Kontakt

Technische Universität Dresden
Juristische Fakultät
Helmholtzstraße 10
01062 Dresden

Fakten

Studierende an der Fakultät
im WS 2014/15:

1.059
Hauptamtliche Professoren: 12
Honorarprofessoren: 13
Wiss. Mitarbeiter: 29

Quelle: Website der Fakultät (11/2016)

 

 

Kurzcheck

  • Juristische Fakultät bietet den LL.B.-Studiengang "Law in Context" an
  • Ein LL.M.-Abschluss ist in "Wirtschaftsrecht" und "International Studies in Intellectual Property Law" möglich
  • Studiengang "Jura - Staatsexamen" ist ausgelaufen

Studienangebot

 1.  Law in Context – Recht mit seinen internationalen Bezügen zu Technik, Politik und Wirtschaft (Bachelor)
 2.  Internationale Beziehungen / International Relations (Bachelor)
 3.  Wirtschaftsrecht – Unternehmen zwischen Freiheit und staatlicher Steuerung (Master)
 4.  International Studies in Intellectual Property Law (Master)
 5.  Politik und Verfassung (Master)

Stand: September 2014

Technische Universität (TU) Dresden und juristische Fakultät

 

Die TU Dresden ist mit 35.000 Studenten die größte Uni Sachsens und die größte Technische Universität Deutschlands. Mit über 120 Studiengängen ist sie eine Volluniversität. Sie gehört zu den Exzellenzuniversitäten, d.h. sie wurde im Rahmen der Exzellenzinitative von Bund und Ländern in den drei Bereichen Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte ausgezeichnet. Die juristische Fakultät war daran nur insoweit beteiligt, als das Zukunftskonzept für die gesamte Universität Geltung hat.

Die TU Dresden ging aus der Technischen Bildungsanstalt zu Dresden hervor, die 1828 gegründet wurde. Ab 1871 wurden auch nichttechnische Fächer wie Jura, VWL oder Philosophie gelehrt. Ab 1890 erhielt sie den Status einer Technischen Hochschule und 1961 auf Beschluss der DDR-Regierung den einer Technischen Universität.

Studienangebot

Der grundständige Studiengang Jura mit Abschluss Staatsexamen wurde 2003/2004 von der sächsischen Staatsregierung in Dresden abgeschafft und lief anschließend aus. Zuletzt wurden im Sommersemester 2008 Studienveranstaltungen angeboten. Heute können Studierende an der juristische Fakultät die beiden Bachelor-Studiengänge "Law in Context" und "Internationale Beziehungen" belegen. An der juristischen Fakultät sind insgesamt rund 1.000 Studierende eingeschrieben.

"Law in Context – Recht mit seinen internationalen Bezügen zu Technik, Politik und Wirtschaft" schließt mit dem "Bachelor of Laws" (LL.B.) ab. Während des Studiums belegen die Studierenden einen von drei Schwerpunkten: Internationales Recht/Politikwissenschaft, Technologie- und Umweltrecht oder Wirtschaftsrecht. Die Vorteile von "Law in Context": Die Prüfungslast ist deutlich geringer als im klassischen Jura-Studium, nach sechs Semestern haben die Studierenden bereits einen Abschluss in der Tasche und sie können sich durch verschiedene Master-Studien anschließend auch außerhalb der juristischen Feldes spezialisieren, zum Beispiel in Politik- oder Wirtschaftswissenschaften. Im juristischen Bereich stehen ihnen die Master-Studiengänge Wirtschaftsrecht und Recht des geistigen Eigentums an der TU offen.

Der Nachteil: Traditionelle juristische Berufe bleiben den Absolventen eher verschlossen. Als Einsatzfelder für die Bachelor-Absolventen auf dem Arbeitsmarkt nennt die TU Dresden Journalismus, Wirtschaft, Politik, Umweltorganisationen oder Verbände und Verbraucherzentralen. Um doch noch Richter oder Anwalt zu werden, müssen die Studierenden nach dem Bachelor an eine andere Uni wechseln, dort bis zu zwei weitere Jahre studieren und dann das Staatsexamen ablegen.

