Donnerstag, 17.04.2014

Arbeitsgericht Chemnitz - Adresse und Kontaktdaten

Gerichte der Arbeitsgerichtsbarkeit

Zwickauer Str. 54
09112 Chemnitz

Tel.: (03 71) 4 53-0
Fax: (03 71) 4 53-71 57
verwaltung-p@arbgc.justiz.sachsen.de
http://www.justiz.sachsen.de/lag/content/arbgc.htm


Direktor: Burkhard Houbertz

Gerichtsbezirk: Kreisfreie Stadt Chemnitz, Landkreis Mittelsachsen und Erzgebirgskreis

     

    Arbeitsgericht Chemnitz - Aktuelle Nachrichten, Urteile und Beschlüsse

    Zu diesem Gericht bzw. dieser Behörde sind noch keine Nachrichten, Urteile oder Beschlüsse vorhanden. Auf unserer Nachrichtenübersicht finden Sie das Wichtigste vom Tage aus Recht und Justiz.

    Das Arbeitsgericht – Zuständigkeit, Verfahren und Rechtsmittel

    Zuständigkeiten des Arbeitsgerichts im Urteilsverfahren

    Die sachliche Zuständigkeit für das Arbeitsgericht ergibt sich aus den §§ 2 bis 5 des Arbeitsgerichtsgesetzes (ArbGG). Danach ist es für zivilrechtliche Auseinandersetzungen zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber aus dem Arbeitsverhältnis zuständig. Sie werden im Urteilsverfahren verhandelt und es gilt der Beibringungsgrundsatz. Das heißt, es ist Aufgabe der streitenden Parteien, den Sachverhalt beim Arbeitsgericht vorzutragen. Das Gericht entscheidet ausschließlich aufgrund der Vorträge und kann keine anderen Tatsachen verlangen. Örtlich zuständig ist nach der Zivilprozessordnung (ZPO) das Arbeitsgericht, in dessen Gerichtsbezirk die beklagte Partei ihren Wohnsitz hat. Handelt es sich um eine juristische Person, beispielsweise eine GmbH oder AG, bestimmt sich der Gerichtsstand nach dem Sitz der Gesellschaft.

    Zuständigkeit des Arbeitsgerichts im Beschlussverfahren

    Neben diesem sogenannten Urteilsverfahren wird ein Arbeitsgericht auch in einem Beschlussverfahren tätig. Verhandelt werden Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat, die das Betriebsverfassungsgesetz betreffen. Anders als im Urteilsverfahren muss das Arbeitsgericht beim Beschlussverfahren nach dem Amtsermittlungsgrundsatz von Amts wegen ermitteln. Das Beschlussverfahren endet mit einem Beschluss.

    Verfahren, Rechtsmittel und Besonderheiten im arbeitsgerichtlichen Verfahren

    Das Arbeitsgericht ist die erste Instanz in einem dreistufigen Instanzenzug, in der der Rechtsstreit regelmäßig beginnt, und dem das jeweilige Landesarbeitsgericht und das Bundesarbeitsgericht mit Sitz in Erfurt nachfolgen. Der Unterlegene kann gegen ein erstinstanzliches Urteil das Rechtsmittel der Berufung beim zuständigen Landesarbeitsgericht einlegen, sofern das Arbeitsgericht die Berufung zugelassen hat oder der Streitwert über 600 Euro liegt. Gegen einen vom Arbeitsgericht gefassten Beschluss ist immer Beschwerde vor dem zuständigen Landesarbeitsgericht möglich. In erster Instanz besteht in einem arbeitsrechtlichen Verfahren kein Anwaltszwang. Das bedeutet, dass die Parteien sich selbst vertreten oder kostenlos durch einen Vertreter einer Gewerkschaft oder eines Arbeitgeberverbandes vertreten lassen können. Wer in erster Instanz einen Anwalt beauftragt, hat auch dann keinen Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten, wenn er den Prozess gewinnt.

     

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