nicht einen konkreten Arbeitgeber ins Auge gefasst haben.

Frage 26: Wie wichtig ist Dir eine umfassende Information über den Berufseinstieg auf der Kanzlei-Homepage? (1 = unwichtig – 5 = sehr wichtig)

Das Ergebnis von Frage 24 wird hier bestätigt: Angesichts der hohen Relevanz für die Kandidaten, müssen sich Arbeitgeber die Frage stellen, ob ihre Kanzlei- bzw. Unternehmensseiten schon ausreichend Information über den Berufseinstieg bieten.

Frage 27: Klar: Work-Life-Balance mit hohem Gehalt wäre super. In der Realität lässt sich beides oft nicht vereinbaren. Wie würdest Du Dich entscheiden? (1 = hohe Work-Life-Balance – 5 = hohes Gehalt)

Müssen sich die Befragten entscheiden, verzichten sie eher auf Gehalt als auf Freizeit. Insgesamt ist das Bild aber recht ausgeglichen.

Frage 28: Auf zu neuen Ufern oder lieber in der Heimat bleiben? Wie würdest Du Dich entscheiden? (1 = in der Heimatregion bleiben – 5 = international arbeiten)

Unentschieden- es hängen genauso viele Umfrageteilnehmer an ihrer Heimatregion, wie die, die international arbeiten möchten.

Frage 29: Würdest Du die Ellenbogen ausfahren und Dich bei den Kollegen unbeliebt machen, um den nächsten Karriereschritt zu machen, oder ist Dir ein gutes Miteinander wichtig? Was ist Dir wichtiger? (1 = Kollegialität – 5 = Karriere)

Zum Glück: Kollegialität siegt deutlich.

Frage 30: Mir ist es wichtig, dass mein Arbeitgeber Wert auf Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt legt. (1 = stimme nicht zu – 5 = stimme zu)

Die meisten Young Professionals legen großen oder sehr großen Wert auf Chancengleichheit.

Frage 31: Es ist mir sehr wichtig, dass mein Arbeitgeber mir die Möglichkeit gibt, mich auch außerhalb juristischer Themen weiterzubilden. (1 = stimme nicht zu – 5 = stimme zu)

Gerade im wirtschaftlichen Umfeld wird ein Blick über den Tellerrand oft zum entscheidenden Kriterium und ist deswegen in der Gesamtbetrachtung wichtig.

Frage 32: Meine erste Arbeitsstelle soll mir vor allem eine gute Ausbildung liefern. Danach orientiere ich mich neu. (1 = stimme nicht zu – 5 = stimme zu)

Bei der Frage nach Wechselbereitschaft und Loyalität zum ersten Arbeitgeber zeigt die Gesamtauswertung ein ausgeglichenes Bild mit einer kleinen Tendenz zum Wechsel.

Frage 33: Welches Einstiegsgehalt strebst Du an?

Keine Frage – gut verdienen möchten die meisten Juristen. Die Gehaltsvorstellungen variieren je nach Wunsch-Arbeitgeber jedoch deutlich.

Frage 34: In welchen Bundesländern möchtest Du gerne arbeiten / arbeitest Du?

Neuer Spitzenreiter NRW. Auf den Plätzen folgen Hamburg, Bayern und Berlin. An Attraktivität verloren hat Baden-Wuerttemberg. Über 22% der Befragten möchten im Ausland arbeiten.

Frage 35: In welchen Städten über 200.000 Einwohnern möchtest Du gerne arbeiten/arbeitest Du?

Hamburg boomt: Am beliebtesten bei den jungen Juristen ist Hamburg. Es folgen München, Berlin, Frankfurt a.M. und Köln. Auch Düsseldorf und Stuttgart sind attraktive Städte für die Young Professionals.