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Der Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte, Jürgen Möthrath, kritisiert die Vorgehensweise der Justiz im Fall "Kachelmann" scharf.
Möthrath moniert, dass es einen regelrechten Malus für Prominente gebe.
Im Vergleich zu anderen Sexualstraftätern sei das Privatleben des Wettermoderators in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es sonst nie der Fall gewesen wäre.
Ihm missfalle insbesondere, dass jeder, der in der Öffentlichkeit stehe oder Erfolg habe, schnell namentlich benannt werde und nicht nur mit einem Kürzel. Unter der Hand würden Informationen an die Presse lanciert wie schon im Fall des früheren Postchefs Klaus Zumwinkel. Dort sei der Eindruck entstanden, dass die Presse schneller vor Ort gewesen sei als die ermittelnde Staatsanwaltschaft.
Aus Sicht von Möthrath sei diese Form, an die Medien zu gehen, unmoralisch. Mit dem Mittel der Vorverurteilung werde ein gewisser öffentlicher Druck aufgebaut, der die Arbeit eines Strafverteidigers belaste.
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