Der Studiengang "Internationale Beziehungen" ist interdisziplinär und hat die Schwerpunkte Internationales Recht, Internationale Wirtschaft und Internationale Politik. Entsprechend schließt er nicht mit einem Bachelor of Laws, sondern mit einem Bachelor of Arts ab. Der Studiengang beinhaltet eine intensive Sprachausbildung in Englisch und einer zweiten Fremdsprache (Französisch, Spanisch oder Russisch). Ein Auslandssemester ist Pflicht. Der Studiengang ist extrem nachgefragt. Von 700 Bewerbern werden weniger als 40 angenommen. Dafür winken nach Abschluss attraktive Arbeitsplätze bei der UN, im Auswärtigen Amt oder in großen Unternehmensberatungen.

Lage in der Stadt

Die TU Dresden befindet sich an drei großen Standorten. Der Hauptcampus liegt in der Südvorstadt, südlich des Dresdner Stadtzentrums. Hier befindet sich auch die juristische Fakultät, nämlich im von-Gerber-Bau, der vom Hauptbahnhof fußläufig oder mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar ist.

In der Johannstadt östlich des Dresdner Stadtzentrums liegen die Medizinische Fakultät samt Uni-Klinikum und Institute der Fakultät Maschinenwesen. Die Gebäude der Philosophische Fakultät und der Erziehungswissenschaften liegen in Strehlen im Südosten der Stadt.

Rahmenbedingungen

Neben juristischen Inhalten stehen bei "Law in Context" eine Einführung in VWL und BWL aus dem Lehrplan. Im Rhetorik-Seminar lernen die Studenten unter anderem Vertragsverhandlungen zu führen und Präsentationen zu halten. Im Fach Mediation wird die Streitbeilegung im Hinblick auf juristische Fragestellungen unterrichtet. Obligatorisch ist außerdem ein zweisemestriger juristischer Sprachkurs in einer Fremdsprache. Neben Englisch stehen zum Beispiel Französisch und Spanisch zur Auswahl. Im "Praktikerforum" geben Vertreter verschiedener juristische Berufe regelmäßig Einblick in Ihre Tätigkeit und referieren zu praxisrelevanten Themen.

Studierende müssen einen Semesterbeitrag von rund 250 Euro zahlen. Rund 160 Euro davon entfallen auf ein Semesterticket, das zur freien Fahrt in Bus und Bahn im Dresdner Verkehrsverbund VVO berechtigt. Außerdem ist die Nutzung von Zügen des Regionalverkehrs in ganz Sachsen im Preis enthalten.

Studentische Initiativen

Am Fachbereich Jura der TU Dresden gibt es einen Ableger der European Law Students´Association (ELSA). ELSA Dresden organisiert Seminare und Konferenzen, juristische Debatten, Podiumsdiskussionen und andere Veranstaltungen. Mit der Dresden Debating Union gibt es einen Club, der sich ausschließlich dem Debattieren auf Deutsch und Englisch widmet.

Mit elbMUN bringt eine studentische Initative die Model United Nations nach Dresden, simuliert also die Arbeit der Vereinten Nationen im Rahmen einer jährlichen Konferenz.

Mit PAUL Consultants verfügt die TU Dresden über eine studentische Unternehmensberatung. In der Initiative Gründergarten wollen Studierende die Unternehmensgründungen an der Uni fördern.

Das student network für ethics in economics and practice (sneep) hat eine Lokalgruppe in Dresden. Interessant ist sie besonders für Juristen, die sich dem Thema Compliance widmen möchten.

Leben in Dresden

 

Dresden ist Landeshauptstadt und neben Leipzig das kulturelle Zentrum Sachsens. Die Stadt mit ihren rund 525.000 Einwohnern ist berühmt für die barocke Architektur ihrer historischen Altstadt und ihre kulturellen Einrichtungen wie die Semper-Oper oder die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Von 2004 bis 2009 war das Dresdner Elbtal Weltkulturerbe.

Studentenleben

Dresden gilt als die Hauptstadt der Studentenclubs. Während DDR-Zeiten gab es mehr als 20, heute werden noch 15 betrieben. Sie entstanden meist in den 70er Jahren und unterstanden, getrennt nach Fachrichtungen, der FDJ. Nach der Wende wurden sie in Vereine umgewandelt und erhalten Unterstützung vom Studentenwerk. Die Studentenclubs bieten Partys, Kabarett und Comedy, Konzerte, Kino, Bier- und Spielabende. Es gibt kleine, gemütliche Clubs ebenso wie große Locations, in denen Konzerte vor mehr als 1.000 Besucher stattfinden. Eines haben alle Clubs gemeinsam: Die Preise für Getränke und Eintritt sind günstig. Studierende können sich in den Clubs ehrenamtlich engagieren und Erstsemester so schnell Anschluss finden.

Bars, Clubs, Diskotheken und Restaurants findet man vor allem in der Dresdner Neustadt. Größere Clubs finden sich zum Beispiel in der "Strasse E" in Albertstadt, einem nördlichen Stadtteil von Dresden.

Wohnen in Dresden

Das Studentenwerk Dresden betreibt 26 Wohnheime in Dresden und drei im 20 km entfernten Städtchen Tharandt. Davon sind viele im Rahmen des Projekts "Wohnen mit Kommilitonen" jeweils festen Fachbereichen zugeordnet. So leben im Wohnheim Zeunerstr. 1f ausschließlich Studenten der juristischen Fakultät. WG-Zimmer bietet das Studentenwerk ab rund 200 Euro, Einzelapartments ab rund 250 Euro. Möblierung, Internetanschluss und Nebenkosten sind im Preis enthalten.

Campusnah können Studierende in Südvorstadt, Löbtau und Strehlen wohnen. Beliebt ist auch das Szene- und Kneipenviertel Neustadt. Mit rund 6 Euro pro Quadratmeter sind die Wohnungen hier teurer als im Dresdner Mittel von rund 5,50 Euro. Ein WG-Zimmer kostet im Durchschnitt 285 Euro.

Kultur und Freizeit

Dresden versteht sich als Zentrum von Kunst und Kultur. Weltberühmt sind die Staatlichen Kunstssammlungen Dresden, die in zwölf Museen ausgestellt werden, unter anderem die Galerien Alte und Neue Meister oder das Grüne Gewölbe. Die Stadt verfügt über zahlreiche teilweise bedeutende Bühnen wie Semperoper, Staatsschauspiel oder Staatsoperette.

Zu den weltweit bedeutendsten Jazzveranstaltungen gehört das internationale Dixieland-Festival, zu dem jedes Jahr eine halbe Million Besucher nach Dresden kommen. In der Äußeren Neustadt findet jährlich im Juli das alternative Kulturfestival Bunte Republik Neustadt statt. Es ist nicht zentral organisiert, sondern lebt von Einzelveranstaltungen der Bewohner und Geschäftsleute des Viertels.

Das Kinoangebot ist in Dresden so vielfältig wie in kaum einer anderen Stadt. Neben drei Multiplexen gibt es verschiedene Programmkinos. Im Sommer öffnet ein Open-Air-Kino direkt am Elbufer.

Hochklassigen Sport bietet in Dresden die SG Dynamo in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Ebenfalls in der zweiten Liga spielt das Eishockeyteam Dresdner Eislöwen. Die Footballer der Dresden Monarchs spielen in der ersten Bundesliga GFL.

Das Umland von Dresden bietet ausgezeichnete Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. So ist die Sächsische Schweiz eines der besten Klettergebiete Deutschlands und lädt auch zum Wandern ein